IBM-Chef Arvind Krishna sagte, dass Quantencomputing ab 2028 oder 2029 messbare Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn des Unternehmens haben wird. Er erwartet, dass die Technologie bis Ende der 2030er-Jahre einen Wert von einer Billion USD bringt.
Die Prognose zeigt, dass Quantenhardware schneller für den Markt bereit ist, als viele Bitcoin-Halter bisher annahmen. Etwa ein Drittel des Bestands bleibt weiterhin für einen möglichen zukünftigen Quantenangriff anfällig.
Quanten bekommt ein konkretes Umsatzdatum
Krishna machte die Aussagen am Donnerstag bei CNBC.
„Ich denke, dass Quantencomputing 2028 oder 2029 messbare Effekte auf unseren Umsatz und Gewinn zeigen wird. Bis Ende der 2030er-Jahre sind wir mittlerweile ziemlich überzeugt, dass daraus eine Billion USD an Wert entstehen werden“, sagte er.
Diese Aussagen erfolgten am selben Tag, an dem IBM und Algorithmiq erklärten, sie hätten gezeigt, dass ein Quantencomputer bei einer bestimmten Simulationsaufgabe besser abgeschnitten hat als führende klassische Computerverfahren.
„Das zeigt, dass Quantencomputer vertrauenswürdige Lösungen effizienter, günstiger oder genauer liefern können als führende klassische Methoden – dies galt lange Zeit als wichtiger Meilenstein auf dem Gebiet“, stellte das Team fest.
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Bitcoins Zeit für die Quantensicherheit wird immer knapper
Quantencomputer können Verschlüsselungen heute noch nicht knacken, doch ihr Fortschritt bestimmt bereits das Handeln von Sicherheitsexperten. Laut den Ergebnissen von Google Quantum AI aus dem März wurde die benötigte Qubit-Anzahl, um elliptische Kurven-Kryptografie zu brechen, um etwa das 20-Fache gesenkt, auf weniger als 500.000.
Die Gefahr ist weiterhin erheblich. Über 34% des Bitcoin-Bestands liegen auf Adressen mit öffentlich bekannten Schlüsseln, laut dem Vorschlag BIP-361. Das entspricht etwa 6,8 Millionen BTC, aktuell rund 437 Milliarden USD nach aktuellem Bitcoin-Kurs.
Allerdings fehlt Bitcoin derzeit noch ein abgestimmter Migrationsplan. Entwickler haben im Februar BIP-360 in die Vorschlagsliste aufgenommen, während der umfassendere Entwurf BIP-361 weiterhin diskutiert wird.
Institutionelle Investoren reagieren jedoch bereits. Galaxy Digital startete am 21. Juli die Bitcoin Quantum Readiness Initiative und stellte dafür bis zu 5 Millionen USD für Entwicklerförderungen bereit.
Coinbase gründete zudem ein unabhängiges Beratungsgremium zum Quantencomputing. Beide Unternehmen gehören zu den neun Gründungsmitgliedern des Bitcoin Security Consortiums. Zusammen mit BlackRock, Fidelity Digital Assets und Strategy stellten sie 15 Millionen USD als Unterstützung bereit.
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