Im Jahr 1988 konnte eine Sekretärin bei Dell durch Unternehmensaktien reich werden. Im Jahr 2026 ist die Aktie ungefähr 350% gestiegen, und fast das gesamte Geld geht an einen Mann.
Dieser Mann ist Michael Dell. Diese Woche hat er Jeff Bezos überholt und ist damit laut Forbes der drittreichste Mensch der Welt mit einem Vermögen von 276,5 Milliarden USD.
Nvidia baut die Köpfe: Dell baut die Gehäuse.
Nvidia stellt die Chips her, die künstliche Intelligenz (KI) antreiben. Dell baut diese Chips in Metallracks ein und verschickt sie.
Nvidia ist das deutlich bessere Unternehmen. Es erzielte im letzten Quartal 96,2 Milliarden USD Umsatz und behielt davon 75 Cent je Dollar. Dell berichtete über 47 Milliarden USD und behielt 21 Cent, obwohl der KI-Server-Umsatz sich verdoppelte.
Trotzdem ist Nvidia-Gründer Jensen Huang 189,1 Milliarden USD schwer. Er hat 87 Milliarden USD weniger als der Mann, der die Gehäuse baut.
Der Grund dafür ist einfach. Huang besitzt etwa 3% von Nvidia. Michael Dell besitzt ungefähr 40% von Dell. Investoren haben monatelang nach den Gewinnern außerhalb von Nvidia gesucht. Sie haben auf die falsche Zahl geschaut.
Der Deal: So waren alle anderen außen vor.
Er besitzt so viel, weil er sein Unternehmen zurückgekauft hat.
Im Februar 2013 leitete Dell den Schritt ein, die Firma von der Börse zu nehmen. Silver Lake half ihm bei der Finanzierung. Im Oktober bekamen die öffentlichen Aktionäre 13,88 USD je Aktie und wurden ausbezahlt.
Zwei Tage nach der Ankündigung veröffentlichte Texas Monthly einen Bericht über die frühere Entwicklung der Dell-Aktie. Es zählte rund 2.700 Mitarbeiter-Millionäre in Austin. Die Leute nannten sie Dellionaires. Auch Sekretärinnen wurden reich.
Diese Rallye läuft anders ab. Die Gewinne landen an nur einer Stelle.
Einige Analysten bezweifeln weiterhin, dass der Boom sich auszahlt. BeInCrypto stellte die Margenfrage schon vor den Ergebnissen, die diese Entwicklung einleiteten.
„Es wird zum Problem, wenn wir eigentlich gar nicht zum Ergebnis beitragen”, berichtet Fortune und beruft sich auf James Fish, Senior Analyst bei Piper Sandler.
Michael Dell liegt nun etwa 3 Milliarden USD vor Bezos. Am Montag kann sich das ändern. Es wird aber nie ändern, wer das Unternehmen besitzt.









