MicroStrategys STRC erreicht Rekordtief, Monatsverlust übersteigt 10%

  • MicroStrategy's STRC-Vorzugsaktie erreicht Rekordtief, deutlich unter 100 USD Nennwert
  • Ein Rückgang von 10 % im Monat setzt das größte Bitcoin-Finanzierungsinstrument des Unternehmens unter Druck.
  • Peter Schiff warnt: Das Finanzkonstrukt von Saylor gerät ins Wanken
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Die Vorzugsaktie STRC von MicroStrategy fiel am Donnerstag auf ein Rekordtief. Sie schloss deutlich unter dem Nennwert von 100 USD und schwächte damit einen wichtigen Weg, über den das Unternehmen Kapital für Bitcoin (BTC)-Käufe aufnimmt.

Der starke Rückgang hat die Sorge verstärkt, dass Strategy eventuell mehr Bitcoin verkaufen könnte, um die Dividende der Aktie zu finanzieren. Das Unternehmen hält ungefähr 846.842 BTC.

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Strategy: Ewige Aktie fällt auf Rekordtief 

Laut Marktdaten schloss STRC am Donnerstag bei 88,59 USD und erreichte damit ein neues Allzeittief. Im Tagesverlauf sank der Kurs sogar auf ein Tief von 82,5 USD. Während des vergangenen Monats ist der Kurs um mehr als 10% gefallen.

Entwicklung der ewigen MicroStrategy-Aktie. Quelle: TradingView
Entwicklung der ewigen MicroStrategy-Aktie. Quelle: TradingView

Der jüngste Rückgang fiel zusammen mit einer schwachen Entwicklung beim Bitcoin-Kurs und einer restriktiveren Haltung der US-Notenbank. Neun von 18 FOMC-Mitgliedern rechnen nun für 2026 mit mindestens einer Zinserhöhung.

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Was der STRC-Rückgang für MicroStrategys Bitcoin bedeutet

Der Kursrückgang hat zwei Folgen für die Bitcoin-Strategie des Unternehmens. Beide hängen mit der Art zusammen, wie STRC die Käufe finanziert.

Der STRC ist darauf ausgelegt, in der Nähe von 100 USD gehandelt zu werden. Er zahlt im Juni eine jährliche Dividende von 11,5%. Dieser Wert blieb nun den vierten Monat in Folge konstant.

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Der erste Effekt betrifft den Finanzierungskanal von Strategy. Das Modell funktioniert nur, solange STRC nahe oder über 100 USD gehandelt wird. Dann gibt das Unternehmen neue Aktien aus und nutzt die Einnahmen, um Bitcoin zu kaufen.

Da STRC jetzt rund 11 USD unter dem Nennwert notiert, ist dieser Mechanismus unter Druck. Verkauft das Unternehmen Aktien deutlich unter 100 USD, nimmt es weniger Geld pro Aktie ein und verringert damit einen zentralen Finanzierungskanal.

Der zweite Effekt könnte zu Bitcoin-Verkäufen führen. Der X-Kommentator Bull Theory meint, Strategy müsste die Dividendenrendite erhöhen, um den Kurs wieder an die 100 USD zu führen.

Eine höhere Rendite würde jedoch auch höhere jährliche Auszahlungen erfordern. Strategy finanziert diese Verpflichtung zurzeit indem das Unternehmen MSTR-Aktien verkauft.

Das Problem ist die sich verringernde Prämie auf den Nettoinventarwert von MSTR, die sich aktuell auf etwa das 1-fache zubewegt. Dadurch bleibt laut Bull Theory wenig Spielraum für weitere Verwässerungen. Es könnte sein, dass Strategy Bitcoin verkaufen muss.

„Als Strategy beim letzten Mal nur Bitcoin im Wert von 2 Millionen USD verkaufte, fiel der Kurs um 20%. Wenn Strategy gezwungen wird, dauerhaft zum Verkäufer zu werden, wäre dies für Bitcoin sehr bedeutend“, schrieb der Analyst auf X.

MicroStrategy-CEO Phong Le sagte früher, das Unternehmen könne dann BTC verkaufen, wenn diese Option besser ist als die Ausgabe von Aktien zur Zahlung der Dividenden auf die Stretch-Vorzugsaktien.

Debatte zwischen Optimisten und Pessimisten

Die Verkäufe sorgen für geteilte Meinungen. Peter Schiff, ein langjähriger Kritiker von Bitcoin, wertete den Kursrückgang als strukturelles Problem.

Andere sehen den Rückgang eher als technische Reaktion und nicht als fundamentale Schwäche. Jesse Myers, Leiter der Bitcoin-Strategie bei The Smarter Web Company, sieht den Ausverkauf als Folge von liquidierten Hebelpositionen. Er rechnet damit, dass Strategy am 30. Juni die Dividende erhöht, möglicherweise auf 11,75% oder 12%.

„Der Markt reagiert nervös, als ob dieses De-Pegging wie bei Terra/Luna wäre… aber dies ist kein solcher Vermögenswert“, sagte er. „Opportunistische Hedgefonds werden erkennen, dass dies eine Ausverkaufsphase ist und die Fundamentaldaten für STRC unverändert bleiben, weshalb sie als Käufer auftreten.“

Das nächste Signal kommt am 30. Juni, wenn STRC auf halbmonatliche Dividendenzahlungen umstellt. Ob dieser Turnus und eine mögliche Erhöhung der Dividende den Kurs Richtung Nennwert zurückführen, wird die nächsten Finanzierungsschritte von Strategy bestimmen.

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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