OpenAI behauptet, das größte Problem der Mathematik gelöst zu haben: Mathematiker werfen der KI jedoch Plagiat vor

  • OpenAI: Zehntausend KI-Agenten lösen Navier-Stokes-Mathematikproblem in 88 Stunden
  • NYU-Professor Tristan Buckmaster sagt, OpenAI könnte seine unveröffentlichten Arbeiten genutzt haben.
  • OpenAI weist Fehlverhalten zurück, räumt jedoch ein, dass Nutzerdaten das Modell beeinflusst haben könnten.
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OpenAI sagt, ein KI-System habe das Navier-Stokes-Problem gelöst. Es gehört zu den sieben Millennium-Preis-Problemen und gilt als eine der schwersten offenen Fragen der Mathematik.

Das Unternehmen erklärte, 10.000 KI-Agenten hätten 88 Stunden lang gemeinsam an dem Beweis gearbeitet. Der NYU-Professor Tristan Buckmaster bestreitet jedoch, dass OpenAI die Anerkennung zusteht.

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Das behauptet OpenAI

Die Navier-Stokes-Gleichungen beschreiben, wie sich Flüssigkeiten wie Luft oder Wasser bewegen.

Der Beweis von OpenAI legt nahe, dass diese Gleichungen zu einem sogenannten endlichen Blowup führen können, wenn also die Geschwindigkeit der Flüssigkeit unendlich wird, statt gleichmäßig zu bleiben.

Der Beweis stammt von einem noch nicht veröffentlichten Modell, das laut OpenAI besser ist als das veröffentlichte GPT-6 Astra-System.

GPT-6 Astra prüfte danach 17 Stunden lang die Logik des Beweises.

Das Clay Mathematics Institute bietet eine Million USD für die Lösung eines der sieben Probleme. OpenAI erklärte, es werde das Preisgeld nicht beanspruchen.

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Streit um die Anerkennung

NYU-Professor Tristan Buckmaster sagt, dass er und der Anthropic-Mathematiker Levent Alpöge nahe an einem ähnlichen Ergebnis waren.

Ihre Arbeit befand sich intern bei OpenAIs Codex, einem KI-Modell mit Schwerpunkt auf Programmierung. Buckmaster sagte, dadurch könnte die Arbeit OpenAI zugänglich gewesen sein.

Buckmaster äußerte sich dazu in einer öffentlichen Mitteilung:

„Ich weiß nicht, was ihr Modell gemacht hat oder wie. Ich weiß nicht, ob unsere Daten verwendet wurden. Ich werfe niemandem etwas vor.”

Tristan Buckmaster, NYU-Mathematiker

OpenAI-Forscher Sebastien Bubeck antwortete in einer Pressekonferenz. Er bestritt, dass das Unternehmen Zugang zu unveröffentlichten Arbeiten gehabt oder diese genutzt habe.

OpenAI räumte zudem ein, dass es nicht ausschließen kann, dass die Nutzung des Produkts durch die Forscher Einfluss auf das Training des Modells genommen hat.

Der Streit erfolgt, während OpenAI einen Börsengang im Wert von 1 Bio. USD plant. Anthropic strebt zudem eine noch höhere Bewertung durch den eigenen IPO an.


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