Solana (SOL) ist um etwa 71% von seinem Allzeithoch aus 2025 gefallen. Während dieses Kursrückgangs sitzen Halter auf hohen, bisher nicht realisierten Verlusten, wie der Q2-2026-Signals-Report von Fidelity Digital Assets zeigt.
Der Rückgang zeigt sich auch im Net Unrealized Profit/Loss (NUPL), der auf -0,67 gefallen ist. Dieses Niveau war in der Vergangenheit mit einer mittleren Einjahresrendite von 516% verbunden. Fidelity weist jedoch darauf hin, dass sich dieses Muster nicht unbedingt wiederholen muss.
Fidelity: Bullisches Solana-Setup, aber Muster muss sich nicht wiederholen
Im 1. Quartal 2026 fiel der NUPL-Wert von Solana um 148%, von -0,27 auf -0,67, während der Kurs um 33% sank. Dieser Wert liegt tief in der von Fidelity als „Kapitulationszone“ bezeichneten Phase.
„Es gibt vorsichtige Anzeichen für eine Stabilisierung. Der NUPL-Wert ist um 29% von seinem Tiefststand Anfang Februar bei -0,94 gestiegen, was einen Kapitulationspunkt für Investoren markiert haben könnte, die nicht bereit waren, weitere Verluste zu akzeptieren. Allerdings besteht weiterhin Abwärtsrisiko und eine neue Bodenbildung kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es in dem Report.
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Das Unternehmen betont, dass Zeiträume, in denen der NUPL-Wert von SOL bei etwa -0,67 lag, mit einer mittleren Einjahresrendite von 516% zusammenfielen. Der dreijährige durchschnittliche Zuwachs auf Jahresbasis lag bei 62%.
Allerdings machte Fidelity deutlich, dass diese Statistiken nur auf 10 historischen Beobachtungen für das Einjahresfenster und 6 für das Dreijahresfenster beruhen. Das zeigt, dass Solana noch eine recht kurze Historie besitzt und der aktuelle Wert der Kennzahl „äußerst ungewöhnlich“ ist.
Laut Report bleibt die Verbindung zwischen aktuellem NUPL-Niveau und späterer Rendite schwach. Die Korrelation mit der annualisierten Einjahresrendite ist null, während sie bei drei Jahren -0,16 beträgt, was auf eine schwache umgekehrte Beziehung hindeutet.
Diese begrenzte und inkonsistente Beziehung passt zu Fidelitys genereller Sichtweise, dass niedrigere NUPL-Werte „tendenziell als positiver“ gelten. Dennoch hebt das Unternehmen hervor, dass frühere Muster sich in Zukunft nicht fortsetzen müssen.
„Wichtig ist, dass die bisherige Beziehung zwischen dem NUPL-Wert von SOL und künftigen Renditen nicht unbedingt fortbestehen muss“, so Fidelity.
Solana-Netzwerkaktivität zeichnet ein anderes Bild
Trotz der Kursschwäche hat die Nutzung des Solana-Netzwerks stark zugenommen. Die Zahl der monatlich aktiven Adressen stieg im 1. Quartal 2026 um 50%, und neue Adressen legten um 35% zu.
„Die Nutzung von Solana ist sogar während des Abschwungs beim Kurs deutlich angestiegen. Das unterstreicht Solana als wachsende Finanzplattform, auf der trotz hoher Volatilität viele Nutzer Transaktionen durchführen“, ergänzte der Report.
Auch bei der Aktivität mit Stablecoins gab es keine Schwäche. Der 30-Tage-Durchschnitt der Transferwerte stieg im Quartal um etwa 8% auf 7,2 Milliarden USD.
Fidelity wertet diese Entwicklung als Anzeichen für „eine starke und weniger zyklische Nutzerbasis“. Es deutet darauf hin, dass Solana möglicherweise seine Identität als reine Memecoin-Plattform hinter sich lässt und hin zu „mehr Mainstream und nachhaltigen Finanzanwendungen“ wächst.
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