Mattias Tengblad: „Die Musikindustrie wird von einigen wenigen Großkonzernen geleitet, das sollten wir ändern“

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IN KÜRZE
  • „Unsere Aufgabe bei Corite ist es, die wachsende Zahl unabhängiger Künstler bei der Finanzierung und Förderung ihrer Projekte zu unterstützen.“

  • „Eine faire und transparente Verteilung des Wertes, neue Monetarisierungsmöglichkeiten und neue Wege der Messung und Belohnung von Talent sind die Komponenten, die die CO-Plattform liefern wird.“

  • „Wir werden Zeuge eines tiefgreifenden, nachhaltigen Wandels in der Art und Weise, wie Künstler Musik gemeinsam mit ihren engagiertesten Fans produzieren und vertreiben, anstatt altmodische Plattenverträge abzuschließen.“

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Mattias Tengblad ist CEO von Corite.org, einem Blockchain-basierten digitalen Musikvertrieb mit einem einzigartigen Equity-Crowdfunding-Modell und Play-to-Earn-Konzept. Tengblad arbeitete in den letzten 20 Jahren im Bereich Telekommunikation, Gaming, Musik und Medien. Mit BeInCrypto hat Mattias Tengblad über die Blockchain Adoption in der Musikbranche gesprochen.

Mattias Tengblad erklärt, wie er in das Krypto-Rabbit Hole gefallen ist: „Mein Mitbegründer Emil und ich sind echte Musikliebhaber. Wir haben fünf aufregende Jahre zusammen bei Universal Music verbracht, als Spotify an den Start ging. Seitdem ist die Musikindustrie gewachsen, und der Wettbewerb unter Millionen von Künstlern ist hart.“

Entsprechend gründeten die beiden Corite, um mit der Blockchain einen neuen Lösungsansatz in die Musikbranche zu bringen.

„Unsere Aufgabe bei Corite ist es, die wachsende Zahl unabhängiger Künstler bei der Finanzierung und Förderung ihrer Projekte zu unterstützen, indem wir auf die Unterstützung ihrer Community zurückgreifen, um den Lärm von 60.000 Songs, die täglich auf Spotify und anderen digitalen Anbietern veröffentlicht werden, zu durchbrechen.“

Das Fan-Funding-Modell – die Zukunft der Blockchain-basierten Musikbranche?

Mattias Tengblad erklärt, was es mit dem Fan-Funding Modell von Corite auf sich hat:

„Seit Ende 2019 betreiben wir erfolgreich unsere Fiat-Plattform, Corite.com. Künstler wie Danny Saucedo haben den gleichen Betrag eingesammelt, den sie von einem Major-Label als Vorschuss bekommen würden – und alles, was sie dafür brauchten, waren 48 Stunden und ein paar Posts auf ihren sozialen Medien. Wir wissen, dass unser Fan-Funding-Modell funktioniert, dass es nachhaltig und wettbewerbsfähig ist. Die letzten zwei Jahre haben uns viele wichtige Erkenntnisse gebracht, die wir nun in die Welt der Blockchain einbringen können.“

Um diese Projekte in die Tat umzusetzen, setzt Mattias Tengblad auf ein Team mit einer einzigartigen Mischung aus Musik- und Blockchain-Erfahrung.

NFTs und die Blockchain-Technologie explodieren in der Musikindustrie, während wir hier sprechen. Mit unserem einzigartigen Produkt, unserer globalen Community und unseren starken Finanzen haben wir alle Trümpfe in der Hand. Bis 2022 werden wir skalieren, um Künstlern und Fans auf der ganzen Welt zu helfen, ihre Kräfte zu bündeln und ihre Fan-Power maximal zu nutzen. Die Nutzung der Blockchain und aller damit verbundenen Möglichkeiten wird Künstlern und Fans noch mehr Möglichkeiten eröffnen.“

Die kleinen Blockchain-Projekte gegen die etablierten Riesen

Noch sehen wir keine Massenadoption, wenn es um Blockchain-basierte Musikunternehmen geht. Mattias Tengblad geht davon aus, dass der Schlüssel zur Massenadoption die Blockchain-Technologie ist:

„Sie schafft ein perfektes Umfeld für die Entwicklung eines von der Community betriebenen Musikprojekts, das von Künstlern geführt und von Fans unterstützt wird.“

Dennoch haben die meisten Künstler und Fans den Kryptoraum noch nicht betreten, also brauchen wir noch Brücken, die den traditionellen Musikraum mit dem Blockchain-Raum verbinden. Corite hilft Künstlern dabei, ihre Musik auf allen wichtigen Diensten wie Spotify, YouTube, TikTok usw. zu verbreiten. Heute müssen Künstler immer noch Fiat und ein Element der Zentralisierung verwenden, um Einnahmen von diesen Plattformen zu erhalten.

Ferner merkt Mattias Tengblad an, dass der traditionelle Musikmarkt nicht mehr in der Lage sei, die wachsende Zahl unabhängiger professioneller Künstler zu unterstützen.

„Obwohl es den traditionellen Musikmarkt schon seit Jahrzehnten gibt, kämpft die Branche heute damit, sich an die moderne Zeit anzupassen. Die Branche steht vor großen Herausforderungen, da aufstrebende Künstler Finanzierung und Marketingunterstützung benötigen, um sich aus dem Lärm herauszuheben. Neue innovative Lösungen und Dienstleistungen von Drittanbietern werden benötigt, um den Künstlern zu helfen, sich in diesem übersättigten Markt abzuheben, aber in letzter Zeit haben wir aufgrund der aktuellen Blockchain-Explosion verstärkte Aktivitäten in diesem Bereich gesehen.“

Des Weiteren legt Mattias Tengblad seinen Fokus auf die NFTs. Diese sollen es Künstlern mit einer kleinen Fangemeinde ermöglichen, Einnahmen zu generieren und sich von zentralisierten Instanzen zu lösen.

„Einer der populärsten Künstler, der in die NFT-Szene einsteigt, ist Mike Shinoda, der über NFTs, die an seine letzten Veröffentlichungen gekoppelt sind, Zehn-, wenn nicht Hunderttausende von Dollar verdient hat. Shinoda rät Künstlern, diese digitalen Angebote neben ihren traditionelleren Methoden zu nutzen.“

Die Macht der NFTs: Wie könnte Fan-Engagement via NFTs aussehen?

Die Technologie der NFTs erzählt in immer mehr Wirtschaftsbereichen Einzug. Während wir Modehäuser ihre Produkte als NFT ins Metaverse bringen, könnten auch die Musikfans von den Nicht-Fungiblen Token profitieren, so Tengblad:

„Dennoch sollte man bedenken, dass das NFT-Musikerlebnis erst noch einen relativen Wert entwickeln muss. Wenn Fans in ein NFT investieren, sollen sie dann das Eigentum an einem Song erwerben oder nur für ein Erlebnis bezahlen? Es ist schwer, eine Grenze zu ziehen zwischen dem legitimen Wert für die Fans und den Urhebern, die ihre Arbeit aufpreisen, um mehr zu verdienen. Natürlich werden sich diese Fragen mit der Zeit von selbst lösen.“

Laut Tengblad gibt es unbegrenzte Möglichkeiten für Tokenisierung, aber es ist am einfachsten, Musik-Non-Fungibles in drei Arten zu unterteilen: digitale Musikkunst, Fan-Engagement und Fan-Funding-NFTs.

„Digitale Musikkunst kann alles sein, von virtuellem Merchandise wie Postern oder Autogrammen bis hin zu einmaligen Aufnahmen oder Erinnerungsstücken – wie Whitney Houstons Demos. Diese Gegenstände sollen die Fans dazu anregen, in ihre Lieblingskünstler zu investieren. Außerdem bringen diese NFTs die Zusammenarbeit zwischen Musik- und Digitalkünstlern auf eine neue Ebene, indem sie den Sound mit aussagekräftigen visuellen Elementen aufpeppen und ein intensiveres Fanerlebnis schaffen.“

Fanfinanzierungs-NFTs ermöglichen es den Fans, vom Erfolg ihres Idols zu profitieren.

„Das Fan-Funding-Modell von Corite beispielsweise ermöglicht es Künstlern, ihre Fans aufzufordern, ihre nächste Veröffentlichung durch Spendenaktionen aktiv zu unterstützen. Nachdem ein Song oder ein Album veröffentlicht wurde, gehen die Einnahmen an die Fans zurück, die über ihre NFT-Beteiligungen verfolgt werden. Auf diese Weise können Künstler einen fairen Anteil an den Tantiemen verdienen und gleichzeitig ihre Fans auf eine noch nie dagewesene Weise einbinden und belohnen.“

Letzten Endes soll dann das Play-to-Earn-Modell die Fan-Power freisetzen:

„Da der Erfolg ihres Idols ihr größtes Interesse ist, werden die Fans zum engagiertesten Marketingteam, das man sich vorstellen kann, und helfen dabei, die Musik zu promoten, die sie lieben.“

Der Wertetransfer macht auch vor der Musikbranche nicht Halt

Die Blockchain ist ein praktisches Tool, um Macht und Werte neu zu verteilen. Das ist in der Musikbranche nicht anders.

„Die Musikindustrie wird von einigen wenigen Großkonzernen geleitet, und unser Ziel ist es, dieses Modell in Frage zu stellen. Eine faire und transparente Verteilung des Wertes, neue Monetarisierungsmöglichkeiten und neue Wege der Messung und Belohnung von Talent sind die Komponenten, die die CO-Plattform liefern wird.“

Corite arbeitet mit $CO, einem Utility-Token. Nutzer können ihre $CO-Token auf der Plattform staken, um Belohnungen für ihre Beiträge zu erhalten und Funktionen freizuschalten.

„Insbesondere können $CO-Token-Inhaber an Fan-Funding-Kampagnen teilnehmen, in Musik investieren, Corite Original NFTs und VIP-Erlebnisse kaufen und handeln, Belohnungen für Beiträge zur Plattform verdienen, Künstler-Social-Token erstellen und an der Governance teilnehmen. Der Nutzen sorgt für eine stabile Nachfrage: So haben wir vor kurzem eine private Token-Verkaufsrunde abgeschlossen, bei der 6,2 Millionen US-Dollar eingenommen wurden.“

Um dies zu verwirklichen, setzt Corite auf die ChromaWay-Blockchain.  

Für die Zukunft hat sich Mattias Tengblad vorgenommen, die neue globale Generation unabhängiger Künstler zu unterstützen:

„Wir werden Zeuge eines tiefgreifenden, nachhaltigen Wandels in der Art und Weise, wie Künstler Musik gemeinsam mit ihren engagiertesten Fans produzieren und vertreiben, anstatt altmodische Plattenverträge abzuschließen. Corite ist heute in einer einzigartigen Position, um die Musikindustrie in die Musik/Web3-Welt zu führen – und das ist unser Ziel für die nächsten fünf Jahre.“

Danke, Mattias!

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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