Neuer Fishiness Indikator fordert den Binance Derivatemarkt heraus

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • Fishiness Indikator soll Manipulationen bei Krypto-Börsen aufdecken

  • Der Indikator richtet sich speziell an den Derivatemarkt

  • 100 %-ige Zuverlässigkeit bietet der Indikator nicht

  • promo

    Weitere Nachrichten und Updates teilen wir in unserer Telegram Gruppe. Trete uns bei und erhalte täglich Handelsideen und Analysen zu Kryptowährungen!

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Ein neuartiger Indikator soll Tradern darüber Aufschluss geben, welche Krypto-Börsen Fairplay betreiben und welche nicht. Der Fishiness Indikator ist dabei im Derivatemarkt angesiedelt und teilt das angegebene Tradingvolumen der letzten 24h durch den Open Interest.



Der Derivatemarkt für Kryptowährungen wächst und wächst. Während vor einiger Zeit nur ein paar wenige Krypto-Börsen Derivate überhaupt angeboten hatten, gehören Futures und Optionen heute zum Krypto-Trading einfach dazu. Vor Manipulationen ist dieser Markt aber nicht geschützt und verschiedene Angaben von Krypto-Börsen zur Kundengewinnung sind eher leicht “aufzupolieren”. Beispielsweise das Tradingvolumen innerhalb der letzten 24 Stunden. Der Fishiness Indikator von Krypto-Trader und Analytiker John Brown soll nun für Trader Licht ins Dunkel bringen.

Manipulationen bei Krypto-Börsen auf der Spur

Wie BeInCrypto berichtete, sorgten die jüngsten Rankings bei CoinMarketCap für viele kontroverse Diskussionen in der Krypto-Community. Während Binance nach wie vor unangefochten auf Platz 1 der Krypto-Börsen steht, belegt die Exchange auch bei den Rankings der Derivate Platz 1 (BTC/USDT). John Brown, ein Krypto-Trader und Analytiker, bastelte unterdessen am sog. Fishiness Indikator. Dieser Indikator soll eigentlich gefälschte 24h-Tradingvolumen aufdecken, indem dieses Tradingvolumen durch den Open Interest (Summe aller offenen Positionen) geteilt wird:



Könnte dieser Indikator eventuell eine bessere Grundlage für ein Ranking der Krypto-Börsen im Derivatemarkt darstellen? Nun, John Brown behauptet das nicht. Im Gegenteil: Er gibt selbst an, dass der Indikator Schwächen hat:

“Der Fishiness Indikator nimmt an, dass Volumen einfach zu faken ist und Open Interest nicht. […] Open Interest kann aber manipuliert werden, entweder durch die direkte Angabe falscher Daten oder durch interne Trader, die Positionen eröffnen.”

Wie verlässlich ist der Fishiness Indikator?

Während Tradingvolumen per 24h relativ leicht zu manipulieren ist, braucht es schon etwas mehr um Open Interest zu manipulieren. Aber auch das geht! Demnach ist der Fishiness Indikator keine 100 % zuverlässige Quelle, um Krypto-Börsen mit Fakeangaben zu entdecken. Auch ist die Metrik, die der Fishiness Indikator ausspuckt, alles andere als unbekannt in traditionellen Derivatemärkten. Und genau mit dieser Metrik gibt es bei genauerer Betrachtung eventuell ein Problem:

Wie einige Twitter-User bereits kommentierten, gilt in traditionellen Derivatemärkten ein Wert von 2-10 als normal. Alles darunter oder darüber hingegen scheint unnormal. Während also Binance noch im Normalbereich liegt mit 8,19, sieht es für BitMEX, BTSE, FTX, Kraken, Deribit und Bitfinex nicht so gut aus. Nun, das kann an mehreren Faktoren liegen und muss nichts Schlimmes bedeuten! Ein Derivate-Trader auf Twitter erklärt dies so:

Am Ende kann sich jeder selbst seine eigene Meinung zu den verschiedenen Krypto-Börsen oder auch den Metriken der Rankings machen. John Brown leistete einen fairen Beitrag dazu, ein wenig mehr Licht ins Dunkel der scheinbaren Manipulationen zu bringen. Und das ist definitiv mehr, als Spekulationen auf Twitter bringen.

Share Article

MEHR ÜBER DEN AUTOR