Revolut hat Investoren mitgeteilt, dass das Unternehmen bei einem zukünftigen Börsengang (IPO) eine Bewertung von 150 bis 200 Milliarden USD anstrebt, wie die Financial Times am Dienstag berichtete.
Das Fintech-Unternehmen mit Sitz in London, das bei einem Verkauf von bestehenden Aktien im November 2025 mit 75 Milliarden USD bewertet wurde, plant einen Börsengang nicht vor 2028. Eine feste Zielbewertung wurde jedoch laut einer mit dem Unternehmen vertrauten Quelle gegenüber der FT nicht festgelegt.
Revolut strebt Bewertung von bis zu 200 Milliarden USD bei zukünftigen Börsengang an
Die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens unterstützen dieses Ziel. Revoluts Gewinn vor Steuern erreichte 2025 einen Rekordwert von 1,7 Milliarden GBP (2,3 Milliarden USD), was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 57% entspricht.
Der Umsatz stieg um 46% auf 4,5 Milliarden GBP, während die Zahl der Retail-Kunden um 30% auf 68,3 Millionen wuchs.
Aus Berichten geht zudem hervor, dass Revolut für die zweite Hälfte 2026 einen weiteren Verkauf von bestehenden Aktien vorbereitet. Diese Transaktion könnte das Unternehmen mit etwa 100 Milliarden USD bewerten und so einen wichtigen Schritt in Richtung des IPO-Ziels darstellen.
Mitbegründer Nik Storonsky erklärte im Dezember, dass sein persönlicher Anteil einen Wert von etwa 80 Milliarden USD hätte, wenn Revolut eine Bewertung von 200 Milliarden USD erreichen würde.
Banklizenz treibt globale Expansion voran
Revolut erhielt im März 2026 von der Prudential Regulation Authority eine vollumfängliche Banklizenz im Vereinigten Königreich und schloss damit einen jahrelangen Bewerbungsprozess ab.
Durch die Lizenz kann das kryptoorientierte Fintech-Unternehmen Kredite, Spar- und Kreditprodukte für britische Kunden anbieten.
Zudem hat das Unternehmen Anfang März einen Antrag auf eine US-Banklizenz beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) gestellt.
Wird dieser Antrag genehmigt, könnte Revolut in der größten Volkswirtschaft der Welt wie eine traditionelle Bank agieren.
Ob Revolut eine Bewertung von 200 Milliarden USD rechtfertigen kann, dürfte davon abhängen, wie schnell neue Bankgeschäfte in Kreditumsätze umgewandelt und das US-Geschäft vor einem Börsengang ausgebaut werden.





