US-Vizepräsident JD Vance hat seine geplante Reise nach Pakistan abgesagt, wie die AP berichtet. Grund dafür ist die erneut zunehmende Spannung im Zusammenhang mit dem US-Iran-Krieg.
Diese Entscheidung zeigt, dass die Unsicherheit bei diplomatischen Bemühungen wächst. Zudem reagieren die Märkte aufgrund der wieder gestiegenen geopolitischen Risiken sehr sensibel.
Die Ölpreise sind nach der Nachricht direkt gestiegen und bauen damit die Kursgewinne weiter aus. Der Anstieg hängt mit der Angst vor Störungen in der Straße von Hormus zusammen.
Zur gleichen Zeit fiel Bitcoin deutlich in Richtung der 75.000 USD-Marke. Auch der S&P 500 lag im Tagesverlauf im Minus, was eine deutliche Risikoaversion an den globalen Märkten widerspiegelt.
Daten aus dem Bereich Krypto-Derivate zeigen, dass durch Zwangsverkäufe der Kursverfall beschleunigt wurde. In den letzten 24 Stunden beliefen sich die Liquidationen auf über 250 Millionen USD, wobei viele davon aus Long-Positionen stammten. Dies deutet darauf hin, dass Trader auf dem falschen Fuß erwischt wurden, da sich das Sentiment sehr schnell geändert hat.
Die aktuelle Reaktion passt zu einem Muster, das die vergangene Woche geprägt hat. Die Märkte blieben eng mit den Entwicklungen im US-Iran-Konflikt verbunden, wobei sich Öl als wichtigster Übertragungskanal erwies.
Bereits am 13. April verschärften die USA die Lage, indem sie begannen, eine Seeblockade nahe Iran durchzusetzen. Das löste umgehend Sorge um die globale Energieversorgung aus. Die Ölpreise stiegen, da Trader das Risiko für den Schiffsverkehr durch Hormus einpreisten.
Am 15. April besserte sich die Lage kurzzeitig, nachdem Berichte über ein mögliches zweiwöchiges Zeitfenster für einen Waffenstillstand aufkamen. Die Aktienmärkte stiegen deutlich, der S&P 500 erreichte neue Höchststände und Öl gab einen Teil der Gewinne wieder ab. Auch die Kryptomärkte stabilisierten sich in diesem Zeitraum.
Allerdings änderte sich die Stimmung am 16. April erneut, nachdem eine Abstimmung im US-Kongress über eine Resolution zur Begrenzung des Krieges scheiterte.
Der Bitcoin-Kurs sank daraufhin um etwa 4 % und zeigt damit, dass Bitcoin stärker auf Makro-Ereignisse reagiert statt als sicherer Hafen zu dienen.
Am Wochenende stiegen die Spannungen weiter. Meldungen über US-Maßnahmen gegen iranische Schiffe und Irans Reaktion sorgten für Unsicherheit an den Märkten. Der Ölpreis setzte seine Aufwärtsbewegung fort und Risikoanlagen wurden schwächer.
Am 20. April wurde der Unterschied dann noch deutlicher. Öl legte aufgrund der erhöhten Konfliktgefahr erneut massiv zu, während Bitcoin und große Altcoins nachgaben. Die Verbindung zwischen steigenden Energiepreisen und der Schwäche bei Krypto wurde stärker.
Diese jüngste Entwicklung am 21. April verstärkt diesen Trend. Die abgesagte Reise von Vance zeigt, wie unsicher die Diplomatie in dieser Phase ist und die Märkte reagieren entsprechend.
Insgesamt zeigt die vergangene Woche ein klares Muster. Eine Eskalation treibt den Ölpreis nach oben und belastet sowohl Aktienmärkte als auch Krypto. Eine temporäre Entspannung stützt Risikoanlagen, doch diese Phasen waren bislang nur von kurzer Dauer.





