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10 Billionen USD aus sicheren Anlagen verschwinden: Märkte reagieren auf neues Fed-Regime

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Phil Haunhorst

03 Februar 2026 05:45 CET
  • Gold, Silber und Krypto fallen stark – sicheres Investment jetzt in Gefahr?
  • Märkte spiegeln straffere Fed-Bilanz wider – Keine Anzeichen für Rezession oder geopolitischen Schock
  • Liquiditätsengpass löst Sorge vor jahrelanger Neubewertung von Vermögenswerten aus
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Gold, Silber und Krypto entwickeln sich gerade alle gleichzeitig negativ. Dadurch sind Anleger verunsichert und suchen nach den Gründen für diese plötzlichen Veränderungen im Hintergrund.

Krypto-News: Bitcoin-, Gold- und Silber-Kurs stürzen ab

Mehr als 10 Billionen USD an Marktwert wurden in nur drei Tagen bei Gold und Silber ausgelöscht. Das ist eine der größten und schnellsten Wertvernichtungen in der Geschichte der modernen Edelmetalle.

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Der unerwartete Einbruch hat die weltweiten Märkte erschüttert. Dadurch gibt es dringende Fragen zu Liquidität, Geldpolitik und der Rolle von traditionellen „sicheren Häfen“. Anleger fragen sich, ob Gold und Silber diesen Status verlieren.

Der Goldpreis rutschte auf unter 4.500 USD pro Unze und fiel damit in drei Handelstagen fast 1.000 USD. Silber fiel unter 72 USD und verlor seit den letzten Hochs fast 40 Prozent.

Wenn man es nach Marktkapitalisierung betrachtet, hat allein Gold etwa 7,4 Billionen USD verloren. Bei Silber sind es weitere 2,7 Billionen USD. Zusammen entspricht das einem größeren Verlust, als es im gesamten Kryptomarkt gibt. Zum Zeitpunkt des Schreibens lag Gold bei 4.702 USD und Silber bei 81,59 USD.

Gold- und Silberkursentwicklung
Gold- und Silberkursentwicklung. Quelle: TradingView

Was diese Entwicklung besonders beunruhigend macht, ist das Fehlen eines klaren Auslösers. Es gab kein großes geopolitisches Ereignis, kein Anzeichen einer Rezession und auch keine Überraschung bei der Inflation. Stattdessen scheinen die Märkte eine Zukunft neu zu bewerten, die durch eine aggressive Verkleinerung der Notenbankbilanz der Fed geprägt ist.

„Die Märkte reagieren auf die Botschaft des zukünftigen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh: ‚Die Fed sollte ihre Bilanz verkleinern.‘“, schrieb Coin Bureau in einem Beitrag. Warsh meint, dass die Bilanz der Fed mit etwa 7 Billionen USD „Billionen zu groß“ sei.

Die Argumentation ist: Weniger Bilanzsumme bedeutet weniger Liquidität, die Aktien, Krypto und auch Metalle unterstützt.

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Panik breitet sich aus: Krypto verliert als „sicherer Hafen“ an Vertrauen

Die Auswirkungen betreffen nicht nur Edelmetalle. Die Kryptomärkte haben in nur vier Tagen mehr als 430 Mrd. USD an Marktwert verloren.

Das deutet darauf hin, dass die Angst vor einem liquiditätsbedingten Ausverkauf auf weitere Anlageklassen übergreift. Bitcoin und Ethereum haben beide starke Verluste erlitten, während die Stimmung in der gesamten Krypto-Community stark gesunken ist.

Kursentwicklung von Bitcoin und Ethereum
Kursentwicklung von Bitcoin und Ethereum. Quelle: TradingView

„Gold liegt 20 Prozent unter seinem Hoch und hat 7,4 Billionen USD an Marktwert vernichtet. Das ist fünfmal so viel wie die gesamte Marktkapitalisierung von Bitcoin. Silber stürzte fast 40 Prozent ab und verlor 2,7 Billionen USD – das entspricht dem kompletten Kryptomarkt. Sogenannte sichere Häfen bewegen sich wie Memecoins“, meinte Analyst Bull Theory.

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Die Psychologie von Anlegern verändert sich ebenfalls. Es gibt Berichte, dass jetzt mehr Investoren verunsichert sind als beim Kryptoeinbruch im Jahr 2022.

„Einige sind in Gold geflüchtet, weil sie beim Thema Hartgeld bleiben wollen“, schrieb Natalie Brunell. Sie warnt davor, Angstverkäufe mit einer gescheiterten Langfrist-These für Bitcoin zu verwechseln.

Es gibt aber auch Strategen, die Gold mittelfristig positiv sehen. So soll die Deutsche Bank weiterhin an ihrer Prognose von 6.000 USD für Gold festhalten – auch trotz des aktuellen Einbruchs.

Das zeigt den Unterschied zwischen kurzfristigem Verkaufsdruck und langfristigen Argumenten zum Wertspeicher.

Manche ziehen auch Parallelen zur Geschichte. Analyst Zev vergleicht das aktuelle Muster aus Gold-Rallye und Absturz mit dem Hoch von 1980. Er warnt, dass das größte Risiko nicht ein kompletter Zusammenbruch, sondern mehrere Jahre Stillstand nach einem starken Anstieg sein könnten.

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„Sicherer Hafen ≠ Kauf zu jedem Preis“, warnte er.

In einem aktuellen Interview meint Fundstrat-Analyst Tom Lee außerdem, dass die schwache Entwicklung der Krypto-Kurse im Vergleich zu Gold noch von einem starken Abbau von Fremdfinanzierungen im Oktober stammt. Dieses Ereignis hat die Struktur der Krypto-Märkte stark beschädigt.

Lee hat noch einmal betont, dass Bitcoin als „digitales Gold“ gesehen wird. Allerdings hat er gewarnt, dass der Weg zur breiten Nutzung weiterhin schwankend bleibt. Vor allem wird das Jahr 2026 ein wichtiger Stresstest für Bitcoin.

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In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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