Nvidia hat Berichten zufolge einigen seiner größten Kunden mitgeteilt, dass Server, die auf seinen KI-Chips basieren, teurer werden.
Laut Bloomberg steigen die Preise für Systeme, die Anfang nächsten Jahres ausgeliefert werden, um bis zu 15%. Die Höhe der Erhöhung hängt von der Chip-Generation und der jeweiligen Speicherausstattung ab.
Warum Speicherhersteller jetzt den Preis bestimmen
Bloomberg berichtet unter Berufung auf mit dem Prozess vertraute Personen, dass die Preiserhöhungen Systeme betreffen, die mit den Spitzenmodellen Vera Rubin und Grace Blackwell ausgestattet sind.
Serverhersteller, die Hardware für Betreiber von Rechenzentren wie Microsoft, Google von Alphabet und Oracle zusammenstellen, haben die Information weitergeleitet.
Nvidia-Beschleuniger sind davon abhängig, wie viel dynamischer Direktzugriffsspeicher (DRAM) mit ihnen kombiniert wird. Samsung, SK Hynix und Micron produzieren den Großteil des globalen Angebots.
Die Produktionsmenge ist gestiegen, dennoch ist die Nachfrage weiterhin höher. Diese Lücke hat die Preise für diese Komponenten deutlich steigen lassen und den drei Herstellern seltene Kontrolle über diesen Bereich verschafft.
Micron-Geschäftsführer Sanjay Mehrotra bezeichnet Speicher als die strategische Infrastruktur des KI-Zeitalters.
„Heute gibt es keine KI ohne Speicher. KI-Systeme benötigen mehr Speicher. Sie benötigen schnelleren Speicher. Sie benötigen sparsameren Speicher“, sagte er.
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Kosten steigen vor Nvidia-Geschäftszahlen
Nvidia erzielt eine Bruttomarge von 75% und verlangt zehntausende USD pro Chip. Die Entscheidung, die gestiegenen Kosten weiterzugeben statt selbst zu tragen, zeigt, wie knapp die Versorgungskette geworden ist. Auch Apple und Qualcomm haben wegen Chip-Knappheit bereits ihre Produktpreise angehoben.
Amazon, Microsoft, Google und Meta entwickeln eigene Chip-Programme. Trotzdem kaufen sie Nvidia-Hardware und konkurrieren weiterhin um denselben Speicherbestand.
Der Zeitpunkt ist entscheidend. Nvidia veröffentlicht am Mittwoch die Zahlen für das zweite Fiskalquartal nach einer sechs Sessions andauernden Verlustserie – die längste seit 2022 – wodurch der Aktienkurs am Freitag auf 214,7 USD fiel.
Investoren müssen nun abwägen, ob steigende Kosten für Vorprodukte die Margen gefährden oder als weiteres Zeichen für die hohe Nachfrage nach KI gelten.
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