3.500 Krypto-Spezialisten ohne Arbeit, weitere Entlassungen stehen bevor

Aktualisiert von Alexandra Kons
IN KÜRZE
  • Über 3.500 Krypto-Spezialisten sind von den massiven Stellenkürzungen auf dem Krypto-Markt betroffen.
  • Die Kryptobörse Coinbase musste mehr als 1.000 Mitarbeiter entlassen.
  • Aufgrund der derzeitigen Situation auf dem Kryptomarkt ist ein Ende der Entlassungen nicht in Sicht.
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Gefeuert! Über 3.500 Krypto-Spezialisten sind von den massiven Stellenkürzungen auf dem Kryptomarkt betroffen. Und wie es aussieht, steht das Schlimmste noch bevor.

Der momentane Bärenmarkt trifft den Arbeitsmarkt des Kryptosektors hart. Bis zum 2. Juli wurden weltweit mindestens 3.500 Spezialisten in den Bereichen Krypto-Marketing, Human Resources, technischer Support und Programmierung entlassen.

Die meisten Stellen wurden bei der Kryptobörse Coinbase gestrichen. Brian Armstrong, Gründer von Coinbase, kündigte die Entlassung von 18 % der Belegschaft (über 1.000 Personen) an. Noch ist unklar, ob die Stellenkürzungen auf die derzeitigen Marktbedingungen oder auf einen Skandal bei Coinbase selbst zurückzuführen sind.

Aber auch andere Kryptobörsen waren gezwungen, Stellen zu streichen. Die Kryptobörse Bitpanda zum Beispiel kündigte ebenfalls Veränderungen an und entließ 730 Mitarbeiter. ByBit landet auf Platz drei der Kryptobörsen mit den meisten Entlassungen. Medienberichten zufolge entließ Bybit 20 – 30 % des Personals (bis zu 600 Beschäftigte) aufgrund des unbefriedigenden Wachstums des Unternehmens.

Bärenmarkt – Ein Bild von BeInCrypto

Ein Überblick über die bisherigen Entlassungen

  • Die Kryptobörse Coinbase entließ mehr als 1.000 Mitarbeiter (18 % der Belegschaft), um die “Stabilität während des wirtschaftlichen Abschwungs aufrechtzuerhalten”
  • Bybit feuerte zwischen 20 – 30 % der Belegschaft (bis zu 600 Angestellte)
  • Die Kryptobörse Huobi bereitet sich auf die Entlassung von rund 300 Mitarbeitern vor
  • Gemini Exchange entließ 10 % der Belegschaft (rund 100 Mitarbeiter) aufgrund des “Krypto-Winters
  • Die von Coinbase gesponserten Marktplätze Vauld und Rain kündigten Stellenkürzungen an, machten jedoch keine Angaben zum Umfang
  • Krypto-Kreditgeber BlockFi entließ 20 % der Mitarbeiter (170 Menschen) und Crypto.com reduzierte die Belegschaft um 5 % (260 Mitarbeiter)
  • Die argentinische Kryptobörse Buenbit kürzte 45 % der Stellen (~80 Mitarbeiter)
Ein Bild von Twitter
  • Die mexikanische Kryptobörse Bitso beendete das Beschäftigungsverhältnis mit 80 Angestellten
  • Auch die europäische Kryptobörse Bitpanda kündigte Veränderungen an und entließ 730 Mitarbeiter
  • Die australische Kryptobörse Banxa feuerte 30 % der Belegschaft (rund 70 Mitarbeiter) und berief sich dabei ebenfalls auf den derzeitigen Krypto-Winter
  • Der Marktplatz BitMEX entließ 75 Mitarbeiter
  • Die Kryptobörse OSL aus Hongkong kürzte 60 Stellen

Gefeuert: kein Ende der Stellenkürzungen in Sicht

In der Zwischenzeit scheint die Anzahl der Stellenkürzungen weiter zu steigen. Der Leiter des Hedgefonds Pantera Capital, Dan Morehead, erklärte, dass der Kryptomarkt in den kommenden Monaten aufgrund der Geldpolitik der US-Notenbank mit weiteren Insolvenzen wie bei Three Arrows Capital rechnen müsse.

Inzwischen schlagen auch immer mehr amerikanische Topmanager wegen einer drohenden Rezession Alarm. Laut Elon Musk, Gründer von Tesla und SpaceX, ist die Krise bereits da.

Analysten von Goldman Sachs erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten 12 Monaten auf 30 %. Der CEO von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, forderte die Menschen sogar auf, sich auf den “wirtschaftlichen Hurrikan”, der sich bereits am Horizont abzeichnet, vorzubereiten.

Autor: Denis Omelchenko

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