Front-Running: Kein Betrug mehr im Trading-Geschäft

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IN KÜRZE
  • Betrug ist auf den Kryptomärkten dieser Welt immer noch an der Tagesordnung.

  • Transparente Blockchain ermöglicht Einsatz von Bots, wodurch unfaire Wettbewerbsvorteile erzielt werden können.

  • Es müssen alle an einem Strang ziehen, um den Markt fairer zu gestalten.

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Betrug ist im Trading-Geschäft immer noch an der Tagesordnung. Dabei gibt es heute schon Mittel und Wege dem Front-Runnig ein Ende zu setzen.

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Betrug in Form von Front-Running ist auf den Kryptomärkten dieser Welt leider immer noch an der Tagesordnung. Und die notwendige Regulierung ist auch nicht in Sicht. So bleibt den Fair Playern derzeit nichts anderes übrig, als weiter gegen die teils unfairen Wettbewerbsbedingungen anzukämpfen.

Doch das bedeutet nicht, dass es keinen Ausweg aus der Situation gibt. Denn auch wenn derzeit noch keine langfristige Lösung gefunden ist: Zwischenlösungen sind durchaus möglich. Der erste Schritt besteht darin, Missbrauch im Trading rigoros zu bestrafen. Doch um weltweit gültige Regulierungen durchzusetzen, müssen alle Trader, Politiker und Marktteilnehmer an einem Strang ziehen. Nur wenn gemeinsame Regelungen geschaffen und umgesetzt werden, kann unfairen oder illegalen Trading-Aktivitäten die Stirn geboten werden. 

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Diese Art von Selbstregulierung klingt zunächst utopisch, ist aber keine Neuerscheinung. Denn Regeln für fairen Handel sind auf fast allen Finanzmarktplätzen dieser Welt schon lange gang und gäbe. Heutzutage existieren eine Menge Mechanismen zur Handelsüberwachung und zur Reduktion von Marktmanipulation.

Ruf nach gemeinsamen Standards

Der Autor Dale Carnegie sagte einmal: Nichtstun schafft Zweifel und Ängste. Handeln erzeugt Vertrauen und Mut. In diesem Zusammenhang bietet die alte Finanzwelt eine Vielzahl an Vorfällen und Ereignissen, aus denen wir lernen können. 

Ein Anfang bestünde darin, Elemente bereits bestehender Regulierungsstandards zu übernehmen. Dazu gehören zu Beispiel MiFID oder der Global FX Code. Diese Elemente könnten sinnvoll auf dem Markt eingesetzt werden. Zudem gibt es viele öffentlich zugängliche MTF-Regelwerke, die ebenfalls angewendet werden könnten.

Wenn auch nur bewährte Standards eingeführt würden, würde es das Vertrauen in die Märkte enorm stärken. Doch stattdessen wird abgewartet, dass sich alles schon irgendwie von allein regeln wird. Doch sich zurückzulehnen und darauf zu hoffen, dass die Zocker schon irgendwann von allein aufhören werden, funktioniert nicht. Wenn jetzt nicht die Weichen für die Zukunft gestellt werden, könnte das fatale Auswirkungen für die Märkte der Zukunft haben.

Front-Running, ein Problem 

Stellt euch Folgendes vor: Ihr geht fest davon aus, dass der vorherrschende Marktpreis der Realität entspricht. Und plötzlich ist da dieser viel größere Trader, der vor euch kauft und gleich wieder verkauft, ehe ihr überhaupt reagieren könnt. Das Ergebnis dieser Zocker-Spielchen der Großen sind letztendlich nichts anderes als völlig überbewertete Preise fernab der Realität. Kommt euch das bekannt vor?

Wenn ja, so wird dieses Phänomen in der Finanzwelt als Front-Running beschrieben. Auf den alten open-outcry-trading floors würden alle anderen Trader eure Käufe auf den Boards über dem Pit mühelos verfolgen können. Und dann, wie von Zauberhand, würden die Preise unmittelbar vor eurem Kauf nach oben schießen. Verrückt, nicht? Doch das ist noch nicht alles.

Weiter ginge mit einer harschen Kurskorrektur, unmittelbar nach eurem Kauf. Dabei bemerkt ihr, wie die Pit-Trader urplötzlich aussteigen. Und zwar dann, nachdem sie hohe Gewinne eingesackt haben. Und ihr? Was macht ihr? Euch bleibt dann nichts anderes mehr übrig, als sich geschlagen zurückzuziehen. Heute ist es nicht mehr ganz so schlimm, wie gerade beschrieben. Denn bereits Mitte der 2000er Jahre wurden die Vorschriften besser und die Überwachungssysteme fortschrittlicher, was zur Unterbindung dreister Aktivitäten wie Front-Running führte. Ganz verschwunden sind solche Aktivitäten jedoch nicht, auch wenn sie bei weitem nicht mehr so oft vorkommen wie früher.

Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Grafik: beincrypto.com

Die drei Trades auf 09:45:05 Uhr zeigen einen Bot (…a91b), der unmittelbar vor und nach einem legitimen Trade (…1322) erfolgte. Dies führte zu einem Preisanstieg, der weit über dem des legitimen Marktkurses lag (…1322 kauft zu 0,576, was ein enormer Aufschlag für den vorherrschenden Marktkurs bedeutet, der unmittelbar danach wieder auf 0,359 fiel, nachdem der Bot absprang).

Bei so einem Trading-Verhalten würden die Alarmglocken der Behörden bereits klingeln, bevor du überhaupt die Möglichkeit hättest, deine Gewinne zu kumulieren. Du wärst von heute auf morgen der Bösewicht der Finanzwelt, hinter dem alle her sind.

Gleicher Fall im Krypto-Trading

Szenen wie diese sind vielen Tradern nur allzu bekannt. Aufgrund der Transparenz der Blockchain können Bots – die normalerweise für Arbitrage verwendet werden –  auch dazu genutzt werden, um sich unfaire Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Und zwar geschieht das bei zeitgleichem Trading, während die Aktivitäten auf der Blockchain gespeichert werden. Diese Bots werden dich regelrecht bombardieren. Aufgrund ihrer dominanten Position werden die Kosten am Ende auf dich abgewälzt. Das passiert so schnell, dass du es gar nicht bemerkst. 

Dieses Beispiel zeigt, dass es in der DEX-Welt noch ganz schön viel zu überwinden gibt, gerade was Front-Running angeht. Das Fazit: Sofern es keine global geltende Marktregulierung gibt, wird Front-Running auch weiterhin munter auf dezentralen Börsen betrieben.  

Traurig ist dabei, dass momentan nicht allzu viel dagegen unternommen wird. Das ebnet unfairen Praktiken weiterhin den Weg. Die Frage ist: Woran liegt es eigentlich, warum wir solche Verhaltensweise auf dem alltäglichen Kryptomarkt akzeptieren? Ist es uns etwa egal, was hier passiert? Haben wir den Blick für die Realität verloren und beschönigen es sogar? Und: Wann wird etwas dagegen unternommen werden? Oder vielleicht noch wichtiger: Wer wird etwas dagegen unternehmen? Fragen über Fragen, auf die es derzeit leider noch keine Antworten gibt.

Ein Bild von Beincrypto.com

Das Problem mit der Regulierung 

Wenn ihr nun glaubt, dass die Regulierungsbehörden dieser Welt nun unmittelbar eingreifen, um die Situation zu ändern, liegt ihr leider falsch. Waren diese doch in jüngster Vergangenheit eher damit beschäftigt Auftragsmördern, Terroristen und Menschenhändlern den gar auszumachen (Was natürlich auch seine Richtigkeit hat). Dabei handelte es sich besonders um jene Bösewichte, die ihr illegal erwirtschaftetes Vermögen klammheimlich in Krypto umwälzten.

Ein weiterer Grund war, dass sich Fiat-Banken vom Sinaloa-Kartell abwendeten, welches sie früher noch unterstützten. Daneben trug auch die Industrie nicht gerade dazu bei, Regulierungsprozesse zu beschleunigen. Als Beispiel kann man sich die travel rule ansehen, um zu verstehen, wie weit entfernt wir uns von gemeinsamen Regelungen befinden. 

Ein weiterer Problemfall ist der Makrobereich, der Differenzen in der Gleichheit der Besteuerung zeigt sowie juristische Belange und komplexe Marktinfrastrukturen. An diesen Beispielen lässt sich voraussehen, wie schwer es für Behörden sein wird auf einen globalen Nenner zu kommen und umfassende Regulierungsmaßnahmen auf den Märkten umzusetzen.

Faires Trading ohne Front-Running

Wie wir in den Beispielen gesehen haben, können die aufgeführten Probleme nur gemeinsam angegangen und gelöst werden. Wir befinden uns heutzutage in der glücklichen Lage, gemeinsam handeln zu können, um einen fairen Markt für alle zu schaffen. Denn das sind wir nicht nur uns selbst, sondern auch allen anderen Marktteilnehmern schuldig.

Ebenfalls interessant zu wissen: Neue Trading-Plattformen nutzen heute eine intelligente Order-Routing-Technologie, um Liquiditäten zu bündeln. Dies macht es für Trader deutlich sicherer nicht von den großen Markt-Playern hintergangen zu werden. Einige der neuen Plattformen investieren zudem auch in Compliance-Teams. Diese überwachen manipulatives Verhalten und greifen bei entsprechend ein.

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
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Mark has over 20 years of experience in the financial markets industry, half of which was dedicated to direct frontline compliance at top-tier institutions such as Barclays Capital, Citibank, and Standard Chartered, where he has led compliance coverage for several businesses across the trading floors, focusing on Currencies and OTC fixed income markets. Most recently, Mark has been focused on electronic foreign exchange trading, where he has written global policies and standards on algorithmic trading compliance. This puts him in the perfect position to oversee Finxflo’s overall regulatory compliance.

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