Phygitals hat die Zeitschrift aus dem Jahr 1997, in der One Piece startete, versiegelt und tokenisiert. Solana hat den Start am Freitag beworben, und das erste tokenisierte One Piece Manga wird nun auf der Blockchain gehandelt.
In dieser Ausgabe tauchten die Hauptfiguren zum ersten Mal auf, noch bevor der erste Sammelband in die Läden kam. Bewertungsunternehmen erkennen nur 118 Exemplare auf der ganzen Welt an.
Warum das tokenisierte One Piece Manga so selten ist
Das Manga One Piece, geschrieben von Eiichiro Oda, erschien zuerst in der Ausgabe Nummer 34 der Shonen Jump im Jahr 1997. Die Leser behandelten die Zeitschrift wie günstiges, wegwerfbares Zeitungspapier. Die meisten Exemplare landeten deshalb direkt im Müll.
Fast niemand rechnete mit einem Rekord. Im März wurden über 600 Millionen veröffentlichte Exemplare von One Piece gezählt. Der Verlag Shueisha gab dieses wichtige Ereignis auf dem Schutzband von Band 114 bekannt.
Die Seltenheit zog Fälscher an. Nachdrucke und sogar eindeutige Fälschungen dieser Ausgabe finden sich auf vielen Wiederverkaufsseiten. Eine offizielle Neuauflage aus 2017 sorgt für weitere Verwirrung. Händler sehen die Echtheitsprüfung inzwischen als größte Hürde für Käufer.
Echtheitsnachweise haben echten Wert. Laut verschiedenen Leitfäden liegen unbewertete Erstausgaben im niedrigen dreistelligen Bereich, während bewertete Exemplare am Spezialmarkt gehandelt werden. Heritage Auctions verkaufte im März eine von Beckett eingestufte Ausgabe. Bewertungsfirmen unterscheiden klar zwischen Originalen und Nachdrucken, was bis heute als einzig zuverlässiges Erkennungsmerkmal gilt.
Dieser Hintergrund ist hier wichtig. Phygitals, ein Solana-Marktplatz für eingelagerte physische Sammlerstücke, hat eines der 118 bewerteten Exemplare in ein digitales Paket gelegt. Käufer müssen nicht raten, da der Token auf eine geprüfte Ausgabe verweist und nicht nur auf ein Foto im Angebot.
Solana hat die Veröffentlichung am Freitag über den eigenen Account zusätzlich hervorgehoben. Phygitals nennt die Ausgabe das erste tokenisierte Manga der Geschichte.
Solana baut seinen Sammlermarkt aus
Phygitals hinterlegt jeden Token mit einem bewerteten Sammlerstück, das sicher eingelagert wird. Halter können jederzeit den Versand anfordern, danach wird die digitale Kopie stillgelegt. Dieses Modell ist aus dem Bereich der Sammelkarten bekannt, nun wird es erstmals für Manga genutzt.
Es gibt jedoch immer noch einen klaren Schwachpunkt. Ein Token bleibt nur wertvoll, solange der Verwahrer das Objekt sicher aufbewahrt und die Einlösung garantiert. Die Herkunft wandert auf die Blockchain, jedoch nicht das Papier selbst.
Auf der anderen Seite steht die Dynamik. Die Marktkapitalisierung für reale Vermögenswerte (RWA) ist in diesem Monat auf 71 Milliarden USD gestiegen. Ondo hat tokenisierte Aktien als Sicherheit für gehebelte Investitionen hinzugefügt. Außerdem zeigte Solana im August laut BeInCrypto eine Rekordaktivität auf der Blockchain.
Auch Japan spielt hierbei eine Rolle. Die Solana Foundation unterzeichnete im Juli eine Partnerschaft mit SBI in Japan, um Märkte auf der Blockchain in Yen zu entwickeln. Hinzu kamen neue Anwendungen für Verbraucher, wie etwa der Start eines Solana Prognosemarktes innerhalb von Phantom.
SOL handelt aktuell bei etwa 107,21 USD, ein Anstieg von 5,9% am Tag und 46,3% im Verlauf des letzten Monats.
Manga hatte bislang keine vergleichbare Plattform auf der Blockchain. Sammelkarten brauchten Jahre, um echte Liquidität aufzubauen, und ein einzelnes Heft aus 1997 beweist noch nichts. Allerdings ist die Manga- und Anime-Community deutlich größer als die Fangemeinde von Sportkarten.
Das nächste Signal kommt daher von den Käufern und nicht von der Ankündigung selbst.









