Frankreich erkennt Bitcoin als Geld an, was die Krypto-Industrie bejubelt

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Um eine Woche positiver Entwicklungen für die Kryptowährungs-Industrie abzurunden, hat Frankreich Bitcoin offiziell als rechtliches Finanzinstrument anerkannt.



In anderen Ländern, wie Indien, Südkorea und Deutschland gab es in den letzten Tagen ähnliche rechtliche Entwicklungen.

Viele Beobachter der Industrie freuen sich heute, da ein Gericht in Frankreich festgestellt hat, dass Bitcoin juristisch gesehen eine Form von Geld ist. Diese Entwicklung wird denjenigen, die in einer Branche tätig sind, in der regulatorische Unsicherheit häufig die Norm ist, mehr Klarheit verschaffen.



Bitcoin wird in Frankreich wie jede andere Form von Geld behandelt

Laut einem Bericht in einer lokalen Tageszeit hat das Handelsgericht Nanterre Ende letzten Monats die wegweisende Entscheidung getroffen. [Les Echos]  Das Urteil bezieht sich auf eine Verfahren zwischen der französischen Krypto-Börse Paymium und der in Großbritannien ansässigen Firma für alternative Anlagen, BitSpread.

Erstere hat BitSpread vor dem Bitcoin Cash (BCH) Hard-Fork im Jahr 2017 1.000 BTC ausgeliehen. Nachdem sich die beiden Blockchains trennten, behaupteten beide Parteien, dass die dadurch entstandenen 1.000 BCH ihnen gehörten.

Diese Angelegenheit zwang das Gericht, den rechtlichen Charakter von Bitcoin zu prüfen. Nachdem es festgestellt hatte, dass Bitcoin eine legitime Form von Geld ist, entschied es zugunsten des Darlehensnehmers.

Das Gericht begründete dies damit, dass das Verleihen von Bitcoin dasselbe ist wie jedes andere “Verbraucherdarlehen”. Daher geht das Eigentum an der verliehenen Summe während der Laufzeit des Kredits auf den Darlehensnehmer über.

Eine weitere positive Entwicklung auf staatlicher Ebene

Die Krypto-Community freute sich über die heutigen Nachrichten aus Frankreich. Der Twitter-Nutzer Bloqport (@Bloqport) nannte dies einen “historischen Tag für die Krypto-Industrie.”

Nicht nur in Frankreich haben wir in der letzten Woche positive Signale gesehen. In letzter Zeit gab es auf nationalstaatlicher Ebene eine Reihe von ähnlichen Entwicklungen.

Wie oben hervorgehoben und kürzlich von BeInCrypto berichtet, haben die Gesetzgeber in Südkorea, Indien und Deutschland ebenfalls positive Gesetze für die Kryptoindustrie erlassen.

Nachdem bereits im letzten Jahr durch die Bundesregierung beschlossen wurde, Banken den Umgang mit Kryptowährungen zu erlauben, hat Anfang dieser Woche die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland eine Richtlinie herausgegeben, die Bitcoin und andere Kryptowährungen als legale Finanzinstrumente klassifiziert. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Aktualisierung der Geldwäschegesetze in Deutschland.

Auch Südkorea hat vorgestern neue Gesetze verabschiedet. In dem Bemühen, die Geldwäsche einzudämmen, beschloss die Nationalversammlung des Landes, dass Börsenplattformen den gleichen Standards für Rechnungslegung unterliegen sollen, wie andere Finanzdienstleister.

Schließlich hat auch eine Entscheidung des oberstes indischen Gerichtshof in dieser Woche die Beobachter der Krypto-Industrie erfreut. Das Gericht hob das umstrittene Verbot auf, mit Krypto-Unternehmen Geschäfte zu tätigen, welches die Zentralbank des Landes zuvor Finanzinstituten auferlegt hatte.

Angesichts der rasanten Entwicklungen für die Industrie in dieser Woche könnte es so aussehen, als könnte “2021” im obigen Tweet ein Tippfehler sein. Dabei handelt es sich jedoch eher und eine Anspielung auf die historische Preisentwicklung von Bitcoin.

Wie BeInCrypto bereits früher berichtete, hat sich das führende Krypto-Asset im Jahr nach jeder seiner beiden Halvenings ein starkes Wachstum verzeichnet. Wenn sich die Geschichte wiederholt, so wird es 2021 ein echtes BTC-Preisfeuerwerk geben.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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