Versteckte Botschaft in Bitcoin-Block 629.999 aufgetaucht

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • Eine versteckte Botschaft im Genesis-Block von Bitcoin erinnert uns daran, dass Bitcoin aus einer Finanzkrise heraus geboren wurde.

  • Im historischen Block mit der Nummer 629.999 tauchte nun eine weitere Schlagzeile zum selben Thema auf.

  • Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Botschaft entschlüsseln können.

  • promo

    Weitere Nachrichten und Updates teilen wir in unserer Telegram Gruppe. Trete uns bei und erhalte täglich Handelsideen und Analysen zu Kryptowährungen!

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Gestern durchlief Bitcoin sein drittes Halbierungsereignis. Im letzten Block vor der Halbierung war eine verschlüsselte Nachricht versteckt. Hier sehen Sie, wie Sie die Botschaft entschlüsseln können.



Bekanntermaßen hat Satoshi Nakamoto in den Genesis-Block von Bitcoin eine versteckte Botschaft eingebaut. Er verewigte eine Schlagzeile der London Times (“The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks”), zugleich als Mahnmal eines kaputten Finanzsystems und als Begründung für die Einführung dezentraler Währungen mit eingebauter Inflationskontrolle.

Ironischerweise befindet sich das traditionelle Finanzsystem zum Zeitpunkt von Bitcoins drittem Halbierungsereignis erneut in einer schweren Krise, welche die vorangegangene höchstwahrscheinlich übertrifft. Auch dies wurde mit einer Schlagzeile der New York Times, auf der Blockchain verewigt.



Wie man die Botschaft entschlüsselt

Bitcoin gibt Minern die Möglichkeit, einen beliebigen Bytecode in die Signatur der Coinbase-Transaktion einzubauen, die sie mit neu geschürften Bitcoins entlohnt. Heutzutage wird dies in der Regel dafür verwendet, um Informationen darüber einzubauen, welcher Miner den Block erzeugt hat. F2Pool, dem derzeit größten Mining-Pool, ist es jedoch gelungen, den letzten Block der vergangenen Mining-Epoche zu schürfen und nutzte die Gelegenheit, um eine weitere verschlüsselte Botschaft in den historischen Block einzubauen.

Ruft man die Coinbase-Transaktion des Blocks in einem Block-Explorer auf, wird die Signatur anzeigt. Diese enthält die Botschaft als hexadezimalen Zahlenwert. Mit einem einfachen Tool kann man sie wieder in Klarschrift entschlüsseln.

Ein Treppenwitz der Geschichte

Zweifellos hallt die Mahnung Satoshi Nakamotos in dem historischen letzten Block der vergangenen Mining-Epoche wider. Erneut befinden wir uns in einer finanziellen Krise. Erneut reagieren die Zentralbanken mit quantitativer Lockerung. Erneut wird dies mit einer Schlagzeile der Times, diesmal allerdings der New York Times, in einem historischen Bitcoin-Block festgehalten.

Die Schlagzeile nimmt sogar Bezug auf die Finanzkrise 2008 und verrät uns, dass die Zentralbanken nun noch mehr Geld als damals drucken. Die Botschaft des Miners ist klar: Wir brauchen heute mehr denn je eine harte Währung. Bitcoins “quantitative Härtung”, welche nach jeweils 210.000 Blöcken, in etwa also alle vier Jahre stattfindet, sorgt dafür.

Damit setzt sich auch die Geschichte der etwas seltsamen Ereignisse mit den Blöcken um Bitcoins Halbierungen fort. So zahlte 2012 jemand ganze 7 BTC, um eine Transaktion von verschwindend geringem Wert in Block 210.000 unterzubringen. Der Block mit der Nummer 419.999 war hingegen, bis auf die Coinbase-Transaktion vollständig leer.

Falls Sie nach weiteren versteckten Botschaften auf der Bitcoin-Blockchain suchen wollen, empfiehlt sich der Block-Explorer von btc.com. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die Coinbase-Transaktion fahren, wird der in der Signatur gespeicherte Text automatisch entschlüsselt.

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Share Article

Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

MEHR ÜBER DEN AUTOR