Wyomings Gouverneur Mark Gordon hat am 3. Juni eine Anordnung unterzeichnet, die den Bundesstaat für Investitionen in Rechenzentren öffnet. Entwickler müssen jedoch die Stromkosten bezahlen, die durch ihre Projekte entstehen.
Die Anordnung „Data Centers the Wyoming Way“ schafft einen Rahmen für die Bereiche Wasser, Wildtiere, Stromnetzkosten und Weiterbildung der Arbeitskräfte.
Wyoming wirbt um Technologiefirmen: Bewohner werden nicht stärker belastet
Der Gouverneur hat die Anordnung mit einer Trump-Richtlinie zu fortgeschrittener künstlicher Intelligenz vom 2. Juni verknüpft. Der Rahmen basiert auf acht Prinzipien.
Im Mittelpunkt steht die Verantwortung für das Stromnetz. Die Anordnung schützt Haushalte und kleine Unternehmen davor, für den Mehrbedarf an Strom bezahlen zu müssen. Firmen, die mehr Strom brauchen, tragen diese Kosten selbst. Die Behörden müssen außerdem innerhalb von 60 Tagen berichten.
„Wyoming ist ein energieproduzierender Bundesstaat mit vielen natürlichen Ressourcen, einer unternehmensfreundlichen Umgebung, verlässlicher Infrastruktur und spürbarer Innovationsbereitschaft, was Wyoming eine Spitzenrolle in Amerikas digitaler Zukunft ermöglicht“, heißt es in der Anordnung.
Wyoming ist bereits ein attraktiver Standort für digitale Finanzangebote. Der Bundesstaat gibt einen eigenen Stablecoin, den Frontier Stable Token, heraus.
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Rechenzentren stoßen auf Widerstand
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. In den USA wenden sich viele Gemeinden gegen große Rechenzentren. Kritiker nennen dabei Lärm, steigende Strompreise und einen hohen Wasserverbrauch. Laut einer Gallup-Umfrage aus März wünschen sich 70% der US-Bürger, dass in ihrem Wohnort keine neuen KI-Rechenzentren gebaut werden.
„Die Hälfte der Gegner nennt den übermäßigen Ressourcenverbrauch der Rechenzentren, davon je 18% Wassernutzung und Energieverbrauch. 16% nennen außerdem Umweltbelastungen wie Lärm- sowie Luft- und Wasserverschmutzung“, heißt es in der Umfrage.
Der Druck ist bis nach Washington vorgedrungen. Die US-Senatoren Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez haben im März einen Gesetzentwurf für ein Verbot neuer KI-Rechenzentren eingebracht.
Technologieunternehmen widersprechen jedoch der Wasserkritik. Google erklärt, dass US-Rechenzentren weniger als 1% der Wassermenge verbrauchen, die Haushalte jedes Jahr für ihre Gärten nutzen. Microsofts CEO verglich den Jahresverbrauch eines Zentrums mit dem eines einzelnen Restaurants.
Ob der Schutz der Stromkunden die Menschen beruhigt, könnte beeinflussen, wie andere Bundesstaaten um Investitionen in Rechenzentren werben. Die Empfehlungen der Behörden werden Anfang August erwartet.
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