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Gold: Niedrigzins und Geldmenge

2 min
Aktualisiert von Alexandra Kons
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IN KÜRZE

  • Das Drucken von mehr und mehr Geld durch die Zentralbanken wird vom Niedrigzins begleitet.
  • Aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Zeiten bietet es sich an Gold und Silber zur Aufbewahrung von Geldern zu wählen.
  • Der Effekt der Geldmenge: Verstehen und nutzen.
  • promo

Die Finanzpolitik hat nicht nur Auswirkungen auf die preisliche Entwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin, sondern eben auch auf den Goldpreis. Gold gilt als physisches Pendant zur Wertaufbewahrung und spielt somit für einige Investoren und Anleger eine wichtige Rolle. Umso interessanter also in die Goldpreis-Entwicklung einzusteigen.

Die Zentralbanken drucken mehr und mehr Geld und der Niedrigzins begleitet die wachsende Geldmenge. Dennoch könnte die Zeit günstig zum Investment auf dem Aktien- und Immobilienmarkt sein – oder doch nicht?

Gold und Silber: Versicherung für das Portfolio?

Im aktuellen Degussa Marktreport erklärt Ökonom Thorsten Polleit:

„Die Zentralbanken machen mit ihrer Geldpolitik die Finanzmärkte zu einem inflationären Spielcasino: Indem sie die Zinsen auf extrem niedrige Niveaus gedrückt haben, werden die Preise auf den Finanzmärkten und letztlich auch die Preise auf den Gütermärkten verzerrt.“

Um sich abzusichern, setzen Investoren eben nicht nur auf die noch relativ jungen Kryptowährungen, sondern auch auf das altbewährte Edelmetall Gold. Denn ein immer deutlicheres Problem ist die Inflation, und zwar nicht nur in Venezuela.

Ein Bild von Degussa Goldhandel
Ein Bild von Degussa Goldhandel

Thorsten Polleit führt weiter aus:

„Die damit verbundenen falschen Preissignale verleiten Konsumenten und Produzenten zu falschen Entscheidungen. Knappe Ressourcen werden in falschen Verwendungen gelenkt, Ungleichgewichte bauen sich auf. Da jedoch die Zentralbanken eine Korrektur dieser Entwicklung mit allen Mittel verhindern wollen, ist damit zu rechnen, dass das inflationäre Finanzmarkt Spielcasino noch größer wird.“

Aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Zeiten bietet es sich an Gold und Silber zur Aufbewahrung von Geldern zu wählen.  

„Gold und Silber tragen kein Kontrahenten- beziehungsweise Zahlungsausfallrisiko, und ihre Kaufkraft lässt sich nicht durch die Geldpolitik der Zentralbanken herabsetzen.“

Ferner spricht Thorsten Polleit von einer möglichen Preissteigerung bei Gold und Silber. Und des Weiteren von der Möglichkeit durch Edelmetalle Vermögenspositionen außerhalb des Finanzsystems zu halten.

Der Effekt der Geldmenge

Die Erhöhung der Geldmenge hat nicht nur einen Einfluss auf Preise der unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche, sondern eben auch auf Gold. In den letzten Jahren weiteten die Zentralbanken die Geldmengen stark aus.

„Diese inflationäre Geldpolitik hat spätestens mit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 eine Dramatisierung erfahren. Und sie hat sich im Zuge der politisch diktierten Lockdown-Krise noch weiter verschärft. Es herrscht mittlerweile nicht nur ein chronisches Niedrigzinsumfeld vor, sondern jetzt werden auch die Geldmengen mit sehr hohen Raten ausgeweitet, vor allem um Staatsausgaben (hauptsächlich Transferzahlungen) zu finanzieren.“

Thorsten Polleit beschreibt zudem, dass Zentralbanken aufgrund dieser Entwicklung zunehmend auf „Long-Positionen“ im Anleihe- und Aktienmarkt und steigende Häuser- und Rohstoffpreise setzen.

„Denn die Politik der Zentralbanken läuft – und Anleger sollten sich da keinen Illusionen erliegen – darauf hinaus, dass letztlich alle Güterpreise – ob Konsumgüter, Produktionsgüter oder Vermögensgüter – inflationiert werden; dass ein Ansteigen der Güterpreisinflation gewolltes Ergebnis der Zentralbankpolitik ist.“

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Alexandra Kons
Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.
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