Der Risikokapitalgeber Tim Draper verglich am Freitag Elon Musk mit Satoshi Nakamoto, während Trader Scott Melker meinte, dass die SpaceX-Bitcoin (BTC)-Treasury wachsen sollte, da das Unternehmen nun an der Börse gehandelt wird.
Beide Beiträge erschienen wenige Stunden, nachdem SpaceX den Handel an der Nasdaq aufgenommen hatte. Das Unternehmen sammelte bei seinem Börsengang 75 Milliarden USD ein. Damit handelt es sich um das größte Initial Public Offering aller Zeiten. In den Unterlagen meldete SpaceX 18.712 BTC.
Rekord-Börsengang rückt SpaceX-Bitcoin-Bestand ins Rampenlicht
SpaceX setzte den Aktienpreis auf 135 USD pro Aktie fest und verkaufte etwa 555,6 Millionen Aktien. Daraus ergibt sich eine Bewertung von rund 1,77 Bio. USD.
Die Kapitalaufnahme war damit mehr als doppelt so hoch wie der bisherige Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 mit 29,4 Milliarden USD. Zudem stieg SPCX in der ersten Handelssitzung um mehr als 25 %.
In den S-1-Unterlagen wurde zudem ein Bitcoin-Bestand offengelegt, der mehr als doppelt so hoch wie die zuvor geschätzten 8.285 BTC ist.
SpaceX zahlte rund 661 Millionen USD für die Coins. Das entspricht einem Durchschnittspreis von etwa 35.320 USD pro BTC. Da der Bitcoin-Kurs derzeit bei rund 63.600 USD liegt, ist die Reserve etwa 1,19 Milliarden USD wert.
BitcoinTreasuries listet SpaceX jetzt auf Platz acht der öffentlichen institutionellen Halter. Tesla, das 11.509 BTC in den ersten drei Monaten des Jahres nicht bewegt hat, bringt Musks kombinierte Unternehmenssumme auf 30.221 BTC. Nur vier weitere börsennotierte Unternehmen haben mehr BTC.
Draper hat mit den verglichenen Personen selbst Erfahrungen. Seine Fonds unterstützten Tesla und SpaceX in den frühen Finanzierungsrunden. Außerdem erwarb er fast 30.000 BTC bei der Silk Road-Auktion der US Marshals im Jahr 2014.
Draper hält an seiner Bitcoin-Kurs-Prognose von 250.000 USD fest.
„Ich liebe Elon Musk… Fast so sehr wie Satoshi Nakamoto”, schrieb Tim Draper, Gründer von Draper Associates, auf X.
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Kauft SpaceX weitere Bitcoin?
Melker, Gastgeber des Podcasts Wolf of All Streets, sieht das neue Kapital als Chance für eine weitere Akkumulation.
„Dies wäre ein guter Zeitpunkt für SpaceX, weitere Bitcoin zu kaufen”, schrieb der Podcaster in einem Beitrag.
Laut Börsenprospekt machen die Bitcoin etwa 1,8 % der gesamten Vermögenswerte von SpaceX aus. Sie dienen als strategische Reserve für überschüssige Mittel. Die 75 Milliarden USD aus dem Börsengang geben dem Unternehmen die Möglichkeit, weitere Bitcoin hinzuzufügen.
Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass Vorsicht geboten ist. SpaceX hat zuvor Wertberichtigungen vorgenommen und in der bärischen Marktphase 2022 einen Teil seines Bitcoin-Bestands verkauft.
Zudem konkurrieren die Starlink-Ausweitung, die Entwicklung von Starship und andauernde operative Verluste um die Mittel aus dem Börsengang.
Welche Entscheidung getroffen wird, liegt letztlich bei einer Person. Musk hält laut Prospekt durch die doppelte Aktienstruktur 82,4 % der Stimmrechte.
Musk hat seine Meinung in der Vergangenheit bereits geändert. Tesla setzte Bitcoin-Zahlungen im Jahr 2021 wegen Energiebedenken aus – wenige Wochen nach deren Einführung – und verkaufte später den Großteil der Bestände.
Ob das neu gelistete Unternehmen die Einnahmen aus dem Börsengang in Bitcoin anlegt, könnte der erste Quartalsbericht zeigen.
Vorerst sorgt bereits die Offenlegung dafür, dass BTC im Fokus von Millionen neuer Aktionäre steht.









