Warschau bot eine der inhaltlich stärkeren Wochen auf dem diesjährigen europäischen Circuit. BeInCrypto war als offizieller Medienpartner vor Ort, mit unserem polnischen Redakteur Jakub Dziadkowiec, der die gesamte Veranstaltung begleitete, acht exklusive Interviews aufzeichnete, zweimal auf der Bühne stand und eine Konferenz dokumentierte, die der europäischen Blockchain-Szene in Erinnerung bleiben wird.
Institutioneller Fokus, engagierte Beteiligung
NBX 2026 überzeugte nicht durch Größe, sondern durch die Qualität der Diskussionen vor Ort. Die 116 Redner und 51 Aussteller verteilten sich deutlich auf drei Schwerpunkte: Leitende Angestellte von Handelsplattformen und institutionelle Investoren diskutierten über Marktstruktur und Regulierung, polnische Gesetzgeber und Personen des öffentlichen Lebens sprachen über digitale Zahlungen und finanzielle Infrastruktur in Europa, und Entwickler von Infrastruktur zeigten, wie Wachstum in einem regulierten Umfeld in der Praxis tatsächlich aussieht.
Die Veranstaltung fand eine gute Balance zwischen Nähe und Größe, sodass Besucher interessanten Kontakten mehrfach begegnen konnten, während die Dynamik eines vollen Konferenzsaals erhalten blieb.
Dauerbrenner-Themen im Fokus
Zwei Themen bestimmten die NBX 2026 so deutlich, dass man sie nicht übersehen konnte.
Das erste Thema war KI. Die NBX bot ein eigenes KI-Forum parallel zum Hauptprogramm, und das Thema war auch außerhalb des Programms präsent. Mehrere Stände zeigten interaktive Roboter, darunter autonome Maschinen mit vier Beinen, wie man sie bisher meist nur aus Forschungsprojekten kennt. Viele Besucher unterhielten sich mit ihnen, blieben stehen und wirkten manchmal auch leicht irritiert. Die Botschaft kam an.
Das zweite Thema war Compliance. Diskussionen rund um Regulierung verliefen bei Krypto-Konferenzen bislang oft entweder oberflächlich oder panisch. Bei der NBX wirkten sie sachlich und konstruktiv. Die anwesenden Institutionen warten nicht mehr ab, wie Regulierung ausgeht. Sie bauen darauf auf, und einige sind sogar daran beteiligt, die Regeln aktiv mitzugestalten.
Diese Verbindung, die Integration von KI und regulatorische Reife, fasst gut zusammen, wohin sich der Kryptobereich in Europa entwickelt. Die NBX hat das eindrucksvoll gezeigt.
BeInCrypto: Starke Präsenz auf der Bühne
Jakub begleitete die Veranstaltung nicht nur aus dem Hintergrund, sondern stand zweimal auf der Bühne.
Er hielt einen Vortrag mit Fragerunde zur Diversifikation von Krypto-Portfolios und zeigte auf, warum das Risiko durch zu starke Konzentration derzeit eines der meist unterschätzten Themen der Branche ist. Zudem übernahm er die Moderation einer der spannenderen Diskussionsrunden: „Wer besitzt den Markt: Handelsplattformen, Daten oder die Compliance-Ebene?” Eine Frage, auf die es je nach Sichtweise viele richtige Antworten gibt.
Beide Sessions spiegelten den allgemeinen Ton der Konferenz wider: ernst, konkret und ohne Themen erneut zu diskutieren, die in der Branche bereits ausreichend behandelt wurden.
Neben seinen Auftritten auf der Bühne führte Jakub acht Video-Interviews mit Führungskräften, Gründern und Investoren aus dem institutionellen Kryptobereich.
Zu den Interviewpartnern zählten:
- Georg Harer, Co-CEO bei Bybit EU. Das exklusive Interview finden Sie hier
- Suzanne Morsfield, CFO bei LUKKA
- Miko Matsumura, Managing Partner bei Gumi Cryptos Capital
- Mike Vitez, Mitgründer und CTO bei Saturnia Design
- Prinzessin Sophia Volkonsky, CEO von Castillia
- Sabina Liu, Managing Director bei KuCoin EU
- Milko Hensel, CEO bei Maerki Baumann and Co. AG
- Player1Taco, Krypto-Influencer und Trader
Was der Markt verriet: Signale vom Parkett
Die NBX fühlte sich nicht wie eine Veranstaltung für den Retail an. Das ist keine Kritik an der Anzahl der Besucher, sondern eine Beobachtung der Atmosphäre im Raum.
Die Gespräche zwischen den Sessions, an den Ständen oder beim Kaffee, kamen von Gründern, die noch immer trotz schwieriger Marktlage bauen, von Compliance-Beauftragten, die sich in einer immer schnelleren regulatorischen Umgebung orientieren müssen, und von institutionellen Vertretern, die Kryptowährungen nicht mehr am Rande, sondern als zentrales Thema betrachten.
Das große Ganze
Trotz der Marktlage und im Vergleich zu manchen anderen Veranstaltungen leicht geringerer Besucherzahl war die Next Block Expo sehr erfolgreich. Über 2.600 Teilnehmer kamen zusammen, darunter institutionelle Investoren, Gründer und Regulatoren, was für eine europäische lokale Konferenz ein sehr guter Wert ist. Dabei zeigte sich das wachsende institutionelle Interesse und die Reife des Krypto-Ökosystems.
Eine frühere Version dieser Branche lebte von Spekulation, Anonymität und der Hoffnung auf schnelle Gewinne über Nacht. Diese Variante gibt es immer noch im Internet, aber auf der NBX war sie nicht zu finden.
Wenn Sie planen, im nächsten Jahr teilzunehmen, ist die Messlatte hoch: Die Gespräche sind anspruchsvoll, das Publikum ist fachkundig und das Programm ist effizient gestaltet. Besuchen Sie NBX mit den richtigen Erwartungen, dann profitieren Sie davon.
Der vollständige Interviewbericht von NBX wird in Kürze auf den Plattformen von BeInCrypto veröffentlicht. Für weitere Berichte zur institutionellen Krypto-Landschaft in Europa besuchen Sie beincrypto.com.