Am 01. Juni 2020 sahen wir beim BTC/USD ein Muster, welches die Candle Sticks auf den Chart zauberten. Es dauerte nicht lange, bis verschiedene Trader darin die Umrisse von Bart Simpsons Kopf erkennen konnten. Der CEO von Three Arrows Capital glaubt, dass diese Muster gekommen sind, um zu bleiben.

Das soll nochmal jemand behaupten, dass die Welt der Finanzmärkte nur aus Hektik, Stress und nüchternen Zahlen besteht. Am 01. Juni kam es zu einem plötzlichen Anstieg um 10 % beim BTC/USD Währungspaar. Der Kurs schoss zunächst auf 10.380 USD, hielt sich dann mehrere Stunden über der 10.000er Marke, ehe es plötzlich wieder runter auf 9.500 USD ging. Das Muster der Candle Sticks auf den Charts von Tradern weltweit ergab schnell ein eindeutiges Muster: nämlich das von Bart Simpsons Kopf.

Three Arrows Capital CEO Su Zhu glaubt, dass wir Bart Simpson beim Bitcoin öfter sehen werden

Der CEO von Three Arrows Capital äußerte sich nun zu dem Preismuster im Podcast “Coinist” von Luke Martin. Zhus Meinung nach, sind diese Muster nur im Krypto-Markt zu finden. Das liege am Volumen und Interesse an den einzelnen Derivatebörsen. Zhu ist außerdem davon überzeugt, dass die Bart Simpson Muster ein Resultat von Marktmanipulation sind.

Ich sehe es als einen Fakt an, dass der überwiegende Großteil aller Bitcoin nicht an [den Derivatebörsen] gehalten wird. […] der Großteil wird auch nicht gehandelt, was bedeutet, dass ein sehr kleiner Anteil an Bitcoins da draußen den Preis bestimmt. […] Anderweitig wären weit weniger Barts zu sehen.

Zugegeben, das ist eine interessante Sichtweise von Su Zhu. Und es ergibt durchaus Sinn. Ein “Bart Simpson Muster” erscheint auf Charts immer dann, wenn ein plötzlicher Anstieg (oder Sturz) auftritt, gefolgt von einer Seitwärtsbewegung des Kurses. Am Ende kommt es erneut zu einem plötzlichen Anstieg oder Sturz.

Wenngleich der Handel mit Kryptowährungen immer mehr professionalisiert wird, der Markt und die Preise sind weiterhin beeinflussbar. Vor allem auch deswegen, weil der Kryptomarkt den Teilnehmern schier unbegrenzte Handelspositionen erlaubt. Diese Manipulationen manifestieren sich laut Zhu in den Bart Simpson Mustern. Tatsächlich tragen vor allem unerfahrene Trader zu diesen Ineffizienzen im Markt bei, die eigentlich relativ leicht zu vermeiden wären. Doch dazu fehlt es bei Bitcoin und Co. noch an Regulationen, vor allem in den Finanzmärkten.

Die Bart Simpson ist also gekommen, um – zumindest auf mittlere Sicht hin – zu bleiben.