“Kundengelder sind sicher”, sagt Crypto.com in Bezug auf die Pleite der Wirecard AG

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Am 25. Juni meldeten mehrere Medien, dass die Wirecard AG ein Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht in München stellen will. Crypto.com reagierte schnell und stellte klar, dass die Kundengelder sicher seien.



Crypto.com wurde durch die Financial Conduct Authority (FCA) aus Großbritannien aufgefordert, alle Aktivitäten bzgl. des Kartenprogramms mit der Wirecard AG einzustellen. Das gab Crypto.com am 26. Juni bekannt. Hintergrund ist die Ankündigung von Wirecard selbst, dass ein Insolvenzverfahren beantragt werden soll. Das Desaster um 1,9 Mrd. EUR bedeutet für das Unternehmen wohl das aus. Die Kundengelder bei Crypto.com sollen jedoch sicher sein.

Wirecard meldet Insolvenz an

Ein Loch von 1,9 Mrd. EUR verhinderte den Jahresbericht 2019 bei der Wirecard AG. Zunächst konnte die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus München keine “ausreichenden Prüfungsnachweise” für 1,9 Mrd. EUR auf Treuhandkonten finden. Der Jahresbericht 2019 musste verschoben werden, die Aktie brach um 66 % ein. Die Frist zur Veröffentlichung der Jahreszahlen von Wirecard verstrich am 19. Juni, also nur einen Tag später. Der CEO trat zurück, ein anderes Vorstandsmitglied wurde suspendiert. Am 22. Juni dann brach die Aktie weiter ein, von ehemals 104.500 auf zeitweise nur noch 15.688.



“Der Vorstand der Wirecard AG hat entschieden, für die Wirecard AG beim zuständigen Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung zu stellen.”

Am 25. Juni meldeten dann mehrere Medien, dass das DAX-Unternehmen ein Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht in München beantragen möchte. Das bedeutet das Aus für Wirecard. Die Wirecard-Töchter gestellt sind vorerst noch nicht betroffen, allerdings laufen Prüfungen um herauszufinden, ob auch hier entsprechende Insolvenzanträge erfolgen müssen. Die Wirecard-Aktie gab daraufhin erneut massiv nach und stürzte auf bis zu 2,50 Euro ab. Der Wertverlust betrug mehr als 90 Prozent seit Beginn der Katastrophe.

Crypto.com reagiert schnell und bringt Kundengelder in (Krypto-)Sicherheit

Unterdessen scheint die Financial Conduct Authority (FCA) aus Großbritannien schnell zu reagieren. Wie Crypto.com am 26. Juni berichtete, forderte die FCA dazu auf alle Aktivitäten bzgl. des Kartenprogramms mit der Wirecard AG einzustellen. Da kam natürlich schnell die Frage nach den betroffenen Kundengeldern auf. Wie Crypto.com erklärte, seien die Kundengelder aber sicher:

“Unsere Kunden in diesen beiden Regionen (Großbritannien und EU) werden nciht in der Lage sein Gelder zu ihren Karten zu transferieren oder Transaktionen zu tätigen. Die Gelder unserer Kunden sind aber sicher. Unser Team arbeitet daran, die Gelder zu den jeweiligen Krypto-Wallets […] umzuleiten.”

Weiterhin kündigte Crypto.com an, dass das Kartenprogramm zu einem neuen Anbieter verlegt werden soll. So sollen die Kunden aus Großbritannien und Europa auch in Zukunft wieder in den Genuss von Kreditkarten kommen.

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