Zuckerberg meldet sich nach drei Jahren auf X zurück: Ankündigung zu KI

  • Zuckerberg kehrt nach drei Jahren zu X zurück, stellt Muse Spark 1.1 vor
  • Die kostenpflichtige Meta Model API ist günstiger als Claude Sonnet 5 von Anthropic.
  • META-Aktie bleibt stabil, trotz starker KI-Monetarisierungs-Offensive
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Mark Zuckerberg hat am Donnerstag nach drei Jahren erstmals wieder auf X (Twitter) gepostet und Muse Spark 1.1 sowie die Meta Model API vorgestellt. Das ist die erste kostenpflichtige Plattform von Meta für externe Entwickler. Mit diesem Schritt tritt Meta in Konkurrenz zu OpenAI, Anthropic und Google.

Das Modell will vor allem beim Preis punkten. Meta setzt darauf, dass niedrigere Kosten Entwickler überzeugen und den Rivalen die Margen drücken. Trotzdem hat die META-Aktie kaum reagiert. Sie stieg nach der Nachricht nur um 2%.

META Aktienentwicklung
META Aktienentwicklung. Quelle: TradingView
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Was Muse Spark 1.1 kann

Muse Spark 1.1 ist, was die Branche ein agentenbasiertes Modell nennt. Es kann aktiv handeln statt nur Fragen zu beantworten. Das Modell kann Aufgaben planen, Software sowie Tools nutzen und einen Computer auf Desktop, Mobilgerät und im Browser bedienen.

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Das Modell bearbeitet zudem langwierige, mehrstufige Aufgaben. Es hält bis zu einer Million Token im Speicher, das ist etwa so viel wie ein kleines Buch. Muse Spark 1.1 kann Aufgaben an Hilfsagenten aufteilen, die gleichzeitig arbeiten.

Meta erklärt, dass das Modell gut Code schreibt und Fehler behebt. Es kann nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Videos lesen. Angeblich bewältigt das Modell langfristige, multimodale Aufgaben. Im Moment kann jeder es im „Thinking”-Modus der Meta AI-App und auf meta.ai testen.

Muse Spark 1.1 im Vergleich zu anderen KI-Modellen
Muse Spark 1.1 im Vergleich zu anderen KI-Modellen. Quelle: Zuckerberg auf X
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„Muse Spark 1.1 ist am stärksten bei agentenbasierten Aufgaben, Werkzeugnutzung und Computeranwendungen”, schrieb Zuckerberg auf X.

Preiskampf um agentenbasierte Modelle

Der Preis ist Metas zentrales Argument. Das Unternehmen verlangt 1,25 USD pro einer Million Input-Token und 4,25 USD für eine Million Output-Token. Damit unterbietet Meta den Preis von Anhtropics Claude Sonnet 5, der mit 3 USD beziehungsweise 15 USD gelistet ist. Muse Spark 1.1 liegt damit nahe am günstigsten Modell, Claude Haiku 4.5.

Zuckerberg bewertete den Schritt als direkten Angriff auf die Margen der Konkurrenz.

„Die Preise einiger anderer Labore sind sehr extrem und die Margen sehr hoch. Wir glauben, dass es eine reale Möglichkeit gibt, führende oder sehr fortschrittliche Intelligenz zu deutlich geringeren Kosten anzubieten”, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Zuckerberg.

Meta bleibt damit nicht allein. Elon Musks SpaceXAI hat zusammen mit dem Coding-Start-Up Cursor am selben Tag Grok 4.5 für die Öffentlichkeit gestartet.

Auch Grok 4.5 ist ein günstiges agentenbasiertes Modell. Es kostet 2 USD pro einer Million Input-Token, doch Meta unterbietet mit 1,25 USD sogar diesen Preis. Musk bemerkte die Gemeinsamkeit und antwortete mit „Jinx” und später „Gleichzeitig” auf die Berichte über beide Starts.

Die am Donnerstag vorgestellte Meta Model API erlaubt es erstmals, Muse Spark 1.1 direkt in eigene Apps von externen Entwicklern einzubinden. Neue Nutzer erhalten vor dem Start 20 USD Startguthaben.

Das ist ein deutlicher Kurswechsel im Vergleich zu den Llama-Modellen mit offenem Zugang, die Meta verschenkt hat, um Marktanteile zu gewinnen. Muse Spark 1.1 basiert auf einem fortschrittlichen Modell, das Meta im April über seine Superintelligence Labs veröffentlichte. Diese Einheit entstand nach dem 14,3 Milliarden USD Scale AI-Deal im vergangenen Jahr, bei dem der neue AI-Chef Alexandr Wang an Bord kam.

Replit und Cline sind die ersten Partner aus dem Bereich Code-Plattformen.

Warum die META-Aktie kaum reagierte

Die Aktie schwankte am Donnerstag um fast 2%, blieb nach einem kurzen Anstieg in Richtung 607 USD jedoch in etwa unverändert. Zum Zeitpunkt des Artikels lag der Kurs bei 614,61 USD. Diese Entwicklung hängt wohl damit zusammen, dass Investoren bereits viele große KI-Ankündigungen gehört haben und weiterhin auf Einnahmen achten.

META Aktienentwicklung
META Aktienentwicklung. Quelle: Yahoo Finance

Meta hat das Investitionsbudget für das Jahr 2026 im April auf bis zu 145 Milliarden USD erhöht, also fast doppelt so viel wie die 72 Milliarden USD, die im Jahr 2025 ausgegeben wurden. Nach dieser neuen Prognose sank die Aktie um mehr als 6%.

Diese Belastung ist jedoch nicht neu. Meta hat in diesem Jahr etwa 8.000 Arbeitsplätze gestrichen, um die Entwicklung von KI zu finanzieren. Einige große Investoren sind zudem zu Google gewechselt.

Der Verkauf von Zugängen zu KI-Modellen verschafft Meta eine zusätzliche Einnahmequelle neben der Werbung, die mit den KI-Datenzentren verbunden ist, die Meta derzeit schnell ausbaut. Bisher macht dieser Bereich allerdings nur einen kleinen Teil der Einnahmen aus.

Die Reaktionen zeigen, dass an der Wall Street nicht nur auf Kennzahlen geachtet wird. Die eigentliche Bewährungsprobe wird in den nächsten Wochen sein, ob Entwickler die niedrigeren Preise von Meta den Konkurrenzprodukten vorziehen.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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