USA prüfen USD-Hilfen für Golfstaaten: Öl-Schock führt zu Liquiditätsengpass

  • Bessent unterstützt dauerhafte USD-Tauschlinien für Verbündete am Golf und in Asien
  • Er stellt die Expansion als Antwort auf alternative Zahlungssysteme dar.
  • Das ständige Swap-Netzwerk der Fed umfasst derzeit nur fünf Zentralbanken.
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Finanzminister Scott Bessent hat am Freitag öffentlich Pläne verteidigt, dauerhaft USD-Swap-Linien für Golfstaaten und asiatische Partnerländer einzurichten. Er stellte diese Erweiterung als Gegengewicht zu alternativen Zahlungssystemen dar, die den Status des USD als Reservewährung schwächen könnten.

In einer ausführlichen öffentlichen Erklärung sagte Bessent, dass die Gespräche Teil der üblichen Diplomatie des Finanzministeriums mit Partnern sind, die große USD-Reserven halten. Er erklärte, eine Ausweitung des Swap-Netzwerks der Federal Reserve würde die Liquidität im Ausland stärken und gleichzeitig Zinseinnahmen für US-Steuerzahler generieren.

Warum Golfstaaten und asiatische Partner jetzt USD-Swap-Linien wünschen

Der Zeitpunkt steht im Zusammenhang mit dem Druck, der durch den Konflikt mit dem Iran entstanden ist. Zudem haben die angespannten Öleinnahmen dazu geführt, dass die Golfstaaten, die Energie in USD abrechnen, weniger USD zur Verfügung haben.

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Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate haben laut Berichten die Idee einer Swap-Linie in der letzten Woche mit Bessent und Kontakten bei der Fed besprochen. US-Präsident Trump deutete am 21. April an, dass eine Einrichtung für die VAE aktiv geprüft wird.

Ereignisse rund um die Straße von Hormus haben die USD-Liquidität der Banken in der Golfregion verringert. Daher wenden sich die Partnerländer nun für kurzfristige Unterstützung an die Federal Reserve.

Swap-Linien als Schutz gegen alternative Zahlungssysteme

Bessent verband den Vorschlag damit, alternative Zahlungsnetzwerke abzuwehren. Er verwies auf von BRICS geführte Initiativen und den Energiemarkt, der in Yuan abgewickelt wird.

Neue dauerhafte Linien würden USD-Zentren unter anderem in Dubai, Abu Dhabi und ausgewählten asiatischen Städten schaffen.

Diese Entwicklung geht weit über die derzeit fünf Partner der Federal Reserve hinaus. Zu diesen Partnern gehören Kanada, das Vereinigte Königreich, die Eurozone, Japan und die Schweiz.

Die Maßnahme gilt als risikoarm, da die Golfstaaten stärkere Bilanzen haben als einige der aktuellen Swap-Partner. Kritiker könnten jedoch meinen, dass dies wie eine Rettungsaktion wirkt und eher eine Schwäche als eine Stärke des USD zeigt.

Die formale Ausweitung der bestehenden Swap-Einrichtungen durch die Federal Reserve könnte von künftigen Entscheidungen in Regulierungsfragen und der politischen Unterstützung abhängen.

Falls die Erweiterung genehmigt wird, wäre sie die größte Änderung des dauerhaften Swap-Netzwerks seit mehr als zehn Jahren.

Gleichzeitig geht dieser Schritt einher mit Bessents umfassenderer Investition in USD-Stablecoins und Kapitalmarkt-Reformen, um die Dominanz des USD zu sichern.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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