Das Hyperliquid Policy Center (HPC) und der Anbieter der nicht verwahrten Wallet Phantom haben gemeinsam die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufgefordert, dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) nicht wie traditionelle Finanzunternehmen zu regulieren.
Beide haben ihre gemeinsame Stellungnahme vor Ablauf der Kommentierungsfrist der CFTC am 9. Juli eingereicht. Sie argumentieren, dass Software auf der Blockchain und selbstverwahrende Wallets Werkzeuge sind, aber keine Vermittler, auf die die aktuellen Derivaterichtlinien zugeschnitten sind.
Was die Hyperliquid-Eingabe an die CFTC fordert
Die Stellungnahme bezieht sich auf eine Informationsanfrage (RFI) der CFTC vom 18. Juni. Mit dieser Anfrage wollte die Behörde wissen, welche Regeln neue Finanztechnologien ausbremsen.
HPC und Phantom stellen drei zentrale Forderungen. Erstens wünschen sie die Bestätigung, dass das Veröffentlichen von Protokollsoftware auf der Blockchain allein nicht verpflichtet, sich als Börse oder Clearingstelle zu registrieren.
Zweitens möchten sie, dass registrierte Börsen und Clearingstellen ihre regulierten Funktionen auf Blockchain-Systemen betreiben dürfen. Damit könnten sie die US-Derivaterichtlinien modernisieren, ohne auf die Einhaltung von Vorgaben zu verzichten.
Drittens fordern sie, dass die im März an Phantom gewährte Ausnahme offiziell in eine Regel übernommen wird. So hätten auch andere Wallet-Anbieter diese Sicherheit.
Selbstverwahrung steht im Mittelpunkt der Initiative
HPC und Phantom betonen, dass nicht verwahrte Wallets keine Kundengelder halten oder Transaktionen ausführen. Daher sollten sie keine Vermittlerpflichten haben, ähnlich wie andere Krypto-Wallet-Oberflächen.
Die Gruppen argumentieren, dass Regeln, die auf Blockchain-Märkte zugeschnitten sind, Entwickler in den Vereinigten Staaten halten könnten, statt sie ins Ausland zu drängen. Zudem könnten transparente DeFi-Märkte schnellere Abwicklungen ermöglichen und das Kontrahentenrisiko senken.
Das Schreiben erfolgt während einer positiveren Phase bei der CFTC. Vorsitzender Michael Selig ist seit Dezember im Amt. Seitdem strebt er klarere Regeln für Krypto in den USA an und hat den Handel mit unbefristeten Futures in den USA zugelassen.
Die Gruppen beschreiben ihre Forderung als mit den aktuellen Befugnissen der CFTC vereinbar.
„Das ist unsere Antwort, und es liegt im Ermessen der Kommission, darauf zu reagieren”, sagten HPC und Phantom in ihrer gemeinsamen Erklärung.
Die CFTC wird die Rückmeldungen der Branche auswerten, bevor sie über eine Richtlinie oder neue Regeln entscheidet. Ihre Antwort könnte beeinflussen, wie viel Aktivität auf der Blockchain in die Vereinigten Staaten verlagert wird.









