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IWF warnt: US-Inflation erreicht Fed-Ziel wohl erst 2027 – Zinssenkungen verzögern sich

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Geschrieben von
Oihyun Kim

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Redigiert von
Leonard Schellberg

26 Februar 2026 14:30 CET
  • IWF warnt: Haushaltsdefizit von 7-8 % und Schulden bei 140 % bis 2031 – steigende Stabilitätsrisiken
  • Der Fonds nennt das US-Leistungsbilanzdefizit „zu groß“ und fordert Ausgabenkürzungen statt Zölle gegen Handelsungleichgewicht.
  • Trump hebt sinkende Hypothekenzinsen hervor – IWF-Ausblick warnt: Hohe Zinsen bleiben länger
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Die neue IWF Inflation Prognose zeigt, dass die Inflation in den USA laut IWF erst Anfang 2027 das 2-Prozent-Ziel erreichen dürfte. Damit bleiben schnelle Zinssenkungen trotz politischer Zuversicht unwahrscheinlich.

Die Bewertung ist Teil der ersten Überprüfung nach Artikel IV beim IWF in der Amtszeit von Trump. Sie zeigt, dass eine deutliche Zinssenkung noch weit entfernt ist, obwohl der Präsident optimistisch bleibt.

IWF warnt vor US-Inflation und finanziellen Risiken

Kristalina Georgieva, Chefin des IWF, sagte den Reportern, das US-Leistungsbilanzdefizit sei „zu groß“. Der IWF schätzt dieses kurzfristig auf 3,5 bis 4 Prozent der Wirtschaftsleistung.

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Allerdings widerspricht die Empfehlung des IWF dem Kurs der Regierung. Nigel Chalk, der Direktor für die westliche Hemisphäre beim Fonds, erklärte, Haushaltsdisziplin statt Zölle sei der beste Weg, das Defizit zu verkleinern. Diese Empfehlung kommt, nachdem das Oberste Gericht Trumps weitreichende Notfallzölle als unzulässig erklärt hat. Die Regierung musste deshalb Zölle auf Grundlage von Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 einführen.

Die Haushaltslage ist ernst. Der IWF erwartet, dass das US-Staatsdefizit in den kommenden Jahren zwischen sieben und acht Prozent der Wirtschaftsleistung bleibt. Das ist mehr als doppelt so viel wie das Ziel von Finanzminister Scott Bessent. Die gesamte Staatsschuld dürfte bis 2031 auf 140 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen.

„Der steigende Trend beim Verhältnis von Staatsschulden zu Wirtschaftsleistung und höhere Kurzfristschulden stellen ein zunehmendes Stabilitätsrisiko für die USA und die Weltwirtschaft dar“, warnte der IWF.

Trumps Zins-Optimismus trifft auf harte Struktur-Realität

Die Überprüfung des IWF erschien einen Tag nach Trumps Rede zur Lage der Nation. Dort zeigte sich der Präsident zuversichtlich bezüglich der Kreditkosten. Er sagte, die Hypothekenzinsen seien auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen. Auch die jährlichen Hypothekenkosten seien seit seinem Amtsantritt um fast 5.000 USD gesunken. Zudem stellte er niedrigere Zinsen als Lösung für das von ihm sogenannte „von Biden verursachte Wohnungsproblem“ dar.

Doch laut IWF sieht die Realität anders aus. Die Inflation wird das Fed-Ziel erst 2027 erreichen, während das Haushaltsdefizit doppelt so hoch wie das eigene Regierungsziel bleibt. Das spricht klar für dauerhaft höhere Zinsen. Der IWF sieht das Wirtschaftswachstum 2026 bei stabilen 2,4 Prozent. Dadurch besteht für die Fed kaum Anlass, die Zinsen zu senken.

Was das für Krypto bedeutet

Die Folgen für Risiko-Anlagen sind klar. Hartnäckige Inflation und steigende Defizite machen deutliche Zinssenkungen dieses Jahr unwahrscheinlich. Für Krypto-Märkte, die bis Ende 2025 auf sinkende Zinsen gesetzt haben, unterstreicht die IWF-Einschätzung die nötige Vorsicht.

Ironischerweise ist die eigene expansivere Finanzpolitik der Regierung – inklusive der laut IWF sehr großen Steuersenkungen – der eigentliche Grund für das Defizit und die hohen Zinsen. Trump möchte niedrigere Zinsen, verfolgt mit seiner Politik aber das Gegenteil.

Der IWF erwartet zwar keine akute Krise und sagt: „Das Risiko einer Staatsschuldenkrise in den USA ist gering.“ Dennoch zeigt der Trend – wachsende Schulden, anhaltende Defizite, langsamer Rückgang der Inflation –, dass Zinssenkungen langsam kommen werden, falls überhaupt.

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