Binance-CEO fordert Regulierung von Krypto-Nachrichten

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In einem kürzlichen veröffentlichten Tweet, hat der CEO von Binance, Changpeng Zhao, die Regulierung von “Fake News” im Bereich der Kryptowährungen gefordert. Es ist jedoch unklar, was genau er sich darunter vorstellt.



Fake News sind auch in der Welt der Kryptowährungen weit verbreitet. Ein großer Teil des Marktes leidet noch immer unter Hype-Zyklen und falschen Partnerschaften, sowie unter reißerischer Berichterstattung. Reicht das jedoch aus, eine Regulierung zu rechtfertigen? Laut dem CEO von Binance, Changpeng Zhao, ist dies anscheinend der Fall.

“Fake News regulieren”, sagt der CEO von Binance

In einem kürzlichen Tweet pragerte der Binance-Chef diejenigen Journalisten an, die seiner Meinung nach eine zu engstirnige Weltsicht an den Tag legen und ihre Vorurteile in ihre Nachrichtenartikel einfließen lassen. Dies veranlasste Zhao, eine Regulierung von “Fake News” zu fordern. Er richtete sich dabei an Mike Dudas – den Gründer von The Block.



https://twitter.com/mdudas/status/1232327179620491270

Es ist derzeit unklar, wie sich Zhao vorstellt, dass man gefälschte Nachrichten “regulieren” soll oder wer als Schiedsrichter darüber entscheidet, was in dieser Industrie wahr und was gelogen ist. Ein solcher Eingriff in die Pressefreiheit stellt einen Dammbruch dar, den viele zu Recht kritisiert haben.

Sie erinnern sich vielleicht daran, dass neben Zhao auch der Gründer von TRON (TRX), Justin Sun, aussagte, dass er sich für einen “FUD-Kampffonds” einsetzen und diesen mit mehr als $1 Million unterstützen würde. “Die Fudder müssen zahlen!” sagte Justin Sun damals.

Denken Sie daran, dass dies derselbe Justin Sun ist, der sowohl Kobe Bryants Tod als auch die Angst vor dem Coronavirus dazu benutzt hat, um TRON bei seinen Anhängern bekannt zu machen. Man kann daher kaum behaupten, dass dieser oder ein ähnlicher Anti-FUD-Fonds unparteiisch wäre.

Schlechter Präzedenzfall

Fake News sind nicht nur in der Kryptowährungsindustrie anzutreffen und es wäre ein gefährlicher Präzedenzfall zu versuchen, diese zu “regulieren”. Darüber hinaus ist es noch gefährlicher, wenn die Industrie von genau denjenigen Akteuren “selbstreguliert” wird, die am meisten davon profitieren.

Zhao hat diese Kommentare nach einer turbulenten Woche für die weltweit größten Kryptowährungsbörsen abgegeben. Von USDT-Engpässen beim Margenhandel, über interne Börsenproblemen bei verarbeiteten Aufträgen und Salden, bis hin zu einer weiteren “ungeplanten Wartung” (sprich: Ausfall) –  haben die Medien diese Entwicklungen sehr genau verfolgt. Darüber hinaus gab es auch die jüngsten Nachrichten über den unklaren Hauptsitz von Binance, nachdem überraschenderweise bekannt wurde, dass die Börse überhaupt nicht in Malta ansässig ist.

Selbstverständlich waren diese Geschichten für Binance sehr beunruhigend. Sie wurden jedoch weder ohne Grund veröffentlicht noch sind sie „FUD“. Obwohl die Krypto-Medien eine Vorliebe für Sensationslust haben, ist dies ein Problem, das alle Medien betrifft. Börsen, sowie andere Krypto-Unternehmen sollten einfach lernen, in diesem Umfeld so gut wie möglich zu arbeiten, da die Alternative dazu viel schlimmer wäre.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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