Initial Coin Offering (ICO) – Wie investiere ich?

Aktualisiert von Alexandra Kons
IN KÜRZE
  • Ethereum legte mit einem Verkaufspreis von 0,31 US-Dollar pro ETH den Grundstein für weitere Projekte. Unglaubliche 1,5 Millionen Prozent Gewinn gerechnet zum All-time-high am 8. November 2022.
  • Ein Investment von 1000 US-Dollar 2020 in SOL würde beim Verkauf zum Allzeithoch bei 259 US-Dollar Investoren zu Millionären machen!
  • Wie Bloomberg in einem Report von 2018 festhält, waren wohl 80 Prozent aller ICO-Projekte Scams.
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Initial Coin Offering, auch ICO genannt, erfreuen sich bereits seit 2014 großer Popularität. Unternehmen wollen damit für ihre Projekte auf der Blockchain Geld in Form von Token einsammeln. Dafür wird Investoren/innen die firmeneigene Währung ausgeschüttet. So sammelte auch Ethereum 2014 für deren Projekt Geld/Token ein. Ein Investment von nur 0,31 US-Dollar in 2014 entsprach einem ganzen Ethereum. Heute steht ETH bei circa 3.000 US-Dollar.

ICO: Wiederholt sich die FOMO?

Alleine in den Jahren 2017/2018 nahmen Projekte über 23 Milliarden US-Dollar mittels ICO ein. Im Durchschnitt konnten Investoren 2017 aus 91 Projekten und 2018 aus 481 Projekten am Tag wählen. Nutzer/innen investierten Geld, weil sie unbedingt schnell reich werden wollten (“Fear of missing out”). Gewinn machten Wenige.

Von 718 ICO’s sammelten zwar 413 genug Geld ein, jedoch erreichten nur 274 Listings bei Exchanges. Deutlich schlimmer ist die Bilanz beim Return on Investment: Nur 43 ICO’s konnten ihren Kurs erhöhen. Der Kurs der restlichen 231 sank in den folgenden Monaten auf rund ein Viertel der Investments.

Onecoin, einer der größten Scams in der ICO-Geschichte, sammelte so 25 Milliarden US-Dollar ein. Mit internationalem Haftbefehl suchen Behörden heute immer noch nach der Cryptoqueen Ruja Ignatova.

Während Investoren sich vor Scams in Acht nehmen mussten, gab es auch sehr erfolgreiche Projekte. Zwar ist Ethereum das bisher wohl bekannteste Projekt, erfolgreich waren aber auch folgende: Neo, damals für 0,032 US-Dollar erhältlich, erreicht mit seinem Allzeithoch von 187 US-Dollar am 14. Januar 2018 ein Return von knapp 500.000 Prozent. Auch Nxt, ein eigenes Blockchain-Ökosystem, erzielte kurzzeitig einen Gewinn von 1,2 Millionen Prozent.

Investoren, die befürchten, dass die Zeit solcher Renditen vorbei ist, liegen falsch! Auch 2020 gab es einige gute Möglichkeiten. Bestes Beispiel dafür: Solana! Ein Token der Blockchain kostete beim IDO am 24. März 2020 0,22 US-Dollar. Ganze 117.000 Prozent Zugewinn schaffte SOL. Deutlicher wird der Aspekt mit folgendem Beispiel: Ein Investment von 1000 US-Dollar in SOL würde beim Verkauf zum Allzeithoch Investoren zu Millionären machen! Aus den 1000 Dollar wären 1,17 Millionen US-Dollar geworden.

Initial DEX Offerings – Die Evolution von ICO zu IDO

Viele Leser werden sich nun denken:

“Dann machen wir doch schnelles Geld. 100x sollten ja kein Problem sein.”

Leider geht das nicht mehr so einfach. Wie Bloomberg in einem Report von 2018 festhält, waren wohl 80 Prozent aller Projekte im selben Jahr Scams. Nachdem dann auch der allgemeine Kryptomarkt stark eingebrochen war, lagen ICO’s nicht mehr im Trend. IDO’s etablierten sich stattdessen. Das Initial DEX Offering hat den Vorteil, dass die ausführende Plattform auch danach als dezentrale Börse für das Tauschen der Token zuständig ist.

Binance und Raven Protocol kündigten das erste IDO an. Der größte Unterschied für Nutzer ist hier die Sicherheit. Eine Plattform garantiert für den sicheren Ablauf und die Due Dilligence. Bei einer Due Dilligence wird das Unternehmen vor Verkauf wirtschaftlich und rechtlich gründlich überprüft. Angeblich werden bei Plattformen sogar alle Projekte auf Echtheit des Teams und Funktion des Prototypens getestet. Falls ein Nutzer investieren will, kann er das dann über die Plattform erledigen. Wo liegt der Haken?

Zwar sollen diese Plattformen die Investitionen in Projekte einfacher machen, jedoch wird dies zunehmend schwieriger. Plattformen, wie Binance, GameFi, Red Kite oder DAO Maker haben hohe Anforderungen. Zunehmende Schwierigkeit bedeutet aber auch höhere Wahrscheinlichkeit für gute Gewinne.

Beispiel Red Kite:

  • 5000 PKF Token benötigen Investoren, um in dem ersten Tier inkludiert zu werden. Ein PKF handelt gerade bei 0,82 US-Dollar. Erst nachdem diese Token gestakt wurden, werden Nutzer/innen für ein IDO berücksichtigt. Bei dieser Summe steht allerdings kein fixes Investment zu. Dies folgt erst bei 40.000 gestakten PFK Token.
  • DAO Maker hat noch höhere Anforderungen als Red Kite. Zuerst muss DAO Power erlangt werden, indem DAO Token vom Investor gestakt werden. Je nach gestakter Menge kommt der Investor in verschiedene Tranchen und erhält Tickets für eine Lotterie. Diese werden gezogen. Realistische Chancen auf ein Investment präsentieren sich ab Tranche 3, das entspricht circa 22.000 US-Dollar.

Binance und KuCoin mischen bei IDO’s mit

Ganz korrekt ist der Ausdruck nicht. Da weder Binance noch KuCoin dezentrale Börsen sind, verwenden wir hier den Ausdruck Initial Exchange Offering (IEO). Wenn unsere Leser nun glauben reich werden zu können, müssen wir leider enttäuschen.

Da das Binance Launchpad äußerst gute Returns erzielt, ist es populär. Es kann durchaus vorkommen, dass User über 1.000 Euro als Binance Coin für den Tokenlaunch zur Verfügung stellen und dann ein sehr geringes Investment zugeteilt bekommen. Binance berechnet das individuelle Investment nach Anteil am Gesamtpool. Dieser ist manchmal einige Milliarden Euro groß. Da gehen unsere 1.000 Euro im Verhältnis schnell unter. Kucoin verwendet ein ähnliches System.

ICO - Ein Bild von BeInCrypto.com
ICO – Ein Bild von BeInCrypto.com

Security Token Offering – Da war doch etwas?

Entstanden ist die ganze Idee von ICOs vermutlich auch, um der Aufsicht der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) zu entgehen. In den USA ist die Teilnahme an Börsengängen stark eingeschränkt. Als “accredited investor“darf an Börsengängen teilgenommen werden. Sehr vermögende Individuen mit einem Einkommen von über 200.000 US-Dollar oder 1 Million US-Dollar Vermögen sind dazu berechtigt.

Natürlich ist nicht jedes Token-Offering gleich ein Wertpapier. Die SEC sieht dies jedoch anders und sieht potenziell jedes ICO als Wertpapier. Deshalb erlauben viele Projekte amerikanischen Investoren die Teilnahme nicht mehr, weil sie sonst rechtliche Folgen befürchten müssen.

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