Krypto-Person der Woche: Jihan Wu

Artikel teilen

In dieser Kolumne geht es Woche für Woche um Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, die sich im Kryptoversum durch besonders interessante Ansichten oder Aktionen hervorgetan haben.



Meine Krypto-Person der Woche ist Jihan Wu. Jihan Wu ist ein chinesischer Milliardär und vor allem als Mitgründer von Bitmain bekannt. Er hat einen Doppelabschluss in Wirtschaft und Psychologie von der Peking University. Im Jahr 2013 gründete er mit Micree Zhan das weltweit größte Computerchip-Unternehmen für das Mining der ältesten Kryptowährung Bitcoin.

Finanziell dürfte sich das Unterfangen gelohnt haben, denn das Unternehmen machte im Jahr 2017 einen Umsatz von 2,5 Milliarden USD. Diese Zahl dürfte im Jahr 2020 noch wesentlich höher liegen. Allerdings ist nicht klar, was passiert, wenn es keine BTC Coins mehr gibt, die geschöpft werden könnten.



Jihan Wu: Bitcoin Cash-Unterstützer

Jihan Wu ist nicht nur vom BTC-Mining begeistert, sondern zeigte sich auch im Jahr 2017 äußerst begeistert von der Hard Fork, aus der Bitcoin Cash hervorging.

Forbes kürte Wu übrigens zum fünf jüngsten Milliardär in Asien. Seinen Reichtum hat er nicht allein dem Unternehmen Bitmain zu verdanken, sondern auch teilweise dem Krypto-Finanzdienstleistungs-Startups namens Matrixport. Wu war einer der Mitbegründer von Matrixport im Februar 2019. Bei Matrixport handelt es sich um ein Finanzdienstleistungsunternehmen für Kryptowährungen. Um Chinas Verbot des Kryptowährungshandels zu umgehen, hat das Unternehmen seinen Sitz in Singapur.

Ein bisschen Kleingeld dürfte auch von der Idee stammen im Jahr 2011 in Bitcoin investiert zu haben. Im Mai 2011 sammelte Wu 100.000 Yuan von Familie und Freunden ein und kaufte rund 900 Bitcoins. Laut der untenstehenden Grafik von buybitcoinworldwide betrug der Preis für einen Bitcoin am 15. Mai 2011 6,99 USD. Nun können wir uns ausrechnen, welchen Gewinn Wu bei dem aktuellen Run auf das neue Allzeithoch gemach hat…

https://www.buybitcoinworldwide.com/price/

Bitcoiner der ersten Stunde?

Zugegeben, Wu hatte den richtigen Riecher, was die „Early Adoption“ und das frühe Investment in Bitcoin anging. Allerdings ging der Milliardär noch ein wenig weiter und gründete kurz nach seinem Investment Babite, Chinas erste Bitcoin-Community-Site. Gleichzeitig übersetzte er als erster das Bitcoin Whitepaper ins Chinesische.

Seine Leidenschaft für die Kryptowährung und seine Expertise im fachlichen Bereich fusionierte Wu dann eben in Bitmain. Bitmain brachte im November 2013 den Antminer S1 raus. Zunächst sah alles nach einem großen Erfolg aus – rein verkaufstechnisch ist es das auch immer noch – allerdings gab es in der Führungsebene durchaus Kontroversen.

Im Jahr 2019 trat Wu als Co-CEO von Bitmain zurück, nachdem sein ehemaliger Geschäftspartner die Büroräume in Peking bewaffnet stürmen lies. Was genau im Hintergrund zwischen den beiden Big Playern passiert ist, ist unklar.

Mal sehen, wer in sieben Tagen auf den Thron der Krypto-Person der Woche klettert…

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Share Article

Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

MEHR ÜBER DEN AUTOR