Anthropic-Beteiligung treibt diesen KI-Hedgefonds auf 20 Milliarden USD und 270% Gewinn

  • Der KI-Hedgefonds eines 24-Jährigen verwaltet jetzt rund 20 Milliarden USD
  • Der Fonds liegt in diesem Jahr nach Gebühren rund 270 % im Plus.
  • Die größte Position, ein Anteil an Anthropic, macht jetzt ein Fünftel der Vermögenswerte aus.
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Ein 24-jähriger früherer OpenAI-Forscher hat einen nachdenklichen Aufsatz über künstliche Intelligenz in eine der gefragtesten Investitionen an der Wall Street verwandelt. Leopold Aschenbrenners KI-Hedgefonds Situational Awareness verwaltet jetzt etwa 20 Milliarden USD.

Der Fonds erzielte laut Zahlen des Wall Street Journal bis Mai nach Gebühren einen Gewinn von etwa 270%. Vereinfacht gesagt: Geld, das dort im Januar lag, hätte sich bis zum Frühjahr fast vervierfacht.

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Die große Idee: Einfach erklärt

Man kann den KI-Boom mit einem Goldrausch vergleichen. Aschenbrenner setzt nicht darauf, wer am meisten Gold findet, sondern darauf, wer die Schaufeln verkauft.

Seine Schaufeln sind Strom und Computer. Leistungsstarke KI braucht von beidem riesige Mengen. Er meint, diese physischen Grenzen und nicht kluge Software entscheiden darüber, wer reich wird.

Das hat er in einem 165-seitigen Aufsatz im Jahr 2024 ausgeführt, der schnell bekannt wurde. Zu seinen favorisierten Schaufelverkäufern zählen unter anderem Bitcoin-Miner, die KI betreiben statt Coins zu minen.

Was der KI-Hedgefonds tatsächlich besitzt

Sein größtes öffentliches Investment ist Bloom Energy, ein Unternehmen, das Brennstoffzellen zur dezentralen Stromproduktion herstellt. Außerdem hält er Anteile an CoreWeave, das KI-Rechenleistung vermietet, sowie an mehreren ehemaligen Mining-Datenzentren, die jetzt für KI genutzt werden.

Hier kommt die clevere Wendung: Während er auf Strom setzt, wettet er zugleich gegen die beliebten Chiphersteller. Er hat mehr als 1,5 Milliarden USD darauf gesetzt, dass der Nvidia-Kurs fällt, und über 2 Milliarden USD gegen einen Korb aus Chip-Aktien.

Trader nennen solche Investitionen Short-Positionen. Sein Grund ist einfach: Die Chip-Preise gehen bereits davon aus, dass alles perfekt läuft, jedoch wird es die wahren Engpässe beim Strom geben.

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Der Anthropic-Jackpot

Seine einzelne größte Position ist keine Aktie, sondern ein privater Anteil an Anthropic, dem Unternehmen hinter dem Claude-Chatbot.

Er stieg im Februar 2025 ein, als Anthropic mit etwa 60 Milliarden USD bewertet war. Bis Mai 2026 stieg dieser Wert nach einer weiteren Finanzierungsrunde auf 965 Milliarden USD. Diese einzelne Investition macht etwa ein Fünftel des gesamten Fonds aus.

Sein Unternehmen erscheint inzwischen auch auf der Liste der Anthropic-Investoren, außerdem bewegt sich der KI-Anbieter in Richtung eines Anthropic-IPO im vertraulichen Verfahren.

Jane Street, ein geheimnisvoller Trading-Riese, der selten branchenfremde Investments tätigt, hat ebenfalls Geld in den Fonds investiert.

Der Haken

Eine so starke Fokussierung auf eine Idee birgt Chancen wie Risiken. Wenn Unternehmen weniger in KI investieren oder das Stromproblem sich entspannt, könnte der Fonds genauso schnell fallen wie er gestiegen ist.

Dasselbe Risiko betrifft Bitcoin-Miner-KI-Aktien insgesamt.

Derzeit zahlt sich die Investition jedoch aus und vieles hängt davon ab, ob die steigende private Bewertung von Anthropic bestand hat. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Schaufeln tatsächlich wertvoller sind als Gold.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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