Wedbush hat die Berichterstattung über SpaceX (SPCX) aufgenommen und vergibt ein Outperform-Rating sowie ein Kursziel von 190 USD. Das Unternehmen bezeichnet SpaceX nicht als klassisches Raumfahrtunternehmen, sondern als Anbieter von künstlicher Intelligenz Infrastruktur.
Dan Ives, Global Head of Tech Research bei Wedbush, erklärte seine Einschätzung bei CNBCs Fast Money. Er ist der Meinung, das KI-Geschäft von SpaceX könnte die Aktie zu einer der besten langfristigen Hyperscaler-Investitionen am Markt machen.
Ives baut seine bullische SpaceX-These auf
Das Kursziel von 190 USD bedeutet etwa 11 % Aufwärtspotenzial verglichen mit dem SPCX-Schlusskurs am Dienstag von 170,86 USD. Wedbush bewertet SpaceX nach einem Sum-of-the-parts-Modell. Das KI-Geschäft bildet dabei einen wichtigen Bestandteil dieser langfristigen Zuversicht.
„Es ist vielmehr ein KI-Narrativ, und das ist unser gesamter Blick aus Datensicht.”
Dan Ives, CNBC
Ives räumte ein, dass die Aktie im Verhältnis zum aktuellen Umsatz teuer erscheint. Er sagt jedoch, ein gutes Abschneiden in den nächsten zwei bis drei Jahren könnte SpaceX zu einem der wichtigsten KI-Unternehmen am Markt machen.
SpaceX strebt die Aufnahme in den Nasdaq 100 an. Die Aktie hat vor Kurzem ein wichtiges Unterstützungsniveau getestet, nachdem das Unternehmen einen Rekord-Börsengang durchgeführt hatte. Ein späterer Anleiheverkauf sorgte zudem für einige Warnungen vor einer Blase.
Starlink bleibt das Fundament der bullischen SpaceX-These
Starlink ist weiterhin der eigentliche Motor von SpaceX. Die Sparte für Satelliten-Breitband erzielte im vergangenen Jahr rund 11,4 Milliarden USD Umsatz, das entspricht etwa 61 % des gesamten Unternehmensumsatzes. Starlink erwirtschaftete dabei einen deutlichen operativen Gewinn, auch wenn SpaceX insgesamt einen Nettoverlust schrieb.
Das 190-USD-Kursziel von Wedbush stützt sich vor allem auf Starlinks wiederkehrende Umsätze aus Abonnements und die steigenden Margen. Das Raketenstart-Geschäft und die neue KI-Sparte werden als zusätzliche Wachstumstreiber gesehen.
Die Starts sind zwar ein großer strategischer Vorteil, bringen aber vergleichsweise wenig Gewinn. Falcon 9 dominiert den globalen Markt für Raketenstarts, und Starship soll durch noch mehr Nutzlast pro Flug die Kosten weiter senken. Dieses Segment erzielt jedoch deutlich weniger Umsatz als Starlink, zumal die meisten Starts dem Aussetzen eigener Satelliten dienen und weniger durch externe Aufträge gedeckt sind.
Deshalb beobachten Investoren das Wachstum bei Starlink-Abonnenten und die Margen besonders genau. Kann dieses Geschäft weiter wachsen, trägt es einen erheblichen Anteil an der Bewertung von SpaceX, während die KI-Infrastruktur zusätzlichen Aufschwung bringen kann, aber nicht allein entscheidend ist.









