Lagarde: Einführung des digitalen Euros könnte 4 Jahre dauern

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IN KÜRZE
  • Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, erwähnte, dass die Bank ihre eigene digitale Währung einführen könnte.

  • Das würde nicht unbedingt bedeuten, dass die EU das Bargeld und den Euro aufgeben würde.

  • In diesem Jahr könnte die Entscheidung, ob eine digitale Währung eingeführt werden soll oder nicht, gefällt werden.

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Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sagte, dass die Bank die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) in Erwägung zieht.



Die EZB wird bald einen Analysebericht zu diesem Thema veröffentlichen, nachdem sie zuvor mehr als über 8000 Kommentare in einer öffentlichen Befragung erhalten hat. Die Entscheidung, ob die Bank eine CBDC einführen wird oder nicht, könnte in den kommenden Monaten getroffen werden.

Selbst wenn die Bank einen digitalen Euro einführen würde, dann würde der Euro in der heutigen Form nicht aufhören zu existieren. Lagarde betonte, dass Bargeld nach wie vor Verfügbar sein wird.



Sie sagte:

Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Systeme kaputt machen, sondern das System an sich verbessern.

Entscheidung könnte in diesem Jahr fallen

Lagarde erwähnte, dass die Entscheidung, ob eine europäische CBDC (Central Bank digital Currency) herausgegeben wird oder nicht, theoretisch noch in diesem Jahr fallen könnte. Die Umsetzung würde allerdings noch viel mehr Zeit in Anspruch nehmen. Selbst wenn die Entscheidungsträger grünes Licht geben, würden wahrscheinlich noch mindestens vier Jahre bis zur Einführung vergehen.

Lagarde äußerte sich dazu wie folgt: 

Der ganze Prozess – lassen Sie uns realistisch sein – wird meiner Meinung nach noch vier Jahre dauern, vielleicht auch etwas länger.   

Die EZB wird den Analysebericht an das Europäische Parlament übergeben. Danach wird der Bericht nochmal vom EZB-Rat geprüft. Alleine dieser Prozess könnte ein Jahr lang dauern. Lagarde hat wahrscheinlich unter anderem deshalb einen Zeitraum von vier Jahren angegeben und die weitere detaillierte Angaben vermieden.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Lagarde beobachtet den Sand Dollar

Lagarde erwähnte außerdem, dass sie die Einführung der Sand-Dollar-Währung auf den Bahamas genau beobachten wird.

Der Sand Dollar ist eine nicht-dezentralisierte, digitale Währung (CBDC). Die Zentralbank der Bahamas hat die Kontrolle über die Geldmenge, da sie die Zahl der Sand Dollar, die in den Wirtschaftskreislauf kommen, festlegt.

Allerdings bedeutet die Tatsache, dass Lagarde die Entwicklung des Sand Dollars beobachtet, nicht zwangsläufig, dass die EZB auch eine solche digitale Währung einführen wird.

Die Sand-Dollar werden in von der Zentralbank genehmigten elektronischen Wallets gelagert, die möglicherweise sogar offline verwendet werden können. Das ist ein Aspekt, den sich die EZB wohl genauer ansehen möchte, insbesondere wenn sie wirklich eine eigene CBDC auf den Markt bringen möchte.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Übersetzt von Maximilian M.

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