Gold Prognose: Wohin geht der Goldkurs 2021?

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IN KÜRZE
  • MicroStrategy CEO Michael Saylor: „Der Bitcoin-Drache wird Gold fressen.“

  • Gold als Luxusgut weniger gefragt.

  • Als Wertaufbewahrungsmittel ist das Edelmetall jedoch nach wie vor beliebt.

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Gold ist seit vielen Generationen ein beliebtes Edelmetall zur Wertaufbewahrung. Und genau deswegen widmen wir uns nun einer Goldpreis Prognose. Die Goldpreisentwicklung seit dem Jahr 2019 kann sich sehen lassen – enormes Wachstum hat die Goldpreis Chart in die Höhe getrieben und so machen Langzeitinvestor sehr glücklich gemacht.


Noch hat der Bitcoin Gold als „digitales Gold“ nicht gänzlich abgelöst. Entsprechend lohnte es sich nach wie vor den Goldpreis aktuell zu verfolgen und mögliche Investmentchancen daraus abzuleiten.

Um es in den Worten des Gold-Enthusiasten Peter Schiff auszudrücken:


Der Vergleich der Rendite von Bitcoin mit der Rendite von Gold ist irrelevant, da #Bitcoin und #Gold nichts gemeinsam haben. Sie sind keine konkurrierenden Vermögenswerte. Es ist, als würde man die Rendite von Gold mit der Rendite von Tesla vergleichen. Während der Blasen schlagen viele Vermögenswerte Gold. Gold gewinnt, sobald diese Blasen platzen.

Bitcoin oder Gold? Bitcoin und Gold!

Seit dem 5. November 2020 hat der aktuelle Goldpreis (USD/oz) um ungefähr vier Prozent nachgegeben. Bei Silber sah es übrigens mit drei Prozent Einbruch ganz ähnlich aus.

Der Ökonom Thorsten Polleit befasst sich seit langem intensiv mit dem Edelmetall Gold und fasst die Lage nach Lockdowns und Krisenstimmung wie folgt zusammen:

Das waren keine besonders ausgeprägten Preisbewegungen. Es liegt der Schluss nahe, dass der langfristige Aufwärtstrend für den Gold- und Silberpreis nach wie vor intakt ist. Die Umfeldbedingungen sprechen langfristig für weiter steigende Edelmetallpreise – insbesondere die aufgelaufenen und sich verschärfenden Probleme in der internationalen Schulden- und Geldarchitektur.

Das Goldinvestment ist bei Anlegern vor allem deswegen so beliebt, weil das Edelmetall seit Generationen Beständigkeit und geringe Volatilität bietet. Daraus ergibt sich ein attraktives Ertrag-Risikoprofil für Langzeitanleger. Vor allem für ein Langzeitinvestment von drei oder mehr Jahren sind physische Gold- (und auch Silber-) Positionen eine interessante Absicherung.

Goldpreis Prognose: Neue Höchstwerte im Jahr 2021?

Die Corona-Krise hat auch vor dem Goldpreis nicht Halt gemacht. Allerdings ist die Entwicklung des Goldkurses nicht zwangsläufig an die Schmucknachfrage gebunden, die Investoren bei ihren Abwägungen für oder gegen eine goldige Anlage im Sinn haben.

Goldkurs: Degussa.

Viel wichtiger ist es sich die Krisensituation rund um die Wirtschaft anzusehen: Auf die Euro-Krise folge die Klimakrise, diese wiederum wurde nun von der Corona-Krise abgelöst beziehungsweise erweitert. Zusätzlich gerät das internationale Finanzsystem durch zusätzliches Gelddrucken der Zentralbanken weiter ins Wanken. Und genau das könnte jede Menge Anleger in den Goldsektor schwemmen.

Laut Kursprognose.com könnte der Goldpreis im November des Jahres 2021 neue Höchstwerte erreichen:

Goldpreis Prognose für November 2021. Am Anfang des Monats liegt der Preis bei 2256 Dollar. Höchstwert 2457, Tiefstwert 2223. Der Durchschnittspreis 2319. Goldpreis zum Monatsende 2340, Veränderung 3.7%.

Goldkurs: Als Luxusgut nicht gefragt, als Absicherung sehr wohl

Und doch war laut dem Bericht des World Gold Council die Angebots- und Nachfragedaten für das dritte Quartal 2020 in Sachen Gold rückläufig. Die Nachfrage nach Gold sank weltweit auf 892 Tonnen. Damit ist der Goldpreis um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen.

Thorsten Polleit über den momentanen Goldkurs:

Die anhaltenden Folgen der Lockdown-Krise, verbunden vor allem auch mit einem stark steigenden Goldpreis – am 1. Juli betrug der Goldpreis 1.763 USD/oz, am 6. August 2.053, am 30. September 1.899 USD/oz –, haben die Nachfrage nach dem gelben Metall geschmälert.

Geringere Nachfrage gab es im Goldschmucksegment, wo die Nachfrage um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging. Das ist ein Minus von 333 Tonnen. Luxusgüter sind in Krisenzeiten offensichtlich weniger gefragt.

Goldkurs: Degussa.

Glücklicherweise punktet Gold aber im Segment Investition und Absicherung. Hier gab es ein sattes Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr, also 494,6 Tonnen. Vor allem in Deutschland wuchs die Nachfrage, und zwar um 81 Prozent – das sind 32,3 Tonnen. Bei den Schweizern waren es 10,2 Tonnen.

Aber nicht nur Privatinvestoren interessieren sich für das beliebte Edelmetall, sondern auch die Zentralbanken. Sechs Zentralbanken stockten ihre Goldreserven auf und kauften insgesamt 12,1 Tonnen Gold.

 

Laut Degussa Marktreport gehörten vor allem zwei Zentralbanken zu den Verkäufern:

Im Wesentlichen waren es die türkische Zentralbank (Verkauf von 22 Tonnen) und die usbekische Zentralbank (35 Tonnen), die NettoGoldverkäufer waren.

Die Nachfrage ist also da, aber kommt die Produktion nach? Denn auch die Goldproduktion ist von den Corona-Maßnahmen betroffen. Somit könnte es im schlimmsten Fall zu Engpässen beim Nachschub kommen. Allerdings gilt dann wiederum umso mehr: Die Nachfrage bestimmt den Preis.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Ein Teil der Bitcoin-Enthusiasten ist sich trotz aller Argumente, die für das Investment in Gold sprechen, von Bitcoin als überlegenem Wertspeicher überzeugt. Wie beispielsweise Michael Saylor, der CEO von MicroStrategy. Das Unternehmen investierte kürzlich einen Millionenbetrag in Bitcoin – als Art der Wertspeicherung.

Haftungsausschluss: Das Investment in Gold birgt Risiken und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht die von BeInCrypto wider.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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