Interview mit Rolf Leder von Hallo Krypto! Teil 1 – Wie gut kennen Deutsche Krypto?

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IN KÜRZE
  • Rolf Leder & Monika Lex bieten unter der Marke

  • Die Workshops behandeln Kryptowährungen, Blockchain, Wallets, Exchanges und mehr

  • Rolf Leder und Monika Lex glauben, dass Blockchain-Anwendungen die Welt verändern werden

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Rolf Leder und Monika Lex sind seit 2016 an Kryptowährungen interessiert und in digitale Coins und Tokens investiert. Die Gesellschafter und Geschäftsführer der QualitiKs GmbH haben es sich aber auch zum Ziel gesetzt, Deutschland dabei zu helfen Krypto-Fit zu werden. Deshalb bieten sie unter der Marke “Hallo Krypto!” Workshops rund um Kryptowährungen und Blockchain an.



Hallo Krypto! Die Marke der QualitiKs GmbH unter der Leitung von Rolf Leder und Monika Lex klingt einfach passend und einladend. Eigentlich spezialisiert sich die GmbH ja auf Unternehmensberatung im Kundenservice- und IT-Umfeld. Aber das Eigeninteresse an Kryptowährungen wie z.B. BTC, ETH, ADA, NEO, oder auch “Token mit echtem Nutzen” wie z.B. BAT, ICX, VET und THETA schlug dann 2019 in den Drang um, den Deutschen den Einstieg in Krypto zu erleichtern.

Von der Unternehmensberatung zu Workshops für Krypto-Neulinge

Hallo Krypto! bietet Workshops für Krypto-Einsteiger und Interessierte. Dabei sollen Aufklärung und Wissensvermittlung im Vordergrund stehen. Die Angebote beinhalten Themen wie Blockchain, Einrichtung einer Wallet, Transaktionen von Kryptowährungen, das Finden und Benutzen von Exchanges und der Kauf der ersten Kryptowährung. Die Frage bleibt allerdings, warum eine Firma in der Unternehmensberatung Workshops zu Kryptowährungen bereitstellt. Kommt das aus reinem Eigeninteresse der Gesellschafter heraus oder besteht hier ein echter Markt mit echter Nachfrage?



Tatsächlich haben wir uns den Kryptowährungen zunächst rein privat genähert und dabei schnell festgestellt, wie unglaublich viele Informationen es im Internet gibt, die fürchterlich schlecht aufbereitet und inhaltlich fragwürdig sind. Zusätzlich waren große Teile nur in Englisch verfügbar, was sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Viele der vorhandenen Seminar- und Workshop-Angebote wurden sehr schnell sehr technisch oder dienten in Wahrheit nur dazu, irgendwelche Trading-Systeme, Clubs oder MLM-Systeme oder gar Scams zu promoten. Ein neutrales Grundlagenangebot für “normale Leute” ohne technischen Hintergrund fehlte im Prinzip völlig.

Für Rolf Leder und Monika Lex lag es also nahe, dass sie sich aus ihrem “beruflichen Hintergrund heraus” gefragt haben, “ob das nicht besser ginge”. Daraus entstand dann Hallo Krypto! Die Nachfrage sei dabei Fluktuationen ausgesetzt. Im Allgemeinen steige aber eine “Art Grundinteresse” an “Bitcoin und Krypto auch als Anlageform”.

Quelle: Hallo Krypto!

Und weil wir schon bei der “Nachfrage” waren, wollten wir natürlich auch wissen, wie hoch denn das Interesse der Deutschen an Kryptowährungen und Blockchain tatsächlich ist. Kleiner Tipp vorweg: Die Coronakrise scheint die Nachfrage gesteigert zu haben.

“Die Deutschen” sind ja auch international dafür bekannt, sich mit digitalen Zahlungsmitteln eher zurückzuhalten. Insbesondere in Skandinavien, aber zum Beispiel auch in Österreich und der Schweiz, ist man da deutlich weiter – von den USA oder Asien möchte ich da gar nicht erst sprechen. Das erschwert es den Kryptowährungen, die als Zahlungsmittel genutzt werden, natürlich erst einmal. Aber nicht zuletzt seit der Corona-bedingten Hinwendung zu kontaktlosem Zahlen auch von kleinen Beträgen ist hier viel in Bewegung gekommen. Und auch das Thema Privacy gerät immer stärker in den Fokus.

Bitcoin ist DIE dominante Kryptowährung für Einsteiger

Die Workshops von Hallo Krypto! richten sich hauptsächlich an Einsteiger und Fortgeschrittene. Um mehr Licht ins Dunkel der Situation in Deutschland hinsichtlich Krypto zu bringen, wollten wir also wissen, wie das Verhältnis von Einsteigern zu Fortgeschrittenen ist und wie schnell begreifen die Einsteiger was Kryptowährungen wirklich sind, wozu sie entstanden sind und wie die zugrundeliegende Technologie funktioniert.

Die meisten Teilnehmer sind ganz klar Einsteiger. Viele haben vorher nur von Bitcoin gehört und sind ganz baff, wie weit gefächert die Kryptowelt inzwischen ist. Es geht in den Workshops auch viel darum, alte und auch inhaltlich falsche Informationen in den richtigen Kontext zu setzen – dass zum Beispiel Bitcoin eben nicht nur was für Zuhälter und Drogendealer ist, sondern dass ein durchschnittsdoofer Krimineller sich gerade mit Bitcoin nicht unbedingt einen Gefallen tut. Wenn man die richtigen Beispiele wählt, ist das Verstehen relativ schnell da – ob das Beispiel aber immer zum Teilnehmer passt, das stellt sich erst im Workshop raus. Da sind wir als Referenten gefordert – und da zeigt sich dann auch der Unterschied zum Video-Tutorials: bei echten Workshops kann man sofort nachfragen, das hilft ungemein.

Quelle: Hallo Krypto!

Auf der Webseite von Hallo Krypto! werben die Betreiber mit: “Wir glauben, dass Kryptowährungen und andere Blockchain-Anwendungen die Welt verändern werden.” Aber welche “anderen Anwendungen” sind damit gemeint und wieso glauben Rolf Leder und Monika Lex daran?

Der Satz spielt insbesondere auf das landläufige Verständnis des Begriffs “Währung” an – viele Menschen verstehen das ausschließlich als “Geld”. Eine Blockchain als dezentrale Datenbank muss aber nicht zwangsläufig eine Zahlungsfunktion haben, zum Beispiel dienen in der tatsächlichen Nutzung Token oftmals der Repräsentanz von “etwas”, ohne dass dieser Token selbst dabei monetär bewertet wird. Theoretisches Beispiel für eine “andere Anwendung”: Auf einer Blockchain werden Häuser verwaltet – eine Art Grundbuch. Ein Token ist dabei ein bestimmtes Haus und wer den Token besitzt, der kann nachweisen, dass ihm das Haus gehört. Der Token selbst repräsentiert also kein Geld, ist mithin keine Währung. Gehandelt werden kann er trotzdem – der Token für Haus A wird für 100 Euro verkauft, der für Haus B für 200, weil das Haus größer ist. Die Blockchain ist dabei der unbestechliche, nicht manipulierbare Nachweis über das Eigentum, der Token an sich hat aber nichts mit Geld zu tun.

Es geht um “allgemeingültiges Grundwissen”

Die Workshops von Hallo Krypto! drehen sich also um die Einführung in Kryptowährungen, Blockchain, Wallets und Exchanges. Was aber, wenn Teilnehmer dann auch aktiv traden wollen? Oder anders gefragt: Der Workshop ist durch, wie mache ich weiter?

Bei aktivem Trading halten wir uns sehr zurück, wir sind selbst eher Hodler. Auch sind zum Beispiel die steuerlichen Implikationen von Trading und der rechtliche Rahmen bei der Beratung zu Kapitalanlagen nicht ganz trivial, da wird es dann schnell auch inhaltlich grenzwertig bis strafbar. Eine direkte Zusammenarbeit mit Anbietern (außerhalb von ein paar normalen Affiliate-Links, die wir aber immer als solche kennzeichnen) gibt es nicht. Da wollen wir uns auch nicht in eine Abhängigkeit oder zu große Nähe bringen, sondern neutral und unabhängig allgemeingültiges Grundlagenwissen vermitteln. Mit den Erkenntnissen sind die Teilnehmer dann gewappnet, weiterführende Themen besser zu begreifen und die Chancen und Risiken des eigenen Handelns besser (und vor der Investition) zu verstehen.

Wir hatten noch weitere Fragen an Hallo Krypto!, mussten aber aus Platzgründen das Interview in zwei Teile aufsplitten. Teil 2 kommt am Montag, 13. Juli 2020 und behandelt die Zukunft des Geldes, wie Deutschland endlich aufholen kann in Sachen Krypto und vieles mehr. Vormerken und nicht verpassen!

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