Kevin Warsh leitet erste Fed-Sitzung: Worauf Krypto-Händler jetzt achten sollten

  • Unveränderte Zinsen erwartet, aber Dot Plot könnte Zinserhöhungen anzeigen: Schlechte Nachrichten für Bitcoin
  • Warsh hat sein Krypto-Portfolio im Wert von 100 Millionen USD verkauft: Seine persönlichen Ansichten sind nicht mehr relevant.
  • Sein neuer Kommunikationsstil könnte die Volatilität auslösen, die die Fed normalerweise zu beruhigen versucht.
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Kevin Warsh leitet am 16. Juni zum ersten Mal eine Sitzung der Federal Reserve, und für Krypto-Trader geht es um viel. Der neue Fed-Vorsitzende ist bei Inflation streng, besitzt persönlich keine Krypto mehr und will sich klarer und knapper ausdrücken als sein Vorgänger.

Warsh hat Jerome Powell im Mai abgelöst. Seine Finanzberichte zeigten mehr als 20 Investitionen in Krypto-Projekte, darunter Solana, Compound, dYdX und eine Beteiligung am Bitcoin-Zahlungs-Start-Up Flashnet. Nach den Ethikregeln der Federal Reserve hat er alle diese Anlagen verkauft, bevor er das Amt übernommen hat.

Der Dot-Plot und das Risiko einer Zinserhöhung

Die Märkte erwarten fast sicher, dass der Zins am 17. Juni bei 3,50% bis 3,75% bleibt. Doch das wichtigste Signal kommt vom aktualisierten Summary of Economic Projections, dem Dot-Plot. Im Mai lag die Inflationsrate (CPI) bei 4,2%, da die Energiepreise durch den Iran-Konflikt und Probleme in der Straße von Hormus stark gestiegen sind. Diese Faktoren sind für den Großteil des monatlichen Anstiegs verantwortlich.

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Wenn im Dot-Plot steht, dass die Fed-Führung eine Zinserhöhung einplant anstatt einer Senkung, dann hat Bitcoin ein bekanntes Problem: Weniger Liquidität drängt Trader weg von Risiko-Assets. In den Prognosemärkten liegt die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung im Jahr 2026 bei 50% bis 65% und der Dot-Plot kann dies direkt verändern.

Warsh will weniger sprechen

Warsh kritisiert seit Langem, dass die Fed zu viel erklärt. Eine Analyse von Charles Schwab über seine Haltung betont, dass er zu ausführliche Hinweise als Risiko für die Glaubwürdigkeit und nicht als Hilfe für die Märkte sieht. Seine erste Pressekonferenz nach der Sitzung wird vermutlich kürzer sein, weniger konkrete Hinweise geben und deutlich zurückhaltender auftreten als die von Powell.

Die Kryptomärkte reagieren deutlich auf Fed-Signale, und wenn dieses feste Signal fehlt, steigt meistens die Volatilität. Das übliche Zeichen der Fed, dass die nächste Entscheidung eher eine Zinssenkung als eine Anhebung ist – genannt „easing bias“ –, könnte schon im ersten Statement verschwinden. Fehlt dieses Zeichen, sehen die Märkte das als streng und restriktiv an.

Das Krypto-Paradox

Warsh hat vor seinem Amtsantritt alle digitalen Vermögenswerte verkauft. Bloomberg bestätigt dies durch eine Bescheinigung der Ethikkommission. Der als krypto-erfahrener Fed-Chef erwartete Warsh ist daher durch die klassischen Vorgaben und strenge Ethikregeln eingeschränkt.

Entscheidend für die Branche ist, ob seine Haltung – gegen eine CBDC, aber offen für Gesetze zu Stablecoins – auch zu neuen Regeln führt. Die größte Unterstützung für Krypto könnte also nicht durch sinkende Zinsen kommen, sondern durch klare Regeln für Stablecoins und die Erlaubnis für Banken, tokenisierte Vermögenswerte herauszugeben.

Warshs erste Pressekonferenz am 17. Juni ist der Test: Wenn er signalisiert, dass die Zinsen länger hoch bleiben, werden das die Kryptomärkte sofort spüren.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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