China fordert drei KI-Giganten auf, US-Investitionen abzulehnen

  • Chinas NDRC fordert Moonshot, StepFun und ByteDance auf, US-Kapital abzulehnen
  • ByteDance muss Verkäufe von US-Zweitmarktanteilen ohne Genehmigung unterbinden
  • Guidance nach Metas 2-Milliarden-USD-Übernahme des in Singapur ansässigen Unternehmens Manus
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Drei führende chinesische KI-Unternehmen dürfen US-Kapital nur noch mit staatlicher Genehmigung annehmen. Damit ändert sich, wie Geld aus Washington in Pekings wichtige Technologie-Unternehmen fließt.

Die Vorgaben wurden in den vergangenen Wochen von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) erteilt. Bloomberg berichtete am Freitag zuerst darüber.

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Peking: Kein US-Kapital mehr für seine KI-Giganten

ByteDance, die Mutter von TikTok und das wertvollste private Start-Up Chinas, wurde angewiesen, Verkäufe von US-Anteilsscheinen ohne Genehmigung des Staates zu unterbinden.

Diese Anweisung ist bedeutend, da ByteDance eine komplexe Eigentümerstruktur und viele US-Investoren hat. Jegliche Sekundärliquidität wird nun über Peking abgewickelt.

Moonshot AI, das einen Börsengang in Hongkong erwägt, muss US-Kapital bei Finanzierungsrunden und Geschäften ohne staatliche Erlaubnis ablehnen.

Diese Einschränkung erschwert die Vorbereitung auf einen Börsengang des Unternehmens, das als Chinas Antwort auf OpenAI gilt. Ausländisches Kapital dürfte wohl stärker aus dem Nahen Osten und Hongkong kommen.

StepFun, ein von Tencent unterstütztes Start-Up mit dem Schwerpunkt auf multimodaler und generativer KI, erhielt dieselbe Vorgabe wie Moonshot. Das Unternehmen ist international weniger bekannt, gehört aber zu Pekings wichtigen KI-Förderprojekten.

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Warum China den Zugang zu seinen KI-Unternehmen beschränkt

Der Hintergrund ist die Übernahme des in Singapur ansässigen Start-Ups Manus durch Meta Platforms für etwa 2 Milliarden USD. Manus hat enge Verbindungen zur chinesischen Tech-Szene.

Peking setzte Ausreisebeschränkungen für die Gründer von Manus durch und überprüfte das Geschäft auf mögliche Technologietransferverstöße.

Am Mittwoch warf der wissenschaftliche Berater des Weißen Hauses, Michael Kratsios, chinesischen Organisationen vor, in großem Stil US-KI-Modelle zu extrahieren.

„Ausländische Unternehmen, die auf solchen fragilen Grundlagen aufbauen, sollten wenig Zuversicht in die Sicherheit und Verlässlichkeit der Modelle haben, die sie erstellen”, erklärte er.

Die Regierung von US-Präsident Trump kündigte laut Berichten neue Schritte gegen Unternehmen an, die Modelldestillation einsetzen.

Die Kapitaltrennung zwischen Washington und Peking dürfte sich weiter verstärken. In den kommenden Wochen könnte die Regierung in Peking die Vorgaben offiziell als Regelung veröffentlichen.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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