Peter Busch von Bosch: Eine umfassende IoT-Vision

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IN KÜRZE
  • „Spezifisch für die Mobilität stehen Sicherheit, nichtdiskriminierender Zugang und nachhaltige Technologie im Vordergrund.“

  • „Die Hauptimplementierungsbereiche sind Anwendungsfälle der Industrie für die gemeinsame Nutzung von Maschinen und Mobilitätsdiensten.“

  • „Hier arbeiten wir an einer offenen dezentralen Dateninfrastruktur, die auch eine dezentrale Governance hat und keine zentralen Akteure zur Kontrolle wichtiger Teile hat.“

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Peter Busch arbeitet nun seit 16 Jahren bei der Firma Bosch. Er fing als Senior Expert Corporate Research an, ging dann zum Distributed Ledger Technologies Mobility-Apartment über und ist nun seit mehr zwei Jahren Product Owner Distributed Ledger Technologies Mobility-Experte.



Davor war er unter anderem als Gastlektor der Technischen Universität München im Seminar „Certified Blockchain and DLT Manager“ zu hören und als Gründer von KI Software bekannt. Außerdem arbeitete er acht Jahre lang bei Six Sigma Black Belt und drei Jahre lang bei JP Morgan.

Über maximale Skalierbarkeit und IoT-basierte Produkte

Momentan befasst sich Busch vor allem mit Konnektivitätstrategien für die zukünftigen Mobilitätsgeschäftbereiche der Bosch-Gruppe. Er erklärt:

Wir beschränken unsere Konnektivitätsstrategien nicht auf Mobilität, da wir eine umfassende IoT-Vision haben, bei der Mobilitätsprodukte nur verbundene Geräte sind. Spezifisch für die Mobilität stehen Sicherheit, nichtdiskriminierender Zugang und nachhaltige Technologie im Vordergrund.

Wie implementiert BOSCH IoT?

Neben den klassischen technischen Ansätzen entwickeln wir auch ein dezentrales Kommunikations- und Transaktionssystem, das ein natürliches, föderales Gegenentwurf zu „monopolistischen Plattformökonomien“ ohne Lock-In-Effekte sein kann. Das System bietet durch seine Dezentralisierung und Offenheit maximale Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit und somit eine Blaupause für eine daten-souveräne Industrie.

Für welche Märkte sind IoT-basierte Produkte von Bosch gedacht?

Aufgrund unserer weltweiten Aktivitäten und unserer grenzenlosen Strategie bilden alle internationalen Märkte die Basis für das IoT-Ökosystem von Bosch.

Über den deutschen Markt und Datenhoheit

Gibt es Beta-Tests und wenn ja, welche Ergebnisse und Schwierigkeiten gibt es?

Es gibt bereits eine Reihe produktiver Implementierungen in verschiedenen Branchen mit den Hauptergebnissen, dass Daten wirklich das neue Gold der Zukunft sind und die Hauptprioritäten neben der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte die Akzeptanz, Sicherheit und Privatsphäre der Benutzer sein werden.

In Bezug auf den deutschen Markt und das Potenzial der Integration der IoT-basierten Produkte erläutert Busch, dass Deutschland mit neuen Projekten wie Industrie 4.0 oder Cloud-Infrastrukturaktivitäten rund um die Datenhoheit ganz vorne liegt. In diesem Zuge setzt sich Bosch auch mit Mikrozahlungen im Bosch-Space auseinander.

Die Hauptimplementierungsbereiche sind Anwendungsfälle der Industrie für die gemeinsame Nutzung von Maschinen und Mobilitätsdienste.

Im Vordergrund steht hier die Förderung echter digitaler Innovationen und Entwicklung autonomer Systeme.

Über dezentrale Dateninfrastrukturen und Kryptowährungen

Wie könnte eine vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa aussehen, wenn es um Smart Home geht?

Hier arbeiten wir an einer offenen dezentralen Dateninfrastruktur, die auch eine dezentrale Governance und keine zentralen Akteure zur Kontrolle wichtiger Teile hat.

Und auch wenn Bosch sich zunehmend für die dezentralen Strukturen interessiert, bleiben die Kryptowährungen noch außen vor. Ausgenommen vom IoT-Space, dessen Basis Bosch für eigene Projekte nutzt. Momentan befasst sich der Konzern mit dem Ausloten der verschiedenen Möglichkeiten für die Zukunft:

Wir bewerten derzeit noch potenzielle und klassische Ansätze mit den Prioritäten Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit/Datenschutz.

Vielen Dank, Peter Busch!

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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