JPMorgan verliert 2,5 Mio Dollar wegen Krypto-Kunden

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Die JPMorgan Chase Bank NA nennt sich selber unschuldig. Trotzdem bezahlt die Bank 2,5 Millionen USD Strafe wegen einer Sammelklage. Der Konflikt geht auf 2018 zurück. Damals  berechnete JPMorgan  Kryptowährungs-Käufe mit Chase-Kreditkarten zu hoch. Die Käufe wurden als Bargeldvorschüsse behandelt, was zu höheren Gebühren führte.



Die (Sammel-)Kläger sagten, dass sie 95% der zu unrecht bezahlten Gebühren erhalten. JPMorgan zahlt, bleibt aber dabei, dass sie nichts falsch gemacht haben. Die Investmentbank zahlt nach eigenen Angaben 2,5 Millionen USD, um sich außergerichtlich zu einigen.

Falsche Buchführung

Einer der Kläger, Brady Tucker, sagt, JP Morgan habe gegen das Gesetz über die Korrektheit in der Kreditvergabe verstoßen. Die Bank habe die Kunden nicht darüber informiert, dass Kryptowährungs-Käufe als Bargeldvorschüsse behandelt würden. In seiner Beschwerde erklärte Tucker, dass die Bank ihm Gebühren und Zinsen in Höhe von mehr als 160 USD für den regelmäßigen Kauf von Kryptowährungen bei Coinbase mit seiner Kreditkarte berechnet habe. Eine Rückerstattung der Gebühren habe die Bank abgelehnt.



Als die Klage eingereicht wurde, war JPMorgan der Kryptowährung feindlich gesinnt. CEO Jamie Dimon nannte Bitcoin “einen Betrug“. Er gab aber später gegenüber CNBC zu, dass er dies bereue.

JPMorgan hat seit seiner anfänglichen Haltung zu Bitcoin einen langen Weg zurückgelegt. Die Bank hat sogar eine eigene Kryptowährung namens „JPM Coin“ erschaffen. Eine „digitale Münze, die für sofortige Zahlungen mithilfe der Blockchain-Technologie entwickelt wurde“, beschreibt die Website. Beim JPMorgan Coin handelt es sich folglich um einen Stablecoin für Business zu Business Transaktionen.

Wie steht JPMorgan zu Kryptowährungen?

JPMorgan war historisch negativ in Bezug auf Bitcoin. Im vergangenen Jahr sagten Analysten der Investmentbank, Bitcoin habe seinen inneren Wert überschritten, nachdem der Preis über die Grenzkosten gestiegen war. Anfang dieses Jahres waren Analysten von JP Morgan der Ansicht, dass Bitcoin einige Abwärtsrisiken aufweist, wie Bloomberg berichtet.

Noch im September 2017 sagte der Geschäftsführer Jamie Dimon, er werde alle Mitarbeiter entlassen, die beim Handel mit BTC erwischt wurden. Diese  dies sowohl dumm als auch gegen die Unternehmensregeln sei.

Der neue Bericht von JPMorgan und die Veränderung der Bitcoin-Stimmung kommen, nachdem die Bank die Krypto-Börsen Coinbase und Gemini als Kunden eingebunden hat. Das stellt ein Ende der Anti-Krypto-Ära dar.

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Manfred interessiert sich schon seit einigen Jahren für den Krypto-Raum und setzt seine intensive Erfahrung im journalistischen Bereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten um.

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