Ondo Finance, Virtuals Protocol und Treasures haben am Freitag mehr als 430 tokenisierte Aktien für über 40.000 autonome künstliche Intelligenz (KI)-Agenten verfügbar gemacht. Damit können die Bots Aktien direkt auf der Blockchain handeln.
Treasures führt die Handelstransaktionen aus, während Ondo die tokenisierten Aktien bereitstellt. Zum Start umfasst der Service US-Aktien auf Ethereum und Solana, allerdings mit bestimmten Beschränkungen je nach Land.
KI-Agenten steigen in den Handel mit tokenisierten Aktien ein: Bereich erreicht 1,5 Milliarden USD
Tokenisierte Aktien zählen zu den am schnellsten wachsenden Segmenten in der Krypto-Branche. Laut der Datenplattform RWA.xyz hat ihr Gesamtwert rund 1,5 Milliarden USD erreicht.
Das entspricht etwa 360 % Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Ondo Finance führt das Segment mit mehr als 57 % Marktanteil an.
Virtuals erklärte zudem, dass algorithmische Systeme bereits etwa zwei Drittel des US-Aktienhandels abwickeln, größtenteils bei großen Institutionen. Durch die Integration können jetzt alle Agenten dieses direkte Trading nutzen.
Mit der neuesten Ankündigung können Trader nun Agent-Hedgefonds nutzen, Vaults zum Copy-Trading betreiben, Portfolios komplett autonom handeln lassen oder auch programmatische Strategien für den durchgehenden Handel einstellen.
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Der Start ist Teil eines breiteren Wettbewerbs, KI-Agenten zu aktiven Teilnehmern im Finanzbereich zu machen. Mastercard hat dafür etwa Agent Pay for Machines (AP4M) eingeführt, ein Zahlungssystem, das es KI-Agenten erlaubt, Dienstleistungen zu kaufen und zu verkaufen.
Robinhood hat Agentic Trading am 27. Mai gestartet. Zudem hat Coinbase ein weiteres Tool bereitgestellt, um KI-Agenten mit Kundenkonten zu verbinden.
Allerdings haben US-Gesetzgeber Bedenken geäußert. Die Demokraten im Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses forderten die SEC diese Woche dazu auf, wie sie KI-Agenten beim Handel für Retail-Investoren überwacht.
Die Abgeordneten Bill Foster und Brad Sherman stellten 13 Fragen an den SEC-Vorsitzenden Paul Atkins. Sie setzten eine Frist bis zum 31. Juli und warnten, dass Agenten mit ähnlichen Trainingsdaten Herdenverhalten zeigen und dadurch die Volatilität verstärken könnten.
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