Anstieg der Transaktionsgebühren bei Ethereum im Mai

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IN KÜRZE
  • Die Transaktionsgebühren bei Ethereum sind seit Ende April stark angesteigen.

  • Die Gesamteinnahmen durch Transaktionsgebühren lagen kurzzeitig höher als bei Bitcoin.

  • Ethereum braucht dringend bessere Skalierungslösungen.

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Die Transaktionsgebühren auf der Ethereum-Blockchain sind im Mai stetig angestiegen. Ethereum braucht bessere Skalierungslösungen nun mehr denn je.



Laut einem Bericht von Glassnode lagen die Gesamteinnahmen der Ethereum-Miner durch Transaktionsgebühren kurzzeitig über den Gebühreneinnahmen bei Bitcoin. Dabei fielen bei Bitcoin am 6. Mai 308.000 USD und bei Ethereum 498.000 USD an Transaktionsgebühren an.

Deutlicher Anstieg der ETH-Transaktionsgebühren

Der Unterschied wird besonders deutlich, wenn man den Anteil der Gebühren am gesamten On-Chain Transaktionsvolumen misst. Dieser lag am selben Tag für BTC bei 0,0064 % und für ETH bei 0,22%. Zwar beinhaltet dies keine Transaktionen von ERC-20 Tokens und anderen Assets auf der Ethereum-Blockchain, sowie die Gaskosten für Smart Contracts. Aber die Tatsache, dass Ethereum nicht einmal ein Sechstel der Marktkapitalisierung von Bitcoin aufweist, jedoch teilweise höhere Transaktionsgebühren einfährt, spricht Bände.

Während die Gebühren für eine einzelne Transaktion in den letzten Monaten um eine Marke von 0,05 USD schwankten, sind diese seit Ende April stark und stetig bis auf einen Wert von 0,30 USD angestiegen. Das letzte mal, als die Gebühren langfristig ein höheres Niveau erreichten, war im Juli 2018.

Entwicklung der Ethereum-Transaktionsgebühren in den letzten 6 Monaten. Quelle: BitInfoCharts.

Ethereum braucht Skalierungslösungen

Der Anstieg der Transaktionsgebühren zeigt deutlich die Grenzen der Skalierbarkeit Ethereums. Die hohe Nachfrage nach der Nutzung des Netzwerks bedeutet, dass Ethereum weitere Kapazität benötigt.

Vorübergehend sollen Layer-2-Lösungen einen Ausweg bieten. Diese wollen Transaktionen auf Off-Chain-Netzwerke auslagern. Die Tokens von zweien dieser Lösungen, Zilliqa und Loopring erhielten in der letzten Woche massive Zuwächse.

Langfristig bemüht sich Ethereum allerdings um eine bessere Skalierbarkeit auf dem Layer 1, also auf der Ebene des Ethereum-Netzwerks selbst. Mit Ethereum 2.0 soll das Netzwerk auf 64 parallel laufende Blockchains (“Shards”) aufgeteilt werden.

Die Phase 0 für Ethereum 2.0 soll in Kürze live gehen. Staker können dann bereits Ether auf die zentrale Beacon Chain übertragen, um Staking-Belohnungen zu erhalten. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis der Übergang zu Ethereum 2.0 vollständig ist. Mit den Layer-2-Lösungen hofft die Ethereum-Gemeinde auf einen fließenden Übergang bis dahin.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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