Peter Schiff hat seine Kritik an MicroStrategy und der Vorzugsaktie STRC verstärkt. Er nennt sie ein reines Ponzi-System. Zudem warnt er, dass diese Struktur am Ende zusammenbrechen wird, und betont erneut seine Ansicht, dass auch Bitcoin selbst ein gemischtes Schema ist.
Der Befürworter von Gold sagt, MicroStrategy werde irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem die STRC-Dividenden nicht mehr bezahlbar sind. Michael Saylor müsste sich dann entscheiden, ob er die Reserven liquidiert oder die Vorzugsaktionäre aufgibt.
Schiff: Saylor wird STRC aufgeben, bevor er Reserven verkauft
Schiff hat auf Saylors kürzliche Aussage reagiert, dass MicroStrategy bei Bedarf Reserven verkaufen würde, um STRC-Dividenden zu bezahlen. Laut Schiff stärkt dieses öffentliche Versprechen das Vertrauen in das Produkt.
Er sagt jedoch, dass Saylor eher die Dividende aussetzen und STRC zusammenbrechen lassen wird, als die Unternehmensreserven zu liquidieren. Diese Prognose nimmt an, dass Saylor den zugrundeliegenden Vermögenswert höher bewertet als die Vorzugsaktien.
„Ich glaube, so eine ‚Zusicherung‘ ist nötig, damit das Ponzi-System länger läuft. Aber meiner Meinung nach würde er im Ernstfall die Dividende aussetzen und STRC abstürzen lassen, statt Bitcoin zu verkaufen”, schrieb Schiff auf X.
Strategy hat einen deutlichen Verlust in den Ergebnissen für das erste Quartal 2026 gemeldet. Dadurch rückt in den Fokus, wie das Unternehmen Dividenden für die wachsende Zahl von Vorzugsaktien finanziert.
Das von Saylor geführte Unternehmen hat in den vergangenen Jahren verschiedene Klassen von Vorzugsaktien herausgegeben. Jede Klasse geht mit laufenden Dividendenverpflichtungen einher, die davon abhängen, dass Strategy weiter neues Kapital einwerben kann.
Schiff hat in den vergangenen Monaten immer wieder MSTR als Betrug bezeichnet. Er argumentiert, dass das Akkumulationsmodell die frühen Halter belohnt und die neuen Käufer benachteiligt.
Seine Argumentation ist Teil seiner anhaltenden Kritik am Akkumulationsmodell von Strategy. Zudem greift dies Saylors wiederholte Aussagen zur Entwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren an.
Kritiker der Vorzugsaktien von Strategy warnen, dass eine ausgesetzte Dividende zu einem starken Wertverlust der Struktur führen würde. Auch könnte dadurch das Vertrauen in weitere Treasury-Modelle nach ähnlichem Vorbild unter Druck geraten.
In den kommenden Quartalen wird sich zeigen, ob Saylors Versprechen, die STRC-Dividende zu schützen, auch bei schwierigen Rahmenbedingungen hält. Sollte das Versprechen brechen, könnte Schiffs Aussage einer ausgesetzten Dividende zutreffen.





