Die Begleit-App verbindet sich mit der ERA-Hardware-Wallet und ermöglicht eine übersichtliche Verwaltung des Portfolios, Swaps und Zugang zu dApps auf 14 Blockchains. Die privaten Schlüssel verlassen dabei niemals das Gerät. Vor der Veröffentlichung wurde die Wallet vollständig und unabhängig von Cure53 geprüft. Zeitgleich erscheint ein großes Update für ERA Lens, das Scam-Warnsystem direkt auf dem Gerät. Zusätzlich gibt es neue hardwareseitige Funktionen wie Bitcoin-Multisignaturen und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung direkt auf dem Gerät.
ERA, Anbieter der air-gapped ERA-Hardware-Wallet, hat heute den Start der ERA Software Wallet bekanntgegeben. Diese mobile Begleit-App für iOS und Android macht das air-gapped Hardwaregerät zu einem umfassenden System für Selbstverwahrung. Damit reagiert ERA auf einen der häufigsten Kompromisse bei der Selbstverwahrung von Kryptowährungen: Hardware-Wallets sind sehr sicher, in der täglichen Nutzung aber oft umständlich, während Software-Wallets bequem, aber dafür online mit den privaten Schlüsseln verbunden sind.
Bei ERA bleiben diese beiden Aufgaben bewusst getrennt. Das Handy bereitet die Transaktionen vor, das Hardware-Gerät signiert, und die privaten Schlüssel befinden sich nie auf dem Handy.
„Menschen geben Selbstverwahrung nicht auf, weil sie nicht daran glauben, sondern weil sie unbequem ist”, sagte Alex Devyatkin, Gründer und CEO von ERA. „Die Software Wallet ändert nicht, was Ihre Vermögenswerte schützt. Sie macht es nur deutlich einfacher, diese Sicherheit im Alltag tatsächlich zu nutzen.”
Funktionen der ERA Software Wallet
Mit der App verwalten Nutzer ihr Portfolio auf 14 Blockchains: Bitcoin (SegWit, Taproot und Legacy-Adresstypen), Ethereum, Solana, Tron, Base, Arbitrum, Optimism, Polygon, BNB Chain, Avalanche, Gnosis, zkSync, Kaia und Aurora. Jede Transaktion wird weiterhin auf dem ERA-Hardwaregerät per QR-Code oder NFC bestätigt und signiert.
Innerhalb der App können Nutzer:
- Portfolio-Bestände auf allen unterstützten Blockchains ansehen, wobei jeder Token deutlich der jeweiligen Blockchain zugeordnet ist
- Vermögenswerte senden und empfangen, wobei ein Netzwerk-Schutz verhindert, dass Gelder versehentlich an die falsche Blockchain gesendet werden
- Kryptowährungen über integrierte Anbieter kaufen und verkaufen, mit automatischer KYC-/Länderdetektion und direktem Vergleich der Kurse
- Swaps und Bridges zwischen Blockchains in einem Ablauf durchführen, basierend auf Rango-Routing, mit vollständigem Kurs-Angebot vor der Signatur
- Sich mit dApps über WalletConnect verbinden, wobei für jede Session weiterhin eine Signatur durch die Hardware notwendig ist
- Proaktiven Schutz genießen: Warnungen bei ungenutzten Token-Berechtigungen, Spam-Token-Filter, Hinweise bei wartenden oder festhängenden Transaktionen, sowie vollständige Transaktionshistorie
Für die App-Sicherheit sorgen unter anderem PIN-Abfrage, biometrische Entsperrung (Face ID / Touch ID / Fingerabdruck), automatisches Sperren beim Verlassen der App und Schutz vor Bildschirmaufnahme oder Sichtbarkeit in App-Übersichten.
Unabhängiges Sicherheitsaudit bestätigt
Vor der Veröffentlichung hat ERA ein vollständiges White-Box-Sicherheitsaudit von Cure53 beauftragt, einem erfahrenen Unternehmen für IT-Sicherheit, das viele Wallets und Infrastruktur im Kryptobereich geprüft hat. Cure53 hatte Zugriff auf Quellcode, Builds, Dokumentation und interne Komponenten. Die Sicherheitsprüfung umfasste die mobile App, die API, Transaktionsaufbau sowie QR- und BC-UR-Signaturen. Jedes festgestellte Problem hat das ERA-Team behoben, Cure53 hat die Korrekturen nachgeprüft.
Zusammenfassungen und vollständige technische Berichte sind öffentlich zugänglich:
Wichtiges Geräteupdate: Neues Scam-Warnsystem in ERA Lens
Das wichtigste Update auf der Hardware betrifft ERA Lens, die eingebaute Ebene zur Transaktionsanalyse. Sie übersetzt Transaktionen in verständliche Sprache, bevor Nutzer signieren, anstatt technische Rohdaten wie Hexadezimalcodes anzuzeigen.
Mit dieser Version kommt ein neues Anzeigesystem für Betrugswarnungen hinzu. Die Abdeckung schließt ab sofort noch mehr DeFi- und Bridging-Protokolle ein, darunter Rango, imToken, Rabby, MetaMask Portfolio Bridge, Mayan, Squid, LayerSwap, Stargate V2, GasZip und Magpie. ERA Lens kann zudem neue, schwer lesbare Transaktionsformate wie EIP-7702, ERC-7821 und Safe Multicalls entschlüsseln und warnt automatisch bei unbegrenzten Berechtigungen für unbekannte Adressen.
Das Team hat außerdem 37 echte Transaktionen, die auf bekannte Vorfälle zurückgehen – unter anderem Bybit, WazirX, Radiant, Inferno Drainer und PREMINT –, in die automatisierte Test-Suite aufgenommen. Dadurch wird jede neue Firmware-Version vor dem Release gegen diese Angriffsmuster überprüft.
Erweiterter Schutz direkt in der App
In der mobilen App gibt es jetzt zusätzlichen Schutz gegen Scams, die sich gezielt gegen Wallet-Nutzer und nicht gegen die Blockchain richten. Die Startseite zeigt nun direkt eine Warnung in einfacher Sprache für ungenutzte Token-Berechtigungen. Eine eigene Übersicht zeigt, welcher Smart Contract in welchem Netzwerk wie viel eines Tokens ausgeben darf – diese Rechte lassen sich mit einer Bestätigung widerrufen.
Die App schützt auch vor Address Poisoning – hierbei werden gefälschte Transaktionen in die Historie eingefügt, um Nutzer beim Kopieren einer Adresse in die Irre zu führen. Zwischen dem 2. Juli und 1. August 2026 hat ERA 66 solcher Fälschungen über 24 manipulierte Adressen in 8 Wallets und 8 Netzwerken nachverfolgt. Ist eine Empfängeradresse eine fast identische Kopie der eigenen Adresse, wird das Senden blockiert und kann nicht überschrieben werden.
Ebenfalls neu: Fortschrittliche Sicherheit auf dem Hardware-Gerät
Parallel zum Start der Software Wallet erweitert ERA die Funktionen des Hardware-Geräts weiter. Damit bleibt das „Wallet, das Sie nie entwachsen” auch für fortgeschrittene Sicherheitsfeatures nutzbar, ohne dass Nutzer ein neues Gerät benötigen.
- Bitcoin-Multisig-Unterstützung: Das ERA-Gerät kann als ein Mitunterzeichner in einer Bitcoin-Multisig-Konfiguration verwendet werden, zum Beispiel indem es einen Schlüssel in einer 2-von-3-Vereinbarung verwahrt. Dadurch wird jeder einzelne Fehlerpunkt entfernt.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung auf dem Gerät: TOTP-Authentifizierungscodes können jetzt direkt auf dem ERA-Hardwaregerät gespeichert werden. So erhalten Sie eine zusätzliche Sicherheitsebene auf derselben Hardware, die Ihre privaten Schlüssel schützt.
- Überprüfung der Geräteauthentizität: Unabhängig davon, wie Transaktionen signiert werden, kann das ERA-Gerät nachweisen, dass es eine echte und unveränderte Einheit ist. Dafür wird eine einmalige Herausforderung mit einem werkseitig hinterlegten Schlüssel signiert. Diese Überprüfung dauert weniger als eine Minute.
Über ERA
ERA (HWLT FZE) ist ein Unternehmen für digitale Sicherheit mit Sitz in Dubai. ERA entwickelt das ERA-Wallet-Ökosystem: eine abgeschirmte Hardware-Wallet, eine zugehörige Multichain-Software-Wallet und eine integrierte Schutzschicht für Transaktionen, genannt ERA Lens.









