Die britische Finanzaufsicht überlegt, tokenisiertes Gold komplett aus dem Fondsregelwerk herauszunehmen. Das könnte verändern, wie Londons Goldlager genutzt werden.
Die Financial Conduct Authority (FCA) wird diese Idee am Montag vorstellen, berichtet die Financial Times.
Die FCA möchte, dass Londons Gold nicht länger ungenutzt bleibt
Tokenisiertes Gold gibt dem Halter einen Anspruch auf der Blockchain auf physische Barren, die ein Emittent in einem Tresor lagert.
Marktteilnehmer haben der FCA erklärt, dass Unsicherheiten darüber, ob tokenisiertes Gold unter die Regelungen für britische kollektive Investmentfonds (CIS) oder alternative Investmentfonds (AIF) fällt, die Entwicklung behindern könnten. Beide Regelungen beschränken, wer diese kaufen darf.
Daher sagt die Aufsicht, sie könne gemeinsam mit der Treasury an einer gezielten Ausnahme arbeiten. Eine solche Regelung würde bestimmte Gold-Token oder die Goldmarkt-Infrastruktur betreffen.
„Anders als Aktien oder Schuldverschreibungen, die bereits ausgegeben, gehandelt und über ausgereifte elektronische Markt-Infrastrukturen abgewickelt werden, könnte die Tokenisierung einen traditionell physischen und aufwändig zu verwaltenden Vermögenswert leichter teilbar und über digitale Märkte übertragbar machen”, heißt es am Montag laut FT.
Es geht um nationale Interessen. Der World Gold Council schätzt, dass Londons Anteil am globalen Goldhandel bei fast 70% liegt. Gleichzeitig baut China einen eigenen Goldhandels-Hub auf und versucht, dieselben Ströme anzuziehen.
Folgen Sie uns auf X, um immer aktuelle Nachrichten zu erhalten.
Offshore-Emittenten kontrollieren den Markt, den London anstrebt
Die führenden Gold-Token werden außerhalb des britischen Regelwerks emittiert. Tether Gold (XAUT) deckt 2,63 Milliarden USD an verteilt gehaltenem Vermögenswert ab, während Pax Gold (PAXG) laut RWA.xyz 1,87 Milliarden USD abdeckt.
Die Aktivitäten nehmen bei beiden Token zu. Das monatliche Transfer-Volumen erreichte für XAUT 3,70 Milliarden USD und für PAXG 1,61 Milliarden USD, ein Anstieg um 10,91% beziehungsweise 14,10% in 30 Tagen.
Die FCA ist der Meinung, dass dieser Schritt mehr von Londons Goldbeständen als Sicherheiten nutzbar machen könnte. Zudem will die Bank später in diesem Jahr prüfen, ob Clearinghäuser tokenisierte Sicherheiten akzeptieren dürfen.
Sie überlegt auch, tokenisierte Vermögenswerte, darunter Stablecoins, in ihr Sterling Monetary Framework aufzunehmen, das der Finanzierung von Finanzinstituten dient.
FCA-Beamte betonen, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde. Ob eine Ausnahme auch auf Retail-Käufer ausgeweitet wird oder nur für Großhandelsabteilungen gilt, die Sicherheiten stellen, ist offen.
Abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal, um Expertenanalysen von Branchenführern und Journalisten zu sehen.









