Single-Metaverse: noch nicht real, aber verlockend nah dran!

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IN KÜRZE
  • Das "eine Metaverse" gibt es noch nicht, aber viele Projekte bemühen sich darum diese Rolle bald zu übernehmen.

  • Mikhail Danieli von decentramind.io stellt seine Ansichten von dem Single-Metaverse vor.

  • Bereits jetzt kannst du verschiedene Metaverse-Versionen über VR-Technik selbst erleben.

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Zur vollständigen Entwicklung eines Single-Metaverse ist die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ein Umdenken bei der Datenspeicherung erforderlich. Aber wir sind bereits auf einem guten Weg dorthin, sagt Mikhail Danieli, Botschafter von decentramind.io.

Vor einiger Zeit war VR noch ein Buzzword und die Technologie wurde als Spielzeug abgetan. Heute blühen unzählige Versionen des Metaverse auf und VR ist beliebter denn je. Das Metaverse Konzept ist am Ende der Anfangsphase angelangt und so langsam zeigt sich die wahre Größe dieser Idee.

Permanente, virtuelle Räume werden in der Wirtschaft immer beliebter. Dazu gehören Plattformen wie The Sandbox, Fortnite Elemente, Decentraland, VRChat, Roblox, Vans World, Spatial.io und viele andere. All diese Plattformen treten in die noch immer nachhallenden Fußstapfen von Second Life und dem allmächtigen Minecraft-Metaverse.

Ähnlich wie in Second Life und Minecraft bauen die Menschen seit Jahren verschiedene Formen des Metaverse auf. In jüngster Zeit ist die Zahl der verfügbaren Metaversen explodiert. Dabei wetteifern die Teams um Popularität, immer bessere grafische Qualität und bessere Erlebnisse.

Einige Nutzer erwarten ein explosionsartiges Wachstum der Metaverse-Erlebnisse, wohingegen andere das Metaverse eher als eine Art Modeerscheinung ansehen.

Das Single-Metaverse: Ist es real?

Ist das “Metaverse” zurzeit wirklich real? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: nein!

Derzeit gibt es noch nicht das eine gemeinsame, für selbstverständlich angesehene Metaverse wie in Ready Player One.

Aber der Wettbewerb in diesem Bereich ist stärker als je zuvor. Wir erlebten zuerst einen Innovationsschub und jetzt befinden wir uns auf dem Gipfel der überzogenen Erwartungen. Diesen Gipfel sehen wir als das Ende des Anfangs an. Es folgt zwar noch das Tal der Enttäuschungen, aber anschließend führt der Pfad der Erleuchtung schließlich zum Plateau der Produktivität.

Befinden wir uns bereits auf dem Pfad der Erleuchtung? Noch nicht ganz.

Das Konzept des Single-Metaverse kann innerhalb von 5 bis 10 Jahren durch die intensive Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen umgesetzt werden. Dieser Prozess wird in schwierigen Zeiten mit Pandemien und anderen Katastrophen beschleunigt, da solche Dramen die Menschen dazu bringen, in eine andere Realität “abtauchen” zu wollen. Die Menschen wollen von der physischen Welt um sie herum weglaufen und finden sich dann zum Beispiel im Metaverse wieder.

Ein Bild von BeInCrypto

Es gibt bereits einige einzigartige Beispiele von erfolgreichen Geschäftsprojekten, die in verschiedenen Bereichen des fragmentierten modernen Metaverse stattfinden.

Wir sind noch nicht auf dem Stand von Ready Player One, was die Akzeptanz und die Allgegenwärtigkeit des Metaverse betrifft, aber wir sind auf einem guten Weg.

Der Rapper Travis Scott zum Beispiel gab 2020 im Fortnite Universum ein digitales Konzert. Etwa 12 Millionen Menschen schauten sich gleichzeitig das Konzert an und insgesamt erreichte die Veranstaltung rund 27 Millionen Nutzer. Mit dem Auftritt verdiente Travis Scott unerwartet 20 Millionen US-Dollar. Warum unerwartet? Weil dieser Betrag zehnmal so hoch ist wie die Gage, die der Rapper für bisherige Auftritte erhielt.

Ein weiteres Beispiel liefert die FIFA. Der Fußballverband richtet Weltmeisterschaften aus und verdient mit dem Austragen von Spielen kontinuierlich viel Geld. Seit 2020 erzielt FIFA jedoch mehr als die Hälfte der Gewinne mit Online- und Computerspielen. Die Online-Spiele sind für FIFA mittlerweile profitabler als reale offline Sportveranstaltungen mit physischen Spielern. Natürlich spielte auch die enorme Reduzierung der direkten Kosten eine Rolle bei dem finanziellen Erfolg der Online-Spiele.

Interessanterweise arbeitet bei Meta (ursprünglich Facebook) mittlerweile jeder fünfte Mitarbeiter an einem Metaverse-Projekt. Aber nur weil 20 % der Belegschaft von Meta daran arbeiten, das einzig wahre Metaverse zu entwickeln, ist das keine Garantie für Erfolg.

Das Single-Metaverse: Das Problem mit der Rechenleistung

Die derzeitigen Anbieter zentralisierter Rechenleistung können mit der wachsenden Datenlast einfach nicht Schritt halten. Noch immer nutzen die großen Unternehmen die marktbeherrschende Stellung, um die Regeln für die Branche zu diktieren. Das bremst allerdings die Entwicklung vielversprechender neuer Projekte.

Die Unterhaltung von Datenzentren mit Hunderttausenden von Servern ist sehr teuer und wirkt sich negativ auf die Kosten der Dienstleistungen für Unternehmen aus. Hinzu kommen Vertrauensprobleme wie Datensicherheit und eine zentralisierte Rechenplattform. Selbst in der potenziellen Form ist diese Vorgehensweise für die Bereitstellung von Diensten im globalen Maßstab völlig ungeeignet.

Es besteht daher die Notwendigkeit, eine globale Rechenumgebung für die Verarbeitung und Speicherung von Daten zu schaffen. Diese Umgebung sollte auf den Grundsätzen der Dezentralisierung beruhen, also dem Fehlen eines einzigen Entscheidungszentrums. So wie einst das Internet dezentral konzipiert wurde, müsste auch ein erfolgreiches Metaverse dezentralisiert sein.

Im Wesentlichen sollte das Metaverse Daten auf einem Distributed Ledger verarbeiten und speichern, auf einer Blockchain laufen und von einer dezentralen autonomen Organisation (DAO) verwaltet werden. Mit Minern aus der ganzen Welt könnte dieses Problem gelöst werden.

Ich glaube, dass ein riesiges Rechenpotenzial noch im Verborgenen liegt und wir es nur in die richtige Richtung lenken müssen.

Tausende von Grafikprozessoren und Festplatten einzelner Nutzer könnten in einem System zusammengefasst werden. Dies bietet Kunden aus aller Welt ein Full-Stack an Backend-Lösungen für das Metaverse.

Metaverse
Ein Bild von BeInCrypto

Das Single-Metaverse: Die Zeit ist reif

Es gibt das eine Internet, das wir alle benutzen, aber für das Metaverse fehlt ein solches Äquivalent noch. Der Wettbewerb in diesem Bereich war noch nie so groß wie heute und die Zahl der Metaversen nimmt stetig zu. Da es das “eine wahre Metaverse” noch nicht gibt, hofft daher jeder, dass die eigene Version des Metaverse diese Rolle bald übernimmt.

Bis dahin wächst das “World Wild Web” der vielen Metaversen weiter. Du kannst das Metaverse aber schon jetzt auf einem 2D-Bildschirm erleben, der eine 3D-Grafik ohne Brille liefert. Oder über eines der immer fortschrittlicheren Headsets, ganz zu schweigen von den kommenden Apple-Geräten. Es lohnt sich auf jeden Fall ein paar dieser Meta-Universen auszuprobieren und dabei eine Menge Spaß zu haben!

Über den Autor

Mikhail Danieli ist Seed-Investor, Projektvisionär und Botschafter bei decentramind.io. Die Mission von DecentraMind ist es, an der Spitze der Schaffung eines globalen Ökosystems für dezentrales Computing zu stehen. Dabei handelt es sich um eine Computing-Infrastruktur für das Web3, die im Besitz von dezentralen autonomen Organisationen (DAOs) ist und von diesen verwaltet wird, um allen Nutzern Vorteile zu verschaffen.

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