Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) ist im Jahr 2026 um mehr als 150% gestiegen. Zudem verlagern große Investoren, die früher verstärkt in Nvidia investiert haben, ihr Kapital nun stattdessen in Richtung AMD.
Diese Veränderung zeigt sich überall, zum Beispiel an den Handelstischen der Wall Street und am Kryptomarkt, wo Aktien-Perpetuals gehandelt werden. Um zu verstehen, warum das wichtig ist, muss man wissen, wie dominant Nvidia bisher war.
Warum Nvidia das Maß aller Dinge war
Nvidia steht an der Spitze der Chipbranche. Das Unternehmen verkauft etwa acht von zehn KI-Chips und erzielte im vergangenen Jahr fast 216 Milliarden USD Umsatz — das ist deutlich mehr als jeder andere Konkurrent.
Auch die Gewinne sind sehr hoch. Nvidia behält ungefähr 75 Cent von jedem Dollar Umsatz, bevor weitere Kosten eingerechnet werden. In dieser Größenordnung ist jede Abkehr des Markts besonders bemerkenswert.
Wenn Investoren beginnen, das stärkste Unternehmen einer Branche zu verlassen, dann liegt das meist daran, dass sie etwas Besseres gefunden haben. Im Moment ist dieses Unternehmen AMD.
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Das Kapital fließt leise in AMD-Aktien
Das deutlichste Zeichen ist, wohin die Käufe gehen. Der Chaikin Money Flow (CMF) misst, ob institutionelle Investoren überwiegend kaufen oder verkaufen. Er zeigt aktuell einen stetigen Kauf bei AMD-Aktien an, mit einem positiven Wert von 0,24.
Bei Nvidia ist das Gegenteil zu sehen, ein negativer Wert, der zeigt, dass große Halter langsam verkaufen. Daher wechselt das sogenannte „Smart Money” die Seiten.
AMD steigt zudem schneller als der gesamte Chip-Sektor, während Nvidia aktuell bei 51,9 hinterherläuft. Da AMD normalerweise ähnlich wie die breitere SOXX-Gruppe schwankt, zeigt sein Vorsprung echte Stärke und kein einzelnes Ausreißer-Ereignis.
Die Aktie ist in diesem Jahr bereits rund 150% gestiegen, fast doppelt so viel wie der Zuwachs von 77,5% im Gesamtjahr 2025. Das ist eines der größten Comebacks in dieser Gruppe.
AMD gehörte in vier verschiedenen Monaten zu den drei besten Performern der Branche, genau wie kein anderer Chip-Hersteller. Gerade diese konstante Spitzenleistung zieht große Investitionen an.
Diese Käufe sind jedoch nicht nur auf klassische Investoren beschränkt. Auch Krypto-Trader sind noch überzeugter.
Krypto-Trader sind am bullischsten
Auf Hyperliquid, einer Plattform, auf der über künftige Kursentwicklungen spekuliert wird, setzen deutlich mehr Trader auf einen weiteren Kursanstieg von AMD als auf einen Fall. Das Verhältnis liegt bei nahezu zwei zu eins und ist damit das größte aller Chip-Aktien. Nvidia steht im Gegensatz dazu im Abseits. Dort gehen die meisten Investitionen davon aus, dass der Kurs fällt – also genau umgekehrt wie bei AMD.
Doch AMD übertrifft NVDA nicht nur im Perpetual-Markt. Das Unternehmen hat auch ein besseres Long/Short-Verhältnis als alle anderen Chip-Hersteller, was auf die zunehmende bullische Dynamik hinweist.
Das ist relevant, weil diese Trader meist schnell handeln und oft früh einsteigen. Ihre Investition hängt mit einer einfachen Frage zusammen, nämlich was AMD wirklich zu bieten hat.
Was AMD hat, das die anderen nicht haben
Der Anreiz beginnt mit einem starken Quartal. AMDs Umsatz stieg um 38 % auf 10,3 Milliarden USD, und das Geschäft mit Chips für Rechenzentren erreichte mit 5,8 Milliarden USD einen Rekordwert, das sind 57 % mehr.
Auch der Gewinn stieg sogar noch schneller als der Umsatz, was Investoren besonders schätzen. AMD rechnet außerdem mit einem noch stärkeren Quartal als Nächstes.
Zudem besitzt AMD einen Vorteil, den viele Konkurrenten nicht haben, da das Unternehmen beide Chip-Arten verkauft, die ein KI-Rechenzentrum benötigt, und nicht nur eine. AMD produziert leistungsstarke Chips für die komplexen KI-Berechnungen sowie General-Purpose-Chips, die die umgebenden Server betreiben.
Nvidia ist hauptsächlich für die erste Art bekannt, daher kann AMD Bestellungen für beide Typen bedienen, und AMD erwartet, dass der Markt für diese Server-Chips allein bis 2030 auf über 120 Milliarden USD steigt.
Diese Kunden sind sehr groß. OpenAI und Meta haben jeweils mehrjährige Verträge abgeschlossen, wobei der Vertrag mit Meta einen Wert von etwa 60 Milliarden USD hat und damit die Verkäufe für Jahre sichert. Oracle bestellte zusätzlich 50.000 der neuesten AMD-Chips.
Analysten versuchen mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, ein Analyst erhöhte das Kursziel auf 700 USD. Dennoch ist die Aktie bereits für fast perfekte Ergebnisse bewertet. Anfang Februar dieses Jahres verlor sie fast 19 % an Wert in nur einem Monat, nachdem die Umsatzprognose schwächer als von Investoren erwartet ausfiel, auch wenn das Quartal insgesamt stark war.
Aktuell sorgen Einkäufe, Großaufträge und Wachstum dafür, dass AMD an der Börse vor Nvidia liegt, solange das starke KI-Investitionsklima anhält.









