Transaktionsgebühren bei Ethereum so teuer wie seit 2015 nicht mehr

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IN KÜRZE
  • Transaktionsgebühren bei Ethereum steigen auf das Niveau von 2015

  • Ethereum-Entwickler sind alarmiert und setzen vorerst auf 2nd Layer Lösungen

  • Letztendliche Lösung soll die Umstellung auf Ethereum 2.0 bringen

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Wenngleich der Preis von Ethereum (ETH) stagniert, die Nachfrage nach Transaktionen über die Ethereum-Blockchain steigt an. Das sind die Auswirkungen des im Trend liegenden DeFi-Marktes, welches größtenteils auf Ethereum basiert. Die Transaktionsgebühren schießen derweilen in die Höhe und erreichen Preise aus dem Jahr 2015.



Das Ethereum-Netzwerk muss täglich unzählige Transaktionen durchführen. Das liegt hauptsächlich an DeFi, einer noch jungen Branche, welche größtenteils auf Ethereum basiert. Neuste Daten von Etherscan zeigen jetzt jedoch an, dass die Transaktionsgebühren Höhen erreichen, die wir seit 2015 nicht mehr gesehen haben. Zum Zeitpunkt dieses Artikels bspw. lag der empfohlene Einsatz an “Gas” bei 200 Gwei (rund 1,57 USD). Für Ethereum-Entwickler sind diese Preise ein Alarmsignal.

Transaktionsgebühren schießen in die Höhe

Es war der 10. August 2020. Schauplatz der Veröffentlichung: Krypto-Twitter. Der Ökonom Alex Krüger teilte einen Chart über die Transaktionsgebühren bei Ethereum (ETH). Die Daten stammten von Etherscan und die dargestellten Gebühren zeigten deutlich, dass die “Gaspreise” auf dem Niveau von 2015 liegen.



Dass diese Tatsache alarmierend ist, muss an dieser Stelle wohl kaum explizit erwähnt werden. Die Nutzerfreundlichkeit steigt kaum an durch steigende Transaktionsgebühren gepaart mit längeren Wartezeiten, bis Transaktionen dann auch tatsächlich geschehen. Ethereum-Entwickler wissen das und eine Lösung könnte tatsächlich das gegenwärtige Testnet “Medalla” sein. Denn dieses letzte, geplante Testnet vor der Umstellung auf Ethereum 2.0 markiert den Start von Proof of Stake anstatt Proof of Work, zusammen mit Sharding. Zwei Mechanismen also, die die Effizienz des ETH-Netzwerkes deutlich erhöhen sollen und die Transaktionsgebühren drücken.

Ethereum 2.0 gilt als Lösung für das Effizienzproblem

Analysten wie bspw. Qiao Wang, ehemaliger Head of Product bei Messari, warnen nun vor herben Einbußen, insbesondere im Bereich der Smart Contracts. Sollten die Transaktionsgebühren hoch bleiben, so könnten bspw. Tezos oder auch Cardano mehr und mehr Marktanteile von Ethereum ergattern.

Die Umstellung auf ETH 2.0 wird wohl noch eine ganze Weile dauern. Manche Entwickler sprechen von 1-2 Jahren, bis die Umstellung komplett vollzogen sein könnte. Bis dahin sollen 2nd Layers zeitweise Lösungen herbeiführen, indem die Skalierbarkeit erhöht, die Effizienz gesteigert und die Transaktionsgebühren hoffentlich gesenkt werden.

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