Tesla hat seine Bitcoin (BTC)-Position von 11.509 Coins im ersten Quartal 2026 nicht verändert, obwohl der Elektroautohersteller 2 Milliarden USD frisches Kapital an SpaceX weitergegeben hat.
Die Position blieb bestehen in einem Quartal, in dem ein Rückgang von rund 90.000 USD auf 68.000 USD den Buchwert von Teslas Bestand um 22% auf etwa 786 Millionen USD senkte und zu einem Wertverlust von 173 Millionen USD führte.
Tesla bleibt bei Bitcoin: 2 Milliarden USD fließen zu SpaceX
Das Unternehmen von CEO Elon Musk hält nun seine Bitcoin-Position seit mehr als drei Jahren unverändert. Der HODL-Ansatz begann, nachdem Tesla im Jahr 2022 drei Viertel seines ursprünglichen Bestands von 43.200 BTC verkauft hatte. Im Q1-Bericht gab Tesla an, weder gekauft noch verkauft zu haben. Somit bleibt die Position wie im Vorjahr unverändert.
Eine deutlichere Dynamik zeigt sich bei Teslas Investition von 2 Milliarden USD in SpaceX. Diese Kapitalzufuhr, die im März nach der Übernahme von xAI durch SpaceX in regulatorischen Unterlagen bestätigt wurde, wandelt Teslas vorherige 2-Milliarden-USD-Beteiligung an xAI zu einer Beteiligung von unter 1% an dem privaten Raumfahrtunternehmen um.
Dadurch wurde ein freier Cashflow von 1,4 Milliarden USD im ersten Quartal kompensiert. Zusätzlich kam es zu neuen Schulden in Höhe von 1,2 Milliarden USD. Das zeigt, dass Teslas Prioritäten in der Bilanz derzeit vor allem auf Investitionen in KI-Leistung und Chipversorgung liegen, nicht auf einer weiteren Akkumulation digitaler Vermögenswerte. Der Kapitalfluss stärkt zudem die finanzielle Verbindung zwischen Tesla und SpaceX. Auch die eigene Bitcoin-Treasury-Aktivität von SpaceX steht seit Monaten im Fokus der Märkte.
Quartalsergebnis übertrifft Erwartungen: Steigende Ausgaben für KI und Robotaxis
Tesla erzielte im ersten Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,41 USD bei einem Konsens von 0,36 USD und einen Umsatz von 22,38 Milliarden USD. Die Bruttomarge im Automobilbereich ohne Credits lag bei 19,2%. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen und ließen die Aktie nachbörslich um 4% bis 5% steigen. Garantierückstellungen, Rückerstattungen von Zöllen und aufgeschobene Zahlungen an Lieferanten stärkten die Marge.
Das Management nutzte den Quartalsbericht, um eine KI-fokussierte Perspektive zu betonen. Das Cortex-2-Trainingscluster im Giga Texas setzt aktuell etwa 230.000 H100-äquivalente GPUs ein. Dojo 3 wurde nach einer früheren Abschaltung jetzt für KI-Berechnungen im All neu ausgerichtet. Tesla bestätigte, dass der AI5-Chip am 15. April finalisiert wurde. Zusätzlich wurde bekräftigt, dass das Terafab-Projekt mit SpaceX, xAI und Intel langfristig für die Chipversorgung sorgen soll. Die Komponenten unterstützen Cybercab, Optimus und Full Self-Driving. Die Produktion von Cybercab ist weiterhin für das zweite Quartal 2026 geplant.
Full Self-Driving (FSD) erreicht 1,28 Millionen Abonnenten
Im Quartal lag die Zahl der FSD-Abonnenten mit 1,28 Millionen auf Rekordniveau. Zudem wurde der Testbetrieb für unbeaufsichtigtes autonomes Fahren auf weitere US-Städte ausgeweitet. Musk äußerte unabhängig davon, dass Fahrzeuge mit Hardware 3 nicht ausreichend Leistung für zukünftige autonome Funktionen bieten. Diese Einschätzung sorgte bei langjährigen Kunden für Kritik, obwohl das Quartalsergebnis positiv ausfiel. Im Vergleich zu Unternehmen wie Strategy und Metaplanet, die weiterhin massiv Bitcoin akkumulieren, wirkt Teslas Haltung, zu halten aber nicht nachzukaufen, zunehmend passiv im Bereich der öffentlichen Unternehmens-Treasurys.
Investoren müssen in den nächsten Tagen entscheiden, wie sie den Fokus auf KI-Investitionen und die statische Bitcoin-Position bewerten. Sie müssen außerdem einschätzen, ob andere Treasury-Akteure Teslas Zurückhaltung als stilles Signal interpretieren.





