Entwickler zeigen hohes Interesse an Polkadot

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IN KÜRZE
  • In einer Umfrage gaben 21% der Entwickler an, auf dem Polkadot-Netzwerk arbeiten zu wollen.

  • Ethereum ist nach wie vor die beliebteste Smart Contract Plattform, bekommt aber zunehmend Konkurrenz.

  • In einem Video gab Polkadot-Mitgründer Gavin Wood Details zum geplanten Start bekannt.

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Auf der virtuellen Konferenz Ready Layer One stellten einige Blockchain-Projekte ihre Technologie vor. Insbesondere Polkadot kam ein hohes Interesse von Entwicklern zuteil.



In einer Umfrage von Ready Layer One gaben 21% der Entwickler an, auf dem geplanten Blockchain-Netzwerk der Web3 Foundation arbeiten zu wollen.

Konkurrenzdruck nimmt zu

Was auffällt: Bei der Umfrage war Ethereum nicht als Wahlmöglichkeit vertreten. Zwar ist sie immer noch mit Abstand die beliebteste Smart Contract Plattform, allerdings nimmt die Konkurrenz auf dem Markt für Layer 1 Blockchains stark zu. Viele technisch ausgereiftere Konkurrenten versprechen eine deutlich bessere Skalierbarkeit.

Polkadot versucht eine besonders gute Skalierbarkeit durch den Einsatz paralleler Blockchains in einer Multi-Chain-Architektur zu erreichen. Als Antwort auf die zunehmende Konkurrenz bereitet Ethereum derzeit ebenfalls den Übergang zu einem Proof of Stake Konsensmodell vor. Allerdings wird dieser Vorgang noch die nächsten Jahre andauern.

Details zum geplanten Polkadot-Start

Sie kennen vielleicht das Sprichwort “Die Feder ist mächtiger als das Schwert”. Polkadot-Mitgründer Gavin Wood glaubt, dass in naher Zukunft das Keyboard mächtiger als die Feder sein wird. In einem gestern veröffentlichten Video gibt Wood, vormals Chief Technology Officer bei der Ethereum Foundation, Details über den geplanten Start von Polkadot bekannt. Ein Launch-Datum nannte er jedoch nicht.

Die erste Test-Blockchain (“Relay Chain”) soll dabei als eine Art Vermittlungszentrale für alle weiteren Blockchains in dem Netzwerk dienen. Diese verwendet Proof of Authority als Konsensmodell und wird ausschließlich von der Web3 Foundation betrieben, welche die Entwicklung von Polkadot vorantreibt. Vorläufig hat sie allerdings nur eine begrenzte Laufzeit und ihre Funktionalität ist zu Testzwecken eingeschränkt.

Sollte sich dieses Testnetzwerk bewähren, geht es als Mainnet live. Die Einschränkungen sollen mit der Zeit durch einen Governance-Prozess gelockert werden. Andernfalls zieht die Web3 Foundation andere Kandidaten in Betracht.

Schließlich soll sich auch diese Relay Chain in eine dezentrale öffentliche Blockchain entwickeln. Zu diesem Zweck wählt die Web3 Foundation zunächst einige Validatoren aus, wodurch ein Nominated Proof of Stake Konsensmodell entsteht. Abschließend will die Web3 Foundation ihre Kontrolle über das Netzwerk vollständig abgeben, wodurch es vollständig dezentralisiert wird.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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