LUNA-Preise im freien Fall: Terra Mitbegründer enthüllt Wiederaufbauplan

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IN KÜRZE
  • Der Mitbegründer von Terraform Labs hat den langerwarteten Wiederaufbauplan zur Rettung des UST-Debakels vorgestellt.

  • Das Unternehmen hat bekanntgegeben, dass es seinen Mechanismus nun anpassen will.

  • Die Community setzt sich dafür ein, die Minting-Kapazität des Ökosystems auf 1,2 Mrd USD zu erhöhen.

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Do Kwon, Mitbegründer von Terraform Labs – das Unternehmen, das sowohl TerraUSD (UST) als auch Terra (LUNA) stützt – veröffentlichte am 11. Mai in einem ausführlichen Twitter Thread den lang erwarteten Wiederaufbauplan.

Nachdem er für fast einen halben Tag geschwiegen hatte, erklärte Kwon nun: “Zunächst ist der einzige Weg nach vorne, die Menge an Stablecoin, die herausgezogen wird, abzufangen, bevor $UST mit dem Repeg beginnen kann. Daran geht kein Weg vorbei.”

De-Peg-Debakel schickt LUNA-Wert auf Talfahrt

Zu Beginn der Woche löste sich der algorithmische Stablecoin TerraUSD (UST) von seiner Dollar-Anbindung. Das Debakel, das den Verbrenn- und Mint-Mechanismus des Ökosystems aus dem Gleichgewicht brachte, vernichtete über 90 % des Wertes von LUNA.

Der Mitbegründer erklärte, dass der Preisstabilisierungsmechanismus zwar mehr als 10 % der gesamten UST-Menge absorbiert, die Geschwindigkeit dieser Absorption die On-Chain-Swap-Spanne allerdings auf 40 % ausgedehnt hat. Zum Zeitpunkt des Schreibens fiel der LUNA-Preis durch diesen Druck auf 0,36 US-Dollar, während der UST weiterhin ohne US-Dollar-Anbindung bei 0,69 US-Dollar auf CoinGecko bleibt.

Als Teil der “Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung des Pegging-Mechanismus, um die Menge zu absorbieren”, unterstütze Kwon den Vorschlag der Community, die Minting-Kapazität des Ökosystems auf 1,2 Milliarden US-Dollar zu erweitern. Der Vorschlag will das Problem, dass große Mengen UST ausgezahlt werden gegen einen langsamen UST-Verbrennmechanismus, lösen.

Laut den Informationen im Terra Research Forum, “erhöht sich durch den Vorschlag der BasePool von 50 Millionen SDR auf 100 Millionen SDR und der PoolRecoveryBlock reduziert sich von 36 Blocks auf 18 Blocks. Dadurch steigt die Minting-Kapazität von 293 Millionen US-Dollar auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar.”

Kwon prognostiziert: “Angesichts der aktuellen On-Chain Spreads, dem Peg-Druck und der UST-Verbrennungsrate, dürfte der Angebotsüberhang an UST (d. h. der Forderungsausfall) weiter abnehmen, bis die Parität erreicht ist und die Spreads zu heilen beginnen.”

Aktuell wird der Wiederaufbauplan zur Anpassung des UST-Angebots umgesetzt. Gleichzeitig hat die Auszahlung der Liquidität von TFL in den vergangenen Tagen bereits zu einem breiteren Zusammenbruch des Kryptomarktes geführt.

Besicherter Mechanismus statt algorithmischer Stabilität

Das Unternehmen hat nun bekannt gegeben, dass es seinen Mechanismus so anpassen wird, dass er besichert ist. Ein “besicherter Stablecoin” wird durch zusätzliche Rücklagen gesichert, ähnlich wie der Mechanismus, den die Stablecoins USDC und USDT verfolgen.

Medienberichte hatten zuvor unter Berufung auf Quellen bereits bestätigt, dass die in Singapur ansässige LFG mehr als 1 Milliarde US-Dollar aufbringen will, um den UST-Stablecoin zu besichern, anstatt einen algorithmischen Mechanismus zu verwenden. Währenddessen bleibt Kwon weiterhin optimistisch, was die Zukunft von Terra betrifft. In seinem Statement merkte er an: “Terras Rückkehr zu alter Form wird ein unvergesslicher Anblick sein.”

Trotz der Zuversicht berichtete Bloomberg, dass das Projekt schon jetzt Probleme hat, die Unterstützung seiner Investoren zurückzugewinnen.

Quellen gegenüber dem Medienunternehmen bestätigen, dass unter anderem Alameda Research, Celsius, Galaxy Digital Holdings Ltd., Jane Street, Jump Crypto und Nexo Teil der Debatte sind. Es wird berichtet, dass potenziellen Investoren vergünstigte Preise für den Kauf von Token angeboten werden.

Wie die Zukunft von LUNA und UST aussieht, wird sich in den kommenden Tagen langsam zeigen. Berichten zufolge könnte dies nicht das erste Stablecoin-Fiasko für Do Kwon sein. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht von CoinDesk behauptet Kwon, einer der pseudonymen Mitbegründer hinter Basis Cash gewesen zu sein. Basis Cash war ein dezentraler algorithmischer Stablecoin, der gescheitert ist.

Be[In]Crypto konnte diese Behauptung nicht unabhängig verifizieren.

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Shraddha ist eine in Indien ansässige Journalistin, die im Bereich Wirtschafts- und Finanznachrichten gearbeitet hat, bevor sie in den Kryptobereich eintauchte. Als Investment-Enthusiastin hat sie auch ein großes Interesse daran, Kryptowährungen vom Standpunkt der persönlichen Finanzen aus zu verstehen.

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