Strategy Executive Chairman Michael Saylor lehnt die Untersuchung der New York Times ab, die Adam Back als den pseudonymen Erfinder von Bitcoin (BTC), Satoshi Nakamoto, benennt.
Saylor sagt, Stilometrie sei „interessant, aber kein Beweis”.
Warum Saylor kryptographische Beweise fordert
Saylor verweist auf damalige E-Mails aus 2008 zwischen Satoshi und Back, die beweisen, dass es sich um zwei verschiedene Personen gehandelt habe.
Back erhielt die erste Nachricht von Satoshi im August 2008, in der der Hinweis auf Hashcash im bevorstehenden Whitepaper bestätigt wurde.
„Stilometrie ist interessant, aber kein Beweis. Die damaligen E-Mails zwischen Satoshi und Adam Back deuten darauf hin, dass es verschiedene Personen waren. Solange niemand mit Satoshis Schlüsseln unterschreibt, bleibt jede Theorie nur ein Narrativ”, sagte Saylor.
Diese Meinung passt zu seiner generellen Haltung. Saylor betont immer wieder, Satoshis Verschwinden sei eine bewusste Handlung gewesen, die Bitcoin gestärkt habe, weil so jede zentrale Autorität entfernt wurde.
Saylor schrieb einmal, Satoshi habe „einen Weg geschaffen, diesen verschenkt und sich anschließend zurückgezogen”.
Was für MicroStrategy auf dem Spiel steht
Strategy hält 766.970 BTC, gekauft für rund 54,57 Milliarden USD, und ist damit der größte institutionelle Halter weltweit.
Diese Position basiert darauf, dass BTC als dezentrales, führungsloses monetäres Netzwerk funktioniert, nicht darauf, wer es entwickelt hat.
Der BTC-Kurs sank um rund 2,4 %, nachdem der NYT-Artikel erschienen war: von 68.269 USD auf 66.634 USD. Saylor hat solche Bewegungen bereits früher als nur temporäre Geräusche bezeichnet. Volatilität nannte er „Satoshis Geschenk an die Überzeugten”.
Back selbst bestritten entschieden, Satoshi zu sein. Er erklärt Ähnlichkeiten im Schreibstil mit gemeinsamen Cypherpunk-Interessen und Bestätigungsfehlern.
Die stilometrische Analyse, angeführt vom Computerlinguisten Florian Cafiero, ergab, dass Back von zwölf Verdächtigen am ehesten passt. Allerdings bezeichnete das Team die Ergebnisse als nicht eindeutig.
Für Saylor bleibt die Antwort klar. Ohne eine Signatur mit Satoshis privaten Schlüsseln klärt keine Untersuchung die Frage endgültig.





